Kultur-Newsletter für den Monat September
Newsletter: September 2014
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Kulturabteilung der Botschaft
Hadara Levin-AreddyKobi FarhiL-E-VFilmfest HamburgIdan RaichelMonti FioriRon SegalLola MarshTroisdorf AusstellungAvishai Cohen
AUSSTELLUNG
Moshe Gershuni in der Neuen Nationalgalerie
Ilit Azoulay: “Shifting degrees of certainty”
„Art Works”: Junge israelische Kunst in München
„Das Eigene und das Fremde“ - Illustrationen
FILM
Filmfest Hamburg
Literatur
Literaturfestival Berlin: Assaf Gavron
MUSIK
Israel Showcase beim Reeperbahn Festival in Hamburg
Israelische Künstler bei den Jüdischen Kulturtagen
Hadara Levin-Areddy in Köln
Electric Zoo auf Tour
Monti Fiori auf Tour
Heavy Metal Oper: "The Story of Abraham"
Avishai Cohen bei den Leipziger Jazztagen
Konzerte im Jüdischen Museum Berlin
TANZ
Tanztheater International Hannover
Niv Sheinfeld und Oren Laor im Pumpenhaus in Münster
THEATER
LoLL Festival im ACUD Berlin
     (Foto: Jerusalem Nights © Moshe Gershuni, Tel Aviv) Moshe Gershuni in der Neuen Nationalgalerie
Moshe Gershuni in der Neuen Nationalgalerie
Die Neue Nationalgalerie widmet dem israelischen Künstler Moshe Gershuni vom 13. September bis 31. Dezember 2014 mit „No Father No Mother“ eine große museale Einzelausstellung außerhalb Israels.

Moshe Gershuni, geboren 1936 in Tel Aviv, ist einer der bedeutendsten lebenden israelischen Künstler. Sein existenzielles Werk – ein fortlaufendes Projekt über mehr als 40 Jahre – ist kompromisslos, seine Produktion an Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen lässt viel Raum für Assoziationen. Gleichzeitig sinnlich und konzeptuell, emotional und kritisch, authentisch und inszeniert, überwinden Gershunis Arbeiten Gegensätze und verschmelzen historisches Gedenken mit der Direktheit des malerischen Handelns.

Gershuni arbeitet horizontal, bedeckt den Boden mit Papier und kriecht mit seinen in Farbe getränkten Händen darüber. Sein instinktiv sinnliches wie regressives Werk generiert eine überschwängliche Körperlichkeit und konfrontiert diese mit figurativer Ikonographie. Viele Gemälde enthalten historisch aufgeladene Symbole und handgeschriebene Passagen aus jüdischen Gebeten, die die unebenen Oberflächen aus flüssiger Farbe, seine scheinbar unwillkürlichen Kompositionen, in eine lebendige theatralische Performance verwandeln. Diese wirkt wie ein Ritual der Ekstase.

„No Father No Mother“ ist die erste einem Israeli gewidmete umfassende Einzelausstellung in der Neuen Nationalgalerie. Es ist zugleich Gershunis erste große Ausstellung in einem euopäischen Museum seit mehr als dreißig Jahren. Umfangreich und dennoch offen angelegt, zeigt die Ausstellung Gershunis Werk als eine vitale, nicht-hierarchische Einheit, eine fortlaufende Aktivität.



Ausstellung vom 13. September bis 31. Dezember 2014


Neue Nationalgalerie
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin

(Foto: Jerusalem Nights, 1986Glasmalfarbe, Industrielack und Bleistift auf gestrichenem Papier, 100 × 140 cm © Moshe Gershuni, Tel Aviv)



  Ilit Azoulay:
„Shifting degrees of certainty”
in den KW Berlin
(Foto © Ilit Azoulay, Exhibit 83: STUFFED GIRAFFE (detail from SHIFTING DEGREES OF CERTAINTY, 2014), inkjet print)
Ilit Azoulay: „Shifting degrees of certainty”
Vom 13. September bis 16. November zeigen die KW Berlin Arbeiten von Ilit Azoulay: „Shifting degrees of certainty“.

Im Frühjahr 2013 hat das Shpilman Institut für Fotografie (Tel Aviv) in Kooperation mit den KW Institute for Contemporary Art und der Schir Foundation (Berlin) erstmalig ein Aufenthaltsstipendium für Fotografie vergeben. Ilit Azoulay (*1972, Israel) bezog im Juni 2013 ein Studio in den KW und nutzte in den fünf Monaten ihres Aufenthalts die Möglichkeit, ihr Interesse an der Archäologie der Städte zu vertiefen. In Deutschland sammelte und fotografierte sie Objekte und architektonische Fragmente in Berlin, Weimar, Kulmain, Regensburg, Dessau, Bamberg, Brandenburg, Xanten, Potsdam und Halle sowie in dem Gebäudekomplex der KW selbst.

In einigen Fällen wählte Azoulay unterschiedlichste denkmalgeschütze Orte wie auch Gebäude, die Stein für Stein, gemäß den denkmalpflegerischen Maßgaben, rekonstruiert wurden. Jedes der 93 gesammelten Objekte wurde mit einer Technik, ähnlich der des Scannens, fotografiert. Diese Technik ist charakteristisch für die Arbeitsweise der Künstlerin und ermöglicht ihr die Nebeneinanderstellung verschiedener Betrachtungspunkte zu einem digital komponierten Bild.

Nach ihrem Aufenthalt in Berlin begann Azoulay mit der Sammlung diverser Informationen, die mit der Herkunft jedes einzelnen Objektes in Verbindung stehen. Diese akribische Erfassung von Informationen wurde zentral für das Projekt und beinhaltet Korrespondenzen mit Klöstern, BewohnerInnen von besetzten Häusern, PräparationsexpertInnen, PflanzenforscherInnen, GebäudekonstrukteurInnen und AnwältInnen. Hinzu kommt eine Sammlung von Geräuschen, die im Bezug zu den Objekten aufgezeichnet wurden.

In den KW präsentiert Azoulay ihre fotografierten Objekte in der ortsspezifischen Installation „Shifting degrees of certainty”. Die gesammelten Objekte werden um einen Audioguide erweitert, der den Betrachter in die historischen, persönlichen und eigentümlichen Details des Forschungsprozesses der Künstlerin einweiht und dazu einlädt, die Textualität eines jeden Objektes zu entdecken.



Ilit Azoulay: “Shifting degrees of certainty”
Studioprogramm vom 14. September bis 16. November 2014
Eröffnung: Samstag, 13. September 2014, 17.00 bis 22.00 Uhr


KW Institute for Contemporary Art
Auguststr. 69
10117 Berlin



(Foto (c) Ilan Michal)
„Art Works”: Junge israelische Kunst in München
Vom 10. bis 15. September 2014 findet auf Münchens Praterinsel eine bisher weltweit einmalige Ausstellung  junger israelischer Kunst statt: Unter dem Titel „ART WORKS“ präsentieren insgesamt 290 Künstler rund 1000 Kunstwerke aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur und Videokunst.

Lee-More Kohen, Kuratorin der Ausstellung sagt zu diesem außergewöhnlichen Projekt: „Wir haben 1.000 Werke von knapp 300 Künstlern ausgewählt um zu zeigen, dass die Kunst Israels wie in kaum einem anderen Land der Welt von der einzigartigen geopolitischen Lage, dem Zuzug von Menschen aus aller Welt und der Balance zwischen Religion und Demokratie geprägt ist.”



Ausstellung vom 10. bis 15. September 2014

Praterinsel
Praterinsel 3-4
80538 München

(Foto © Ilan Michal)



(Foto (c) Museum Troisdorf) „Das Eigene und das Fremde“ - Illustrationen
„Das Eigene und das Fremde“ - Illustrationen
Vom 6. September bis 5. Oktober 2014 sind israelische und deutsche Illustratoren zu Gast im Museum auf Burg Wissem.

Unter dem Motto „Das Eigene und das Fremde“ werden im Rahmen einer Ausstellung Ergebnisse einer vorangegangenen, circa einjährigen Arbeitsphase präsentiert, in der israelische und deutsche Teilnehmer/innen in engem Austausch miteinander gearbeitet haben.
2013 waren zunächst fünf israelische Illustratoren in Deutschland zu Gast und haben im Bilderbuchmuseum mit fünf deutschen Illustratoren und Illustratorinnen zusammen gearbeitet. Ein Gegenbesuch der deutschen Illustratoren in Israel erfolgte im Frühjahr 2014. Das Ausstellungsprojekt des Troisdorfer Bilderbuchmuseums mit Arbeiten bedeutender israelischer und deutscher Illustrator/innen entstand in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Jens Thiele (Münster) und der Bezalel Akademie in Jerusalem.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog in deutscher, englischer und hebräscher Sprache.



6. September bis 5. Oktober 2014

„Das Eigene und das Fremde“ - israelische und deutsche Illustratoren zu Gast im Museum auf Burg Wissem

Burg Wissem
Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf
Burgallee 1
53840 Troisdorf



(Foto: Filmstill Next to her) Filmfest Hamburg
Filmfest Hamburg
Das Filmfest Hamburg findet vom 25. September bis 4. Oktober statt. Aus Israel sind folgende Filme im Programm:

„Album 61", Regie: Halil Efrat, Israel 2013, 70 min.
Dieser Dokumentarfilm beleuchtet das Leben von Boris Gelfand, dem ersten Israeli, der um den Titel Schach-Weltmeister kämpfte. Seit seinem sechsten Lebensjahr wurde er von seinem Vater akribisch auf diesen Moment vorbereitet.

„Next to Her", Regie: Asaf Korman, Israel 2014, 90 min.
Die 27-jährige Rachel kümmert sich allein um ihre jüngere, geistig-behinderte Schwester Gabby. Als sie Gabby eines Tages in einer betreuten Einrichtung unterbringen muss, gerät ihr Alltag plötzlich aus den Fugen: sie trifft Zohar und verliebt sich in ihn, doch ihre Unfähigkeit eine tiefere emotionale Bindung zu einem anderen Menschen, als ihrer Schwester aufzubauen, stürzt die drei in einen Konflikt.

„Gett”, Regie: Shlomi und Ronit Elkabetz, Israel 2014, 115 min.
Ein Rabbinergericht in Tel Aviv, Israel: Viviane will sich scheiden lassen von Eliyahu, ihrem Mann. Doch der willigt nicht ein. Das israelische Gesetz ist auf Eliyahus Seite: Es verlangt, dass eine Scheidung von einem Rabbiner verhandelt werden muss. Und der Mann kann nicht zur Scheidung gezwungen werden. Gett handelt von Vivianes unermüdlichen Versuchen, ihren Wunsch durchzusetzen. Das Gericht versteht Vivianes Wunsch, aber ihm sind die Hände gebunden. Was wird Eliyahu machen?



Am 28. September 2014, um 19.30 Uhr diskutieren Ronit und Shlomi Elkabetz außerdem im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung mit dem Filmfest Hamburg im Jüdischen Salon am Grindel über ihr Werk sowie das israelische Scheidungsrecht.

Jüdischer Salon am Grindel e.V.
Grindelhof 87
20146 Hamburg




Literatur
  Literaturfestival Berlin:
Assaf Gavron
(Foto: Cover (c) Luchterhand Verlag)
Literaturfestival Berlin: Assaf Gavron
Das Literaturfestival Berlin findet in diesem Jahr vom 10. bis 20. September statt, mit dabei ist der israelische Schriftsteller Assaf Gavron:

Freitag, 19. September 2014, 18.00 Uhr

„Geschichten und Computerspiele, die Leben retten“
Mit Assaf Gavron und Franz Josef Röll, Moderation Tobias Hülswitt

Im Jahr 2007 war der israelische Schriftsteller Assaf Gavron an der Entwicklung des Spiels „Peacemaker“ beteiligt, bei dem die Spieler nach Wegen zum Frieden im Nahostkonflikt suchen müssen. Für „New Level“ entwarf Gavron ein Spiel, bei dem es darum geht, durch das Erzählen, Bewerten und Erinnern von Geschichten Verständigung unter Spielern auf der ganzen Welt zu erzielen. Gesprächspartner Gavrons ist Franz Josef Röll (Universität Darmstadt), der u. a. die pädagogischen Herausforderungen und Potenziale von Computerspielen erforscht.

Ort: Haus der Berliner Festspiele, Bühne am Garten


Freitag, 19. September 2014, 21.00 Uhr

Assaf Gavron: „Auf fremden Land“
Mit: Assaf Gavron, Moderation: Shelly Kupferberg
Etaniel Asis hat sein überschaubares Lebensziel erreicht: Auf einem kleinen Grundstück im Westjordanland hat er endlich genügend Platz, um Kirschtomatensträucher für seine Frau und eine Ziege für die Kinder unterzubringen. Doch aus seinem kleinen Projekt wird bald eine illegale Siedlung, die aus rechtlicher Sicht weder bestehen noch abgerissen werden darf – plötzlich sind die internationalen Medien alarmiert und die Ereignisse überschlagen sich. Gavron erzählt mit satirischem Witz vom großen Ernst der Lage im Nahen Osten.
Ort: Haus der Berliner Festspiele, Bühne am Garten



Haus der Berliner Festspiele
Schaperstraße 24
10719 Berlin



     (Foto (c) Lola Marsh) Israel Showcase beim Reeperbahn Festival in Hamburg
Israel Showcase beim Reeperbahn Festival in Hamburg
Unter dem Motto INTRODUCING ISRAEL 2014 findet am Freitag, den 19. September 2014, im Cowboy und Indianer ein Israel Showcase im Rahmen des Reeperbahn Musikfestivals statt. Sechs Bands aus Israel präsentieren aktuelle Sounds:

Adi Ulmansky
Die Sängerin, Produzentin und Rapperin kommt aus Tel Aviv und gilt als eines der angesagtesten Talente: mit ihrem weichen Gesang, gemischt mit RnB, Electronica und Rap, setzt sie neue Standards in der elektronischen Musikwelt.
www.adiulmansky.com/about

Tamar Antler schreibt und komponiert ihre eigene Musik, mit der sie seit 2012 in Israel auftritt. Ihr Debüt-Album SURREALLIPSTICK wurde im Juni 2014 veröffentlicht. Ihre Musik verbindet verschiedene Einflüsse, die sie inspirieren, zu einem einzigartigen Sound.
www.tamarantler.com/

Buttering Trio
Ihre Musik kombiniert Balladen und Beats auf eine Weise, die den TripHop umdefiniert. Ihr Debüt-Album „Toast“ sorgte auf Anhieb für einiges Aufsehen bei Größen wie Gilles Peterson und Snoop Dogg. Die Mitglieder KerenDun, Rejoicer und Beno Hendler (Balkan Beat Box) lieben es, ihren Sound aus scharfen Synth-Bässen, progressiven Akkorden und unkonventionellen Beats und Vocals zusammen zu setzen.
www.butteringtrio.com/

Isaiah
Die Musik dieser Band kombiniert Elemente der amerikanischen und der griechischen Volksmusik mit nordafrikanischen Einflüssen. Tomer Yeshayahu, Singer-Songwriter, Gitarrist und Bouzouki-Spieler hat die Band gegründet.
www.isaiahmusic.net/

UDK
Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich Uri Brauner Kinrot hierzulande v.a. bekannt von der Band Boom Pam. In diesem Jahr hat er seine Debütalbum „Ouzo Bazooka“ herausgebracht. Der junge Musiker präsentiert freinsten Rock, der an die 70er Jahre erinnert.
www.ubk-music.com/epk

Lola Marsh
Diese Indie-Folk Band wurde von Gil Landau und Yael Shoshana Cohen gegründet. Außerdem gehören ihr Mati Gilad (Bass), Rami Osservaser (Gitarre, Klavier) und Dekel Dvir (Schlagzeug) an.
www.bububooking.ro/en/artisti/read/artist/49/lola-marsh



Israel Showcase beim Reeperbahn Festival in Hamburg
19. September 2014, Beginn ca. 19.00 Uhr

Cowboy und Indianer
Reeperbahn 25
20359 Hamburg



   Israelische Künstler bei den Jüdischen Kulturtagen Berlin

 (Foto: Idan Raichel © Eldad Rafaeli)
Israelische Künstler bei den Jüdischen Kulturtagen Berlin
Bei den Jüdischen Kulturtagen Berlin, die vom 4. bis 14. September 2014 stattfinden, sind auch viele Acts aus Israel im Programm vertreten, u.a. Yasmin Levy und Band, Idan Raichel, Avi Avital, Axum und Avishai Cohen. Zum kompletten Programm folgen Sie bitte dem Link unten – hier ein Auszug:

Samstag, 6. September 2014, 22.00 Uhr
Clubparty im Rocco & Sanny:„Tel Aviv meets Berlin“ mit DJ Rap A Toi (Tel Aviv) und DJ Shicco (Berlin)

DJ Rap A Toi legt zum ersten Mal in Berlin auf und auch die Jüdischen Kulturtage gehen mit dem Mix aus Hip Hop, Funk, Soul und R&B neue Wege. DJ Rap A Toi und DJ Shicco vermitteln hierbei eindrucksvoll Lebensgefühl und Lebensfreude der beiden Trendmetropolen Tel Aviv und Berlin.


Mittwoch, 10. September 2014, 20.00 Uhr
Konzert: „Yasmin Levy & Band“
, Ort: Synagoge Rykestraße

Yasmin Levy, herausragende Interpretin der Ladino-Musik, schlägt bei diesem Konzert eine neue Richtung ein. Analog zu ihrer jüngsten Veröffentlichung „Libertad“ fügt sie auch bei ihrem Bühnenprogramm zum Drama und der Leidenschaft des Flamenco und des argentinischen Tangos die gefühlvollen Rhythmen der türkischen Musik hinzu.


Donnerstag, 11. September 2014, 20.00 Uhr
Konzert: „Idan Raichel – Piano Concert & Guests“
, Ort: Synagoge Rykestraße

Idan Raichel bringt zu diesem Berliner Konzert ausgesuchte Gäste mit, die ihn seit vielen Jahren auf seinem Weg begleiten. Weitere Gaststimmen, wie Countertenor Andreas Scholl und die Kapverdin Mayra Andrade, werden feinfühlig aus dem Off eingespielt. Und gegen Ende mündet die Performance in eine ausgelassene Party mit Hits aus Raichels älterem Repertoire.

Samstag, 13. September 2014, 21.00 Uhr
Konzert: „Avital meets Orlowsky“,
Synagoge Rykestraße

Avital meets Orlowsky – hier treffen zwei Virtuosen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Hier der in Israel aufgewachsene Marokkaner, tief verwurzelt in afrikanischer, israelischer und klassischer Musik, dort der gebürtige Tübinger, der zunächst Schlagzeug lernte, mit 13 zur Klarinette wechselte und sich neben seiner klassischen Ausbildung intensiv mit Weltmusik beschäftigte.

Samstag, 13. September 2014, 22.00 Uhr
Konzert: AXUM
, YAAM Club

AXUM, ein Hip Hop-, Dancehall- und Reggae-Duo bestehend aus Tedross (einem der ersten in Israel geborenen Israelis äthiopischen Ursprungs) und Judah (jemenitischer und marokkanischer Abstammung), verbindet die Wurzeln der Künstler mit den Klängen ihrer gegenwärtigen Lebenswelt. Ihr hoher Energielevel wurde zum Markenzeichen und machte sie zu einem der aufregendsten Live-Acts in Israel und zum begehrten Vorprogramm für internationale Superstars wie Capleton, Beenie Man & Shaggy. Der Auftritt klingt mit einer Aftershowparty von DJ San Gabriel (liveDEMO/Berlin) & Sabbo (Soulico Crew/Tel-Aviv) aus.

Sonntag, 14. September 2014, 20.00 Uhr
Konzert: Avishai Cohen with Strings
, Ort: Synagoge Rykestraße

Cohen, der nicht nur ein fantastischer Musiker ist, sondern auch ein überraschender Performer und großartiger Komponist und Texter, zählt Jazz-Größen wie Chick Corea und Jamie Cullum zu seinen eingefleischten Fans. Dabei wurde seine Liebe zur Musik unter anderem von einem der wichtigsten Komponisten der Klassischen Musik geweckt: Johann Sebastian Bach. So ist sein Konzept von seiner alten Liebe inspiriert, die er mit anderen, ihn prägenden Einflüssen kombiniert. Cohens Ziel ist es, Bestehendes und Neues auf ein neues Level zu heben. Jahrelang hat er an dem Konzept gearbeitet, immer wieder ausprobiert und neu arrangiert, bis es bühnenreif war.

Tickets erhalten Sie in allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie in der:

Literaturhandlung Berlin
Joachimstaler Straße 13
10719 Berlin
Tel.: 030 / 882 42 50

(Foto: Idan Raichel © Eldad Rafaeli)



     (Foto (c) Hadara Levin-Areddy) Konzert-Lesung-Gespräch mit Hadara Levin-Areddy
Konzert-Lesung-Gespräch mit Hadara Levin-Areddy
Am 3. und 5. September ist Hadara Levin-Areddy zu Gast in Köln. Sie gibt hier eine Konzert-Lesung.

Witzig, klug, gefühlvoll: Hadara Levin-Areddy ist als Sängerin wie Autorin eine Ausnahmeerscheinung mit Herzverstand und einer Gabe für berührende Songs. Sie ist Jerusalemerin in achter Generation, Absolventin der NYU, hat Dokumentarfilme und Werbespots produziert, für verschiedene Zeitungen geschrieben und einen Gedichtband veröffentlicht. Mit 37 Jah-ren begann Hadara von heute auf morgen ihre Karriere als Musikerin. Seitdem hat sie 12 Alben und etliche Singles auf Englisch und Hebräisch herausgebracht, die von Folk bis Hip Hop reichen. Mit Charisma und Sinn für Stil, scharfzüngigen Lyrics und samtigen Melodien zählt sie zu den eigenwilligsten Künstlern der israelischen Indie-Szene. Ihr Romandebüt Rage Against the Eclipse, die Aufzeichnungen eines alternden schwulen Rockstars aus Jerusalem, gewann 2014 den Smith Award und ist gerade in Israel erschienen. Hadaras unvergleichliche Shows wirken magisch.

„Words & Music: Hadara Levin-Areddy“ ist ein cross-over-Experiment aus Konzert und Lesung, das Hadara zugleich als einzigartige Musikerin und Autorin vorstellt. Gedichte, Lyrics und Romanauszüge werden in den deutschen Übersetzungen von Gundula Schiffer und Sebastian Schirrmeister gelesen. Das Gespräch, ein wesentlicher Teil der Veranstaltungen, dreht sich um Themen wie: der kreative Prozess, Übersetzungs-Wunder, „Schweiß und Tränen eines echten Künstlers“, Outsider, Tabubrüche, Liebe in schlechten Zeiten, Cross-Gender ‒ und diese völlig verrückte Welt.



Konzert Lesung Gespräch mit Hadara Levin-Areddy
Übersetzungen: Gundula Schiffer & Sebastian Schirrmeister

Mittwoch, 3. September 2014, 20.00 Uhr, Kulturcafé Lichtung, Köln
Freitag, 5.  September 2014, 20.00 Uhr, Die Wohngemeinschaft, Köln



   Electric Zoo
auf Tour

(Foto (c) Electric Zoo)
Electric Zoo auf Tour
Die Band Electric Zoo gibt Ende August / Anfang September Konzerte in Berlin, Hamburg und Chemnitz.

Die Musik der Band ist eine Kombination von Psychedelic, Hard Rock, Funk, Blues und Jazz, ein warmer, lebendiger Retro-Sound, mit festen Rhythmus-Sektionen und mitreißender Energie. Eine der angesagtesten Bands in Israels Indie-Szene und von manchen Kritikern als Israels beste Rock-Band bezeichnet.
Ihr Debütalbum „Diamonds in the Sand“, wurde von Uri "Mixmonster" Wertheim (von der Band The Apples) aufgenommen und gemixt. Das Album wurde, unter Verwendung von Vintage-und Analog-Geräte aus den 60er und den 70er Jahren, in vier Tagen in den Kol HaCampus Studios aufgenommen. Nun stellt die Band dieses Album in Deutschland vor.



Termine:

29. August 2014
Leipzig- TBA

30. August 2014
Chemnitz, Subway to Peter
http://www.subwaytopeter.de/

2. September 2014
Berlin, Madame Claude
http://www.madameclaude.de/

4. September 2014
Hamburg- TBA

5. September 2014
Berlin, St. George
http://www.stgeorg-berlin.com/

6. September 2014
Berlin, White Trash
http://www.whitetrashfastfood.com/



     (Foto (c) Monti Fiori) Monti Fiori auf Tour
Monti Fiori auf Tour
Im September ist die Band Monti Fiori auf Tour in Deutschland.  Die musikalischen Einflüsse der Band aus Tel Aviv reichen von den 50 und 60er San Remo-Classics, festlichen mediterranen Beats bis hin zu sexy italienischem Surf-Rock. Monti Fiori vermischt diese Einflüsse zu einem neuen und einzigartigen Vibe.

Bestimmt von einer Retro-Atmosphäre und einem ausgeprägten Sinn für Ästhetik sind die Live-Shows der Band immer etwas ganz besonderes.
Nach der Veröffentlichung  ihres Debütalbums  „Allegro" und Auftritten auf zahlreichen Bühnen und Festivals in Israel, kommt die Band nun nach Europa.

Monti Fiori:
Itamar Fintzi (Vocals, Melodica); Assa Raviv (Electric Guitar); Or Edry (Bass Guitar); Ira Raviv (Drums); Omri Behr (Keyboards)
  


Termine:

3. September 2014
Berlin, Badehaus Szimpla

4. September 2014
Hannover, Feinkost Lampe

5. September 2014
Kassel, Arm Hoffest

6. September 2014
Dortmund, Musiktheater Piano

7. September 2014
Frankfurt, 25 Hours Hotel

8. September 2014
Köln, Sonic Ballroom

10. September 2014
Karlsruhe, KOHI



Heavy Metal Oper: „The Story of Abraham"

(Foto (c) Landestheater Schwaben)
Heavy Metal Oper: „The Story of Abraham"
Das Landestheater Schwaben bringt ab 26. September mit „The Story of Abraham“ eine Heavy Metal Oper zur Aufführung. Die Oper entstand in Kooperation mit Kobi Fahri, dem Leadsänger der bekannten israelischen Band „Orphaned Land“.

Vier umjubelte Heavy-Metal-Opern hat Walter Weyers bis 2006 auf die Bühne gebracht. Nun kehrt das Genre auf die Bühne zurück und erzählt die biblische Geschichte Abrahams auf ungewohnte Weise: Alle drei Offenbarungsreligionen, Christentum, Judentum und Islam, berufen sich auf das sogenannte Alte Testament. Die Heavy-Metal-Oper erzählt die Geschichte des Urvaters Abraham und seiner beiden Söhne, Isaak und Ismael. Die Musik stammt von den berühmten israelischen Bands „Orphaned Land“ und „Amaseffer“.

Mit der biblischen Geschichte des Abraham und seiner Söhne knüpft das Landestheater Schwaben an den großen Erfolg der Heavy-Metal-Operntrilogie an, die zwischen 1998 und 2003 in Zusammenarbeit mit David Defeis von der Gruppe „Virgin Steele“ lief.



Ab 26. September 2014

Landestheater Schwaben
Theaterplatz 2
87700 Memmingen

(Foto © Landestheater Schwaben)




     Avishai Cohen with Strings bei den Leipziger Jazztagen
Avishai Cohen with Strings bei den Leipziger Jazztagen
Der israelische Kontrabassist, Sänger und Komponist Avishai Cohen eröffnet am 11. September die 38. Leipziger Jazztage mit seinem neuen Projekt, das orientalische Melodien auf lyrischen und ganz feinen Jazz treffen lässt.

Avishai Cohen ist nicht nur in israelischer Folklore und der New Yorker Jazzszene zuhause, sondern auch in der Klassik – sein Jazztrio wird im Leipziger Opernhaus zum Auftakt des Jazzfestivals um ein Streichquartett und eine Oboe ergänzt.

Avishai Cohen (b, voc), Nitai Hershkovits (p), Daniel Dor (dr), Cordelia Hagmann (v), Amit Landau, Noam Haimovitz Weinschel (va), Yael Shapira (vc, voc), Yoram Lachish (ob)
  


Donnerstag, 11. September 2014, 19.30 Uhr

Opernhaus Leipzig
Augustusplatz 12
04109 Leipzig

(Foto: Avishai Cohen (c) Lucille Reboyz)



(Foto: Galil Trio (c) Tim Deussen) Konzerte im Jüdischen Museum Berlin
Konzerte im Jüdischen Museum Berlin
Der diesjährige Kultursommer im Jüdischen Museum in Berlin steht unter dem Motto „Israelis in Berlin“ und widmet sich damit erstmals den schätzungsweise 20.000 Israelis in der Hauptstadt. Im September stehen zwei Konzerte auf dem Programm:

13. September 2014, 18.00 – 20.00 Uhr
Galil Trio


Das Galil Trio sind drei in Berlin lebende israelische Musiker – die Cellistin Noa Chorin, der Klarinettist Nur Ben-Shalom und der Pianist Daniel Seroussi.
Alle drei sind Absolventen der Musikhochschule „Hanns Eisler“ und haben ihre musikalische Meisterschaft bereits durch zahlreiche Preise, Stipendien und Konzerte mit berühmten Klangkörpern unter Beweis gestellt; darunter das West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim, das Moscow Symphony Orchestra und die Berliner Philharmoniker.

Das Programm des 2013 gegründeten Galil Trios schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft von Israelis und Juden, die in Deutschland leben und arbeiten. An diesem Abend wird das Publikum zu einer ganz besonderen (Zeit-)Reise eingeladen: von der Musik von Carl Goldmark und Carl Frühling, zwei der bedeutendsten Komponisten Wiens bis zum Jahr 1938, über Joachim Stutschewsky, der in der Ukraine geboren und nach Israel emigrierte, bis hin zu dem heute in Berlin lebenden israelischen Komponisten Lior Navok.

Neben dem konzertanten Teil werden Texte jüdischer und israelischer Schriftsteller rezitiert, die für die Musiker in besonderer Verbindung mit ihrer Arbeit an den Stücken stehen.

Musik und Text mit Noa Chorin (Cello), Nur Ben-Shalom (Klarinette), Daniel Seroussi (Piano) und Oliver Brod (Sprecher)

21. September 2014, 11.00 – 13.00 Uhr
Tal Balshai (Piano)


Tal Balshai - Pianist, Komponist und Arrangeur, studierte klassisches und Jazz-Klavier in Jerusalem, Tel-Aviv, New York und Berlin. Er spielte mit namhaften Sängern u.a. bei den Salzburger Festspielen, in den Staatsopern Berlin und Hamburg, an der Scala Mailand und dem Teatro Real in Madrid. Sein besonderes Interesse gilt den 1933 aus Deutschland vertriebenen jüdischen Künstlern. Mit dem Opernstar Angela Denoke erarbeitete er einen Kurt-Weill-Abend und ein Programm über Berliner Filmkomponisten aus den 20er und 30er Jahren. Für Dagmar Manzel arrangierte er Werner Richard Heymann- und Hanns-Eisler-Programme.

Der in Jerusalem geborene Komponist und Pianist Tal Balshai widmet sich auf seiner neuen CD dem Klang der großen Stadt und den Geschichten der kleinen Leute darin. Jedes Lied erzählt ein Stück Berlin - seien es ein paar Zeilen eines Fremden, der Wind, der nachts durch die Straßen streift oder die Suche nach Sinn, der uns alle verbindet. So entstand ein Soundtrack der Stadt mit allen Kulturen, die sich hier treffen - Neue Berliner Lieder.

Mit den Sängerinnen Stella Maria Adorf, Yvonne Ambrée, Yamil Borges, Sibel Eğilmez, Elke Querbeet und Djatou Touré.
  


Die Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt im Museumsgarten statt (bei schlechtem Wetter im Glashof).

(Foto: Galil Trio © Tim Deussen)



Tanztheater International Hannover

 (Foto:L-E-V, House©Gadi Dagon)
Tanztheater International Hannover
Vom 4. bis 13. September 2014 findet in Hannover das Festival Tanztheater International statt. In diesem Jahr sind einige Produktionen aus Israel eingeladen. Gleich zu Beginn eröffnet Sharon Eyal mit ihrer Tanz-Company L-E-V das Festival:

Donnerstag, 4. September 2014, 20.00 Uhr
Freitag, 5. September 2014, 20.00 Uhr


L-E-V / Sharon Eyal & Gai Behar: House (Deutsche Erstaufführung)
Ort: Orangerie Herrenhausen

Wie faszinierende Wesen aus anderen Sphären bewegen sich die Tänzerinnen und Tänzer der jüngst von Sharon Eyal und Gai Behar gegründeten Tanzkompanie „L-E-V“, hebräisch für „Herz“. In einem futuristischen Lichtdesign erscheinen die sieben - darunter auch Eyal selbst – unwirklich und wie von einer unsichtbaren Kraft beseelt. Ihr mit mathematischer Präzision getanztes Bewegungsvokabular scheint keine Einschränkungen zu kennen und ist von fremdartiger Schönheit geprägt. Eyal, langjährige Tänzerin und Choreografin der weltberühmten Batsheva Dance Company, und Gai Behar als Rave-erfahrener Co-Choreograf, haben gemeinsam eine einzigartige Tanztechnik entwickelt, die im Zusammenspiel mit den mitreißenden Beats den Blick bis zur letzten Minute fesselt: Im einen Moment scheinbar unnahbar, versprüht das in körpernahe Unisex-Kostüme von Ma’ayan Goldman gehüllte Ensemble im nächsten Moment unwiderstehliche, sinnliche Anziehungskraft.

Choreografie: Sharon Eyal, Gai Behar; Tanz: Gon Biran, Sharon Eyal, Rebecca Hytting, Leo Lerus, Douglas Letheren, Keren Lurie Pardes, Dominic Santia; Musik: Ori Lichtik; Licht: Avi Yona Bueno; Kostüme: Ma’ayan Goldman (Dauer ca. 55 Min.).

Eine kürzere Version von „House” war ursprünglich eine Auftragsarbeit für die Batsheva Dance Company. Sharon Eyal ist Mitglied der Israeli Choreographers Association.

Samstag, 6. September 2014, 20.00 Uhr

Niv Sheinfeld & Oren Laor: Ship of Fools, Dauer ca. 60 min.
Ort: Orangerie Herrenhausen

Inspiriert von Sebastian Brants mittelalterlicher Moralsatire „Das Narrenschiff“, haben der Tänzer Niv Sheinfeld und der Schauspieler Oren Laor aus Israel eine schwarzhumorige Choreografie realisiert. Wie auch beim damals äußerst populären Werk Brants, werden hier mit sehr unterschiedlichen Charakteren die Gemüter bewegt: da gibt es den athletischen Sascha Engel, die amazonenhafte Anat Grigorio und den schmalen Uri Shafir. Alle drei sind charismatische Darstellerinnen und Darsteller, die mit ihrem eigenen Bewegungsvokabular verschiedenster Prägung auf der Bühne Raum für sich beanspruchen. Ein Zusammenkommen ist schwer, bleibt aber nicht aus: In tänzerisch brillanten Szenen, die zwischen erheiternd und ernüchternd oszillieren, geht es um Zwischenmenschliches. Kontaktsuche, Abgrenzung und der Umgang mit Macht sind nur einige Aspekte dieser vielschichtigen und unter die Haut gehenden Auseinandersetzung mit sozialen Gegebenheiten.

Choreografie/ Leitung: Niv Sheinfeld & Oren Laor; Darsteller/ Künstlerische Mitarbeit: Sascha Engel, Anat Grigorio, Uri Shafir; Musik: ABBA, Didi Erez, Michael Jackson, Pet Shop Boys; Kostüme: Inbal Lieblich; Lichtdesign: Netta Koren.

Anschließend ca. 21.30 Uhr

Hillel Kogan: We love Arabs, Dauer ca. 35 min.

Eine der angesehensten Tanzkritikerinnen Israels bezeichnete „We Love Arabs“ als „das brillanteste choreografische Abenteuer“, das sie seit Jahren erlebt habe - „witzig, provokativ, politisch und urkomisch“. Das Duett von Hillel Kogan für sich und einen arabischen Tänzer beschäftigt sich mit dem Entstehungsprozess einer Choreografie, bei der es thematisch um die verschiedenen Identitäten gehen soll. Kogan lässt seinen Tänzer und das Publikum hierbei an seinen umtriebigen Gedanken – und seinem eindrucksvollen Bewegungsrepertoire - teilhaben und verteilt dabei ganz beiläufig auch die eine oder andere Spitze in Richtung Tanzwelt und Politik. Seine Mittel hierfür sind scharfsinnige Beobachtung, sein tänzerisches wie auch schauspielerisches Können und sein ausgeprägtes Gefühl für Situation und Raum. Mit „We Love Arabs“ ist ihm so eine garantiert ironisch-unterhaltsame und zugleich zum Nachdenken anregende Arbeit gelungen. (Vorstellung in Hannover in englischer Sprache)

Choreografie: Hillel Kogan; Tanz: Adi Boutrous, Hillel Kogan; Musik: Kazem Alsaher, Wolfgang Amadeus Mozart; Künstlerische Beratung: Inbal Yaacobi, Rotem Tashach.

Premiere bei Intimadance Events 2013, Tmuna Theater, Tel Aviv
Hillel Kogan ist Mitglied der Israeli Choreographers Association.


Mittwoch, 10. September 2014, 20.00 Uhr

The Vertigo Dance Company: Vertigo 20 (Deutsche Erstaufführung), Dauer ca. 50 min.
Ort: Orangerie Herrenhausen

In ihrer aus verschiedenen Handlungsfäden gesponnenen Choreografie „Vertigo 20“ akzentuiert Noa Wertheim virtuose Bewegungen mit einer Prise Humor. Dabei sind die zwölf Tänzerinnen und Tänzer ständig in Aktion: Mit ausschweifend-geschmeidiger Körpersprache lassen sie einen hochenergetischen Bilderreigen entstehen, den die Choreografin mit einem Hauch von mitschwingender Melancholie belegt. Im Zusammenspiel mit Ran Bagnos Musikkomposition schafft „Vertigo 20“ auch Raum für Poesie und lädt ein in ganz verschiedene Stimmungsräume. Surreales trifft auf intime Episoden zu zweit, luftigleichte Sprünge in der Gruppe treffen auf ruhige Momentaufnahmen. Noa Wertheim hat mit ihrer 1992 zusammen mit dem Choreografen Adi Sh’aal gegründeten Vertigo Dance Company israelische Tanzgeschichte geschrieben. „Vertigo 20“ wirft nun einen Blick zurück: Ein Parcours durch Wertheims künstlerisches Schaffen der letzten 20 Jahre, der die zahllosen Facetten ihrer Arbeit zum Funkeln bringt.

Choreografie: Noa Wertheim; Assistenz Choreografie: Rina Wertheim Koren; Tanz und künstlerische Mitarbeit: Dorry Aben, Micah Amos, Yael Cibulski, Ron Cohen, Alon Karniel, Gil Kerer, Yuval Lev, Tomer Navot, Sian Olles, Marija Slavec, Eyal Vizner, Emmy Wielunski; Musik: Ran Bagno; Lichtdesign: Dan Fishof – Magenta; Bühnenbau: Yigal Gini; Kostüme & Bühnendesign: Rakefet Levy - School of Theatrical Design; Grafisches Design: Dorit Talpaz; Fotografie: Gadi Dagon; Kameramann: Elad Debi

„Vertigo 20” ist eine Produktion der Vertigo Dance Company in Co-Produktion mit und in Auftrag gegeben von der Fondazione Campania dei Festival - Teatro Festival Italia, Napoli



Orangerie Herrenhausen
Herrenhäuser Str. 3
30419 Hannover

(Foto:L-E-V, House © Gadi Dagon)




(Foto: Ship of Fools (c) Gadi Dagon) Niv Sheinfeld und Oren Laor im Pumpenhaus in Münster
Niv Sheinfeld und Oren Laor im Pumpenhaus in Münster
Im September sind Niv Sheinfeld und Oren Laor - neben dem Festival Tanztheater International in Hannover - zu Gast im Pumpenhaus in Münster. Sie zeigen hier vom 4. bis 7. September „Ship of Fools“,  „Big Mouth“ und „Two Room Apartment“.

4. September 2014, 20.00 Uhr
„Ship of Fools”


„Ship of Fools” nennen Niv Sheinfeld und Oren Laor ihr poetisches, brutales Tanz- und Performancetheater und beziehen sich auf Sebastian Brants 1494 veröffentlichte Moralsatire „Das Narren Schyff”. Und wie beim mittelalterlichen Vorbild changieren Humor und Tragik federleicht von einem Gefühlszustand zum anderen.

5. September 2014, 20.00 Uhr
„Big Mouth”


„Big Mouth“ erkundet den Konflikt zwischen individueller Identität und dem Kollektiv. Die Choreografen wirbeln hinein in einen Marsch, der auf den Schritten eines israelischen Volkstanzes beruht. Die Performer sind gefangen in dem Wunsch, Teil des Systems zu werden, und zugleich ihren eigenen Bedürfnissen zu folgen.

7. September 2014, 20.00 Uhr
„Two Room Apartment”


Zwei Felder markieren zwei Zimmer und einen gemeinsamen Lebensraum. Niv Sheinfeld  und Oren Laor, ein Paar im Leben und auf der Bühne, schreiten ihre Beziehung ab. Gnadenlos minimalistisch und frappierend körperlich umklammern, entblößen, streiten, bekämpfen und lieben sie sich. In ihrer eigenen Fassung von Nir Ben Gals und Liat Drors „Two Room Apartment“ (1987) betreiben sie tänzerische Selbsterforschung und übertreten dabei herausfordernd naturalistisch die Grenzen zwischen Performance und Privatheit, zwischen künstlerischem „Material“ und authentischem Verhalten.



Theater im Pumpenhaus
Gartenstraße 123
48147 Münster

(Foto: Ship of Fools © Gadi Dagon)

ZUr Homepage

THEATER

LoLL Festival im ACUD Berlin
(Foto: Rotkäppchen (c) Fyodor Makarov)
LoLL Festival im ACUD Berlin
Vom 18. bis 21. September 2014 findet im Theater ACUD in Berlin das LoLL Festival statt. Insgesamt vier verschiedenen Shows für unterschiedliche Altersgruppen stehen auf dem Programm:

Termine: 20. September, 16.00 und 18.00 Uhr
„Ah-choo!", von und mit: Losha Gavrielov (Dauer ca. 45 Min., geeignet für Kinder ab 3 Jahren)


„Ah-choo“ ist ein Stück für Kinder, eine Clown-Show ohne Worte. Ein Clown bekommt eine Erkältung und kann nicht, wie sonst üblich, fischen gehen. Im Verlauf des Stücks lernt er - natürlich verbunden mit zahlreichen Hindernissen - auf sich selbst zu achten und gesund zu werden. Eine sehr unterhaltsame Show, die sowohl Kinder als auch Erwachsene zum Lachen bringt.


Termin: 20. September, 12.00 Uhr
„Rotkäppchen”, von und mit: Fyodor Makarov (Dauer 45 Min., geeignet für Kinder ab 4 Jahren)

Die berühmte Geschichte wird als Einpersonenstück ohne Worte, aber mit jeder Menge Witz und unerwarteten Details erzählt.


Termine: 21. September, 12.00 und 16.00 Uhr
„That Round Thing”, von und mit: Fyodor Makarov und Losha Gavrielov (Dauer 45 Min., ab 4 Jahren)

Ein Stück über zwei Freunde, die an den Strand gehen und aus Versehen die Sonne in das Meer fallen lassen. Um die Welt vor der völligen Dunkelheit zu retten, begeben sich die beiden auf eine Reise über den Ozean, auf der Suche nach der Sonne, die sie am Ende zufällig auf einer Insel wiederfinden.


Termine: 18. und 21. September, jeweils 21.00 Uhr  
„The One Thing Show“, Von und mit: Vitaly Azarin (Dauer 1 Stunde)

Anhand eines einzelnen Objekts, das für verschiedene Dinge stehen kann, wird eine sehr phantasievolle Geschichte erzählt.


Termine: 19. und 20. September, jeweils 21.00 Uhr
„Baby Faust”, von und mit: Fyodor Makarov (Dauer 1 Stunde)

Ein Clown-Stück über das Theater und Vaterschaft: ein junger Mann ist allein zuhause und müht sich mit einem neugeborenen Baby, als plötzlich das Telefon klingelt. Ein Theater bietet ihm die Hauptrolle in Faust an – eine einmalige Gelegenheit. Die Proben beginnen sofort im Kinderzimmer. Schrittweise überlagert das Stück die Realität und es kommt zu einem überraschenden Ergebnis.



ACUD Berlin
Veteranenstr. 21
10119 Berlin

(Foto (c) Acud)




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