Mittwoch, 05.10.2011
 
 
Chemie Nobelpreis geht nach Israel
 

Daniel Shechtman, Foto: Technion

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den israelischen Forscher Daniel Shechtman. Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften (RSAS) in Stockholm heute bekannt.

Die Akademie zeichnet den Wissenschaftler für seine Entdeckung von „Quasikristallen“ aus. Shechtmans Entdeckung von 1982 habe den Blick der Chemie auf feste Materie grundlegend geändert, so die Begründung.

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(Bank Israel, 04.10.11)



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Land ohne Frieden


Kommentar zum Friedensprozess von Charles Krauthammer

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Trauer um Hanan Porat


Ministerpräsident Netanyahu hat tiefe Trauer über den Tod des ehemaligen Knessetabgeordneten Hanan Porat bekundet.

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Israelische Frau auf der „Fortune“-Liste

Efrat Peled (37) steht auf der „Fortune“-Liste der 50 mächtigsten Geschäftsfrauen.
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ZAHAL umsorgt Holocaust-Überlebende

Hunderte Soldaten und Offiziere haben sich mit der „Foundation for the Benefit of Holocaust Victims“ in Israel zusammengeschlossen.
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Chemie Nobelpreis geht nach Israel

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den israelischen Forscher Daniel Shechtman. Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften (RSAS) in Stockholm heute bekannt.

Die Akademie zeichnet den Wissenschaftler für seine Entdeckung von „Quasikristallen“ aus. Shechtmans Entdeckung von 1982 habe den Blick der Chemie auf feste Materie grundlegend geändert, so die Begründung.

„Entgegen der Annahme, dass Atome in Kristallen in symmetrischen Mustern angeordnet sind, bewies Shechtman, dass die Atome auch in Mustern angeordnet sein können, die sich niemals wiederholen“, erklärte die RSAS.


Atommodell eines Ag-Al-Quasikristalls, Foto: Wikipedia

„Seine Entdeckung war äußerst kontrovers. Bei der Verteidigung seiner Ergebnisse wurde er sogar aufgefordert, seine Forschungsgruppe zu verlassen. Jedoch zwang sein Kampf die Wissenschaft letztendlich dazu, ihre Wahrnehmung von Materie grundlegend zu überdenken.“

Shechtman (70) forscht am Technion in Haifa. Nach Bekanntgabe seiner Auszeichnung sagte Shechtman: „Es fühlt sich großartig an.“

Die höchste Auszeichnung für Chemiker ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert.

Vor Shechtman wurden bereits neun Israelis mit Nobelpreisen ausgezeichnet: Shmuel Yosef Agnon (Literatur), Menachem Begin, Yitzhak Rabin und Shimon Peres (Frieden); Avram Hershko, Aaron Ciechanover and Ada Yonath (Chemie); Robert Aumann und Daniel Kahneman (Wirtschaft).

(Ynetnews, 05.10.11)

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Land ohne Frieden – Warum Abbas zur UN gegangen ist


Von Charles Krauthammer

Während es für die westlichen Mächte diplomatisch eher unangenehm war, so erlangte Mahmud Abbas‘ Versuch, von den UN einen palästinensischen Staat anerkennen zu lassen, doch auch breite Sympathien. Denn schließlich stellt sich die Frage, welche Wahl er denn hatte? Laut dem anerkannten Narrativ ist Frieden im Nahen Osten unmöglich, da Israels derzeitige Hardliner-Likud-Regierung sich weigert, einen palästinensischen Staat anzuerkennen und weiter Siedlungen baut.

Es ist bemerkenswert, wie diese schwerwiegende Verdrehung der Wahrheit zur gängigen Meinung wurde. In der Tat hat Netanyahu seine vom Likud geführte Koalition von der offenen Anerkennung eines palästinensischen Staates überzeugt und somit Israels ersten nationalen Konsens in der Zwei-Staaten-Lösung geschaffen. Er ist ebenso der erste Ministerpräsident, der einem Siedlungsmoratorium zugestimmt hat – zehn Monate – etwas, das keine Labor- oder Kadima-Regierung jemals getan hat.

Abbas boykottierte trotzdem in den ersten neun Monaten des Moratoriums die Gespräche und reagierte erst im zehnten Monat. Er verließ den Verhandlungstisch jedoch umgehend, als das Moratorium kurze Zeit später auslief. Vergangene Woche betonte er erneut, dass er die Friedensverhandlungen weiter boykottieren wird, solange Israel nicht – bereits im Vorfeld – jedweden Anspruch auf Gebiete hinter den Waffenstillstandslinien von 1949 („Grüne Linie“) aufgibt. Das bedeutet beispielsweise, dass das jüdische Viertel in der Jerusalemer Altstadt palästinensisches Gebiet wäre. Diese Forderung ist nicht nur absurd, sie verletzt auch sämtliche vorherigen Friedensabkommen, die alle festlegen, dass solche Forderungen das Thema von Verhandlungen sein sollen, nicht deren Vorbedingung.

Abbas beharrt weiter unbeirrt auf dem sogenannten „Recht auf Rückkehr“, das Israel demographisch zerstören würde: Millionen Araber würden den einzigen jüdischen Staat der Welt zum 23. arabischen Staat machen. Und Folgendes hat er wiederholt erklärt (letztmalig vergangene Woche in New York): „Wir werden einen jüdischen Staat nicht anerkennen.“

Doch das ist alles nicht neu. Es passt perfekt in die lange Geschichte der palästinensischen Weigerung:

•  Camp David, 2000: Ministerpräsident Ehud Barak bietet Yassir Arafat einen palästinensischen Staat im Westjordanland und im Gazastreifen und zusätzlich die vorher undenkbare Teilung Jerusalems an. Arafat lehnt ab und macht kein Gegenangebot, womit er seine fehlende Bereitschaft demonstriert, irgendein Abkommen mit Israel zu schließen. Statt dessen startet er innerhalb der nächsten zwei Monate einen grausamen Terrorkrieg, der tausend Israelis das Leben kostet.

•  Taba, 2001: Ein sogar noch besseres Angebot – die Clinton-Parameter – wird unterbreitet. Arafat lehnt erneut ab.

•  Israel, 2008: Ministerpräsident Ehud Olmert kapituliert vollends vor den palästinensischen Forderungen – 100 Prozent der Westbank (mit Gebietstausch), palästinensische Eigenstaatlichkeit, die Teilung Jerusalems mit dem muslimischen Teil als Hauptstadt des neuen Palästina. Und er geht noch weiter: Er bietet an, dass die heiligen Stätten Jerusalems, einschließlich der Klagemauer, einer internationalen Körperschaft übergeben werden, an deren Spitze Jordanien und Saudi Arabien stehen.

Und hat Abbas dem zugestimmt? Natürlich nicht. Wenn er es getan hätte, wäre der Konflikt beendet gewesen und Palästina wäre bereits ein Mitglied der Vereinten Nationen.

Das sind alles keine alten Geschichten. Alle drei Verhandlungen wurden im vergangenen Jahrzehnt abgehalten. Und jede einzelne widerspricht voll und ganz dem derzeitigen geschichtsvergessenen Narrativ von Israels „Unnachgiebigkeit“ als Hindernis für den Frieden.

Siedlungen? Jede Siedlung, die im neuen Palästina verbliebe, würde zerstört und geräumt werden, genauso wie es im Gazastreifen geschehen ist.

Also warum lehnen die Palästinenser alles ab? Da eine Zustimmung bedeuten würde, dass sie ein endgültiges Friedensabkommen schließen müssten, welches den jüdischen Staat auf „angestammtem muslimischen Boden“ anerkennt.

Das Schlüsselwort hierbei ist „endgültig“. Die Palästinenser sind darauf vorbereitet, vorläufige Übereinkünfte zu unterzeichnen, so wie Oslo. Rahmenabkommen wie Annapolis. Waffenruhen wie das Waffenstillstandsabkommen von 1949. Alles, außer einem endgültigen Vertrag. Alles, außer einem endgültigen Friedensvertrag. Alles, außer einem Vertrag, der den Konflikt ein für alle Mal beendet – während der jüdische Staat noch existiert.

Also warum hat sich Abbas vergangene Woche an die UN gewandt? Seit fast einem halben Jahrhundert haben die USA eine Lösung für den Nahostkonflikt auf der Grundlage von „Land für Frieden“ angestrebt. Land für Frieden hat zu dem israelisch-ägyptischen Friedensvertrag von 1979 und dem Frieden zwischen Israel und Jordanien 1994 geführt. Israel hat den Palästinensern drei Mal Land für Frieden angeboten. Das Angebot wurde jedes Mal abgelehnt.

Warum? Aus genau dem gleichen Grund, warum Abbas vergangene Woche bei den UN war: Um das Land ohne Frieden zu bekommen. Souveränität ohne dafür den jüdischen Staat anerkennen zu müssen. Eigenstaatlichkeit ohne Verhandlung. Ein unabhängiges Palästina in einem fortgesetzten Kriegszustand mit Israel.

Israel hat 2000 im Südlibanon Land ohne Friedensvertrag aufgegeben und hat im Gegenzug Krieg bekommen (der Libanonkrieg von 2006) – 50.000 Raketen der Hisbollah sind nun auf das israelische Kernland gerichtet. 2005 hat Israel Land ohne Friedensvertrag im Gazastreifen aufgegeben, und wurde wieder mit Krieg „belohnt“ – und konstanten Raketenangriffen aus einem offen mörderischen palästinensischen Mini-Staat.

Israel ist darauf eingestellt, Land aufzugeben, aber nie wieder ohne Frieden. Einen endgültigen Frieden. Das ist genau das, was jeder palästinensische Führer von Haj Amin al-Husseini über Yassir Arafat bis zu Mahmud Abbas verweigert. Und das ist genau der Grund, warum es unabhängig davon, wer Israel regiert, nie Frieden gab. Territoriale Konflikte kann man lösen, existentielle nicht.

Land für Frieden: Ja. Land ohne Friedensabkommen ist nichts weiter als eine Einladung zum nationalen Selbstmord.

Der Autor ist Publizist und Pulitzerpreistrהger.

(Washington Post, 30.09.11)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder, sondern bieten einen Einblick in die politische Diskussion in Israel.

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Trauer um Hanan Porat

Ministerpräsident Netanyahu hat tiefe Trauer über den Tod des ehemaligen Knessetabgeordneten Hanan Porat bekundet.


Hanan Porat (r.) mit Rabbi Levinger 1975, Foto: Haaretz

„Hanan Porat hat sein Leben dem Aufbau Israels gewidmet und Generationen von Studenten über religiösen Zionismus, die Liebe zu Israel und dem jüdischen Volk unterrichtet. Seine Beiträge zum Aufbau des Landes und der Gemeinden, zum Bildungssystem und der Führung des Landes nach zionistischen Prinzipien sind beispielhaft für Israelis. Ich habe Hanan zum ersten Mal vor 40 Jahren getroffen und war sofort von seiner zionistischen Leidenschaft tief beeindruckt. Diese Leidenschaft hielt sein Leben lang an und begleitete ihn bis zu seinem letzten Tag.“

(Amt des Ministerpräsidenten, 04.10.11)

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Israelische Frau auf der „Fortune“-Liste

Efrat Peled (37) hat es auf die „Fortune“-Liste der 50 mächtigsten Geschäftsfrauen außerhalb der USA geschafft. Die Vorsitzende von Arison Investment rangiert auf Platz 44 und wird als einzige Israelin auf der Liste genannt.

Die Investmentfirma „Arison Investment“ hat unter anderem Anteile an der Bank Hapoalim und an Salt Industries Ltd. Insgesamt verwaltet Peled Geschäfte im Wert von etwa 5.1 Mrd. Dollar.


Efrat Peled, Foto: Vardi Kahana

Laut dem „Fortune“-Magazin ist Peled auch eine der zehn wichtigsten aufsteigenden Frauen weltweit.

Die Liste der 50 mächtigsten Geschäftsfrauen wird angeführt von Cynthia Carroll, Vorsitzende der britischen Bergbau-Firma Anglo American und erste Frau in dieser Position. Ihr folgen unter anderem Gail Kelly, Vorsitzende der australischen Westpac-Bank und Barbara Kux, Vorsitzende der Siemens AG in Deutschland.  

(Ynetnews, 04.10.11)

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ZAHAL umsorgt Holocaust-Überlebende

Hunderte Soldaten und Offiziere von Elite-Einheiten der israelischen Armee und Polizei haben sich mit der „Foundation for the Benefit of Holocaust Victims“ in Israel zusammengeschlossen, um sich verstärkt um die Überlebenden des Holocaust kümmern zu können.

Die Idee entstand vor einigen Monaten infolge einer langen Unterhaltung zwischen einem Polizeibeamten und seinem Nachbarn, einem 90 Jahre alten Holocaust-Überlebenden.

Der Polizist war tief berührt von dem Gespräch und beschloss, gemeinsam mit seinen Freunden und Kollegen aus Militär und Polizei ein Netzwerk aufzubauen, das im Rahmen des Pflicht- und Reservedienstes Zeit für Treffen mit den Überlebenden einräumt.  

Jede Einheit erhält eine Liste mit Namen von Überlebenden aus ihrer Region, die die Soldaten zu den Feiertagen einzeln mit Schokolade und Wein besuchen. Darüber hinaus sollen die Soldaten den Kontakt weiter aufrechterhalten und so zu Ansprechpartnern für die Überlebenden werden.

„Es besteht kein Zweifel, dass hier ein außergewöhnliches Projekt gegründet wurde, ohne den Wirbel einer großen Organisation“, lobt Oberst Rony Kalinsky (Reserve), Leiter der „Foundation for the Benefit of Holocaust Victims“.

„Ich rufe jeden dazu auf, sich uns anzuschließen und Freiwilligendienste zu leisten. Ich bin sehr zufrieden mit dem Einfallsreichtum und der Freundlichkeit unserer Leute.“

(Ynetnews, 29.09.11)

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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1928 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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