Mittwoch, 04.07.2012
 
 
Ergebnisse der Plesner-Kommission
 


Yohanan Plesner (Foto:O.Zwigenberg)

Yohanan Plesner, Vorsitzender der Kommission, die beauftragt war, Empfehlungen auszuarbeiten, die das derzeitige Tal-Gesetz ersetzen könnten, stellte heute Morgen die Ergebnisse der in der Zwischenzeit aufgelösten Kommission vor.
Unter anderem wurde empfohlen, eine Beteiligung von 80 Prozent der ultra-orthodoxen Bevölkerung im Militär- und Zivildienst innerhalb der nächsten vier Jahre anzustreben.

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Wir werden nicht aufgeben
Israelis müssen ihre Fantastereien über Ultra-Orthodoxe aufgeben

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(Bank Israel, 04.07.12)



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Präsident Peres und Ministerpräsident Netanyahu gratulieren USA zum Unabhängigkeitstag


Präsident Shimon Peres nahm gestern in der Residenz des US-Botschafters an einem Empfang anlässlich des 236. Unabhängigkeitstages der Vereinigten Staaten teil.

 

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Der JNF-KKL feiert seinen 110. Geburtstag: Mazal tov!

Der 110. Geburtstag des Jüdischen Nationalfonds wurde mit einem Festakt in Berlin gefeiert.


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Ergebnisse der Plesner-Kommission

Yohanan Plesner, Vorsitzender der Kommission, die beauftragt war, Empfehlungen auszuarbeiten, die das derzeitige Tal-Gesetz ersetzen könnten, stellte heute Morgen die Ergebnisse der in der Zwischenzeit aufgelösten Kommission vor. Unter anderem wurde empfohlen, eine Beteiligung von 80 Prozent der ultra-orthodoxen Bevölkerung im Militär- und Zivildienst innerhalb der nächsten vier Jahre anzustreben, sowie individuelle Strafen für all jene, die keinen Pflichtdienst leisten. (…)


Ultra-orthodoxe Juden vor einer Militäreinrichtung (Foto:Z.Tishler)

Die Kommission empfiehlt das Prinzip „Pflichtdienst für alle“, das für die ultra-orthodoxe und später für die israelisch-arabische Bevölkerung gelten solle. (…)

Es solle verschiedene Angebote als Pflichtdienst für ultra-orthodoxe Männer geben, wobei es in der persönlichen Verantwortung jedes einzelnen stehe, diesen Dienst zu leisten. Eine Nichtableistung solle strafrechtlich verfolgt werden und/oder den Verlust möglicher staatlicher Zuwendungen nach sich ziehen.  (…)

Außerdem empfiehlt die Kommission, die Dauer des Pflichtdienstes für ultra-orthodoxe Männer auf 24 Monate zu verkürzen. Gegenwärtig müssen Männer einen 3-jährigen Armeedienst ableisten. Ein Zivildienst solle auf 18 Monate verkürzt werden.

(JPost, 04.07.12)

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Wir werden nicht aufgeben
Ein Kommentar von Itai Ben Horin

(…) Vor zwei Monaten gaben Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und der stellvertretende Ministerpräsident Shaul Mofaz die Einsetzung einer Kommission unter Leitung des Knesset-Abgeordneten Yohanan Plesner bekannt, die beauftragt war, eine Alternative für das Tal-Gesetz zu finden. Die meisten Reaktionen waren zynisch. Viele sagten eine Verteilung der Belastung stehe nicht weit oben auf der Agenda Netanyahus und Mofaz würde alles tun, um seine politische Position zu halten. Sie haben prophezeit, dass sich nichts ändern würde und wir einem Tal-Gesetz 2 entgegensteuern werden. (…)

In den vergangenen Wochen ist das Thema hin und her gegangen, aber als der Moment der Wahrheit kam, entschied sich Netanyahu, sich auf die Seite der Ultra-Orthodoxen und Wehrdienstverweigerer zu schlagen. Ein Gesetz ohne Strafen (oder genauer genommen ein Gesetz das jenen Vergünstigungen vorenthält, die jenen, die sowieso dienen, gar nicht erst angeboten wird) ist kein Gesetz, und ein Gesetz ohne eine Höchstquote an Ausnahmen ist nur ein Tal-Gesetz 2.

Es ist wichtig zu verstehen, dass wir, jenseits der Spielereien und politischen Tricks, von einem Gesetz reden, das unsere Zukunft sichern soll. (…)

Der vollständige Kommentar findet sich unter folgendem Link in englischer Sprache http://www.israelhayom.com/site/newsletter_opinion.php?id=2171 

(Israel HaYom, 03.07.12)
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Israelis müssen ihre Fantastereien über Ultra-Orthodoxe aufgeben

Ein Kommentar von Donniel Hartman

Oberflächlich betrachtet geht es bei der Frage eines verpflichtenden Militärdienstes für die bislang davon ausgenommene ultra-orthodoxe Gemeinschaft um Gleichheit. Alle Bürger dürfen nicht nur die Leistungen und Unterstützungen, die die Gesellschaft bietet, in Anspruch nehmen, sondern sie müssen auch gerecht verteilt ihre Kosten und Pflichten tragen. Ich glaube allerdings, dass der Kern der Debatte tiefer geht. Es geht nicht um Gleichheit, sondern um Identität – die Identität Israels als ein jüdischer Staat.

Wenn man einmal vom ultra-orthodoxen Gefühl der Entfremdung vom zionistischen Unterfangen absieht – eine Entfremdung, die stetig und dramatisch in den letzten zwei Jahrzehnten abgenommen hat – ist die grundsätzliche Position der ultra-orthodoxen Gesellschaft von zwei zentralen Werten bestimmt. Der erste ist, dass das Studium der Thora alles übertrifft – dass das jüdische Überleben, sowohl physisch als auch spirituell, in jeder Generation von einer kleinen Elite getragen wird, die den Vorrang der Thora und ihres Studiums anerkennt. Der zweite ist, dass der Schlüssel zum jüdischen Überleben abhängig ist von der Isolation von, eher als der Integration in, die moderne Welt. Für die ultra-orthodoxe Gemeinschaft ist die Entfremdung von Israel nicht das Ergebnis eines Versagens, den Ansprüchen der jüdischen Lehre gerecht zu werden, sondern eher die Tatsache, dass Israel eine Gesinnung postuliert, die diese beiden Werte ablehnt. Daraus resultierend ist ihre heilige Aufgabe nicht, den Staat zu verändern, sondern zumindest auch weiterhin als grundlegende Kraft das jüdische und israelische Überleben sicherzustellen. (…)

Der Autor ist Rabbiner und Präsident des Shalom Hartman Institute of Jerusalem und Director of the Institute’s Engaging Israel Project.

Der vollständige Kommentar findet sich unter folgendem Link in englischer Sprache: http://blogs.timesofisrael.com/israelis-must-forgo-fantasies-about-the-ultra-orthodox/

(Times of Israel, 03.07.12)


Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder, sondern bieten einen Einblick in die politische Diskussion in Israel.

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Präsident Peres und Ministerpräsident Netanyahu gratulieren USA zum Unabhängigkeitstag
Präsident Shimon Peres nahm gestern in der Residenz des US-Botschafters an einem Empfang anlässlich des 236. Unabhängigkeitstages der Vereinigten Staaten teil.


Präsident Shimon Peres bei einer Rede (Foto:Archiv)

Peres gratulierte dem Land in seiner Rede. Er thematisierte dabei auch das iranische Regime, das „die größte Gefahr für den Weltfrieden darstellt“. Er fügte hinzu: „Ich bin überzeugt, dass Präsident Obama in dieser Frage standhaft wie ein Löwe sein wird.“

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu ließ sich wegen einer Sportverletzung entschuldigen. Er sandte ein Grußwort per Video an Präsident Obama und das amerikanische Volk gerichtet.

Das Video kann hier angesehen werden: http://bit.ly/4thofjuly_israel

(Ynet, 03.07.12)
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Der JNF-KKL feiert seinen 110. Geburtstag: Mazal tov!

Auf Einladung des Jüdischen Nationalfonds (JNF-KKL e.V.) unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, kamen gestern Abend zahlreiche Gäste in das Berliner "Rote Rathaus", um bei einem Festakt den 110. Geburtstag Israels ältester und größten Umweltorganisation zu begehen. Seit seiner Gründung, noch vor der Staatsgründung Israels, steht Aufforstung, Wasserwirtschaft, Erholung und Freizeit, Erziehung sowie Forschung und Entwicklung von Galiläa im Norden über den Negev bis zum Roten Meer im Süden, im Fokus seiner Arbeit. “Die Wüste in einen blühenden Garten zu verwandeln, die Herrichtung des Bodens, das Anlegen von Gärten und Wäldern, die fachgerechte Bewässerung – das übersteigt die Kapazität des Staates. Ein so grandioses Unternehmen verlangt den umfassenden, konzentrierten Einsatz des ganzen Volkes – und dessen bestes Instrument zur Entwicklung der Wüste ist der JNF-KKL,“ so David Ben-Gurion seinerzeit.

Nach der Begrüßung durch Staatssekretärin Hella Dunger-Löper, die die engen und vertrauensvollen Beziehung Berlins mit Israel in städte-, hochschul- und schulpartnerschaftlichem Bereich und insbesondere Tel Aviv auf kultureller und umweltpolitischer Ebene betonte, folgten Grußreden von dem israelischen Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, der KKL-Vizepräsidentin Sarah Singer und dem eigens aus Israel angereisten Weltpräsidenten des KKL, Efi Stenzler, bevor Sharon Brauner und Band das Publikum mit ihrem Musikprogramm bezauberten.


v.l.n.r. Beni Bloch (Präsident des KKL Deutschland), Yakov Hadas-Handelsman (Botschafter Israels), Efi Stenzler (Weltpräsident des KKL), Sarah Singer (Vizepräsidentin des KKL)

In seiner Grußansprache betonte Botschafter Yakov Hadas-Handelsman die große Bedeutung des Themas Wassers im Nahen Osten: „ (…) Wir alle wissen: Ohne Wasser geht es nicht. Ohne Wasser werden unsere Bäume ihr Grün schnell verlieren. Ohne Wasser wird unser Traum, die Wüste zum Blühen zu bringen, ein Traum bleiben. Und wenn wir das Thema Wasser nicht entschlossen angehen, dann wird auch der Frieden in unserer Region nicht Realität werden.

Der KKL hilft hier mit konkreten Projekten. Über zweihundert Wasserreservoire sind mit seiner Hilfe bereits entstanden. Diese können bis zu 260 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr ansammeln, das vor allem für die Landwirtschaft dringend benötigt wird.

Im Jahr 2010 konnte bereits die Hälfte des Wasserbedarfs der israelischen Landwirtschaft aus den Wasserreservoiren gedeckt werden, die der KKL im ganzen Land gebaut hat.


Wasserreservoir Yatir im gleichnamigen Wald (Foto:KKL)

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Wassergewinnung ist die Klärung von Brauchwasser. Auch hier leistet der KKL bereits seit den 1990er Jahren Pionierarbeit.

Pionierarbeit ist dies nicht nur für Israel. Die im Land entwickelten Technologien finden weit darüber hinaus international Anerkennung und Verwendung. "Unser Traum ist, dass sie eines Tages auch in unseren Nachbarländern angewendet werden, die ähnliche klimatische Voraussetzungen haben wie wir und für die das Thema Wasser daher ähnlich drängend ist. (…)“, so der Botschafter.

Sarah Singer stellte die verschiedenen ökologischen Forschungs-, Entwicklungs- und Hilfsprojekte des KKL vor allem in Afrika und Indonesien vor, aber auch Gemeinschaftsprojekte zur Rettung des Manitoba-Sees in Kanada, ein Waldentwicklungsprojekt in der Türkei oder Projekte mit der Deutschen Stiftung Umwelt.

Der jüdischen Maxime des "Tikkun Olam" folgend ist es der Anspruch des KKL, unentgeltlich ökologische Entwicklungsarbeit und entsprechenden Wissenstransfer zur Verfügung zu stellen, um so einen Beitrag zur Gestaltung der Zukunft und zum Wohl aller zu leisten. Ein besonderer Dank wurde allen Unterstützern und Spendern des KKL ausgesprochen, die diese Arbeit des KKL durch ihre Spenden seit 110 Jahren ermöglichen.


Angelegter Mischwald von Sataf (Foto:KKL)

Efi Stenzler verwies auf die globale Mission des KKL, indem er betonte, dass der KKL, als größte und grünste Organisation weltweit die Brücke zwischen den Ländern dieser Welt und der gemeinsamen Zukunft darstellen möchte: „Wir haben einen Gott, wir haben einen Globus, und wir brauchen Frieden und eine gesunde Umwelt – für alle.“

Zur Website des JNF-KKL: http://www.jnf-kkl.de/

(Text und Fotos: Botschaft des Staates Israel, 04.07.12)

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