Dienstag, 27.01.2009
 
 
Israelischer Soldat bei Sprengstoffanschlag getötet
 

Sprengstoffanschlag auf israelische Soldaten am Übergang Erez (Foto: IDF/Archiv)
Auf eine Einheit der israelischen Armee an der Grenze zum Gaza-Streifen ist heute Morgen von palästinensischen Terroristen ein Sprengstoffanschlag verübt worden.

Dabei wurde ein Unteroffizier getötet, drei weitere Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) erlitten Verwundungen.


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Humanitäre Hilfe für Gaza

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(Bank of Israel, 27.01.09)



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Holocaust-Überlebende fürchten die Wirtschaftskrise

In Israel leben heute noch etwa 230 000 Überlebende des Holocaust.

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DIG-Mitteilungen zum Holocaust-Gedenktag

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft ruft im Gedenken an die Opfer des Holocaust zum Kampf gegen den Antisemitismus auf.

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Antike Marmorbüste in Jerusalem gefunden

Bei Ausgrabungen der Israelischen Altertumsbehörde in der sog. Davidstadt (Ir David) am Rand der Jerusalemer Altstadt ist die Marmorbüste eines bärtigen Mannes gefunden worden.

Die Büste zeugt mit ihrer Genauigkeit bis ins kleinste Detail von einer außergewöhnlichen Kunstfertigkeit.

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Israelischer Soldat bei Sprengstoffanschlag getötet
Auf eine Einheit der israelischen Armee an der Grenze zum Gaza-Streifen ist heute Morgen von palästinensischen Terroristen ein Sprengstoffanschlag verübt worden. Dabei wurde ein Unteroffizier getötet, drei weitere Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) erlitten Verwundungen. Der Zwischenfall nahe dem Übergang Kissufim stellt den ersten tödlichen Gewaltausbruch von palästinensischer Seite seit dem Beginn der Waffenruhe dar.

Bisher hat noch niemand die Verantwortung für den Angriff übernommen. Ein Hamas-Führer namens Mushir al-Masri teilte jedoch mit, dass seine Organisation keinem vollen Waffenstillstand zugestimmt habe, sondern nur einer Kampfpause. „Die Zionisten sind verantwortlich für jede Aggression“, sagte er.

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak bezeichnete den Vorfall als „ernstzunehmend“ und „inakzeptabel“; Israel werde reagieren. Außenministerin Tzipi Livni rief zu einer umgehenden Reaktion auf.

(Haaretz, 27.01.09)

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Humanitäre Hilfe für Gaza
Im Rahmen von Israels andauernden humanitären Anstrengungen für Gaza sind am Montag die Grenzübergänge Kerem Shalom, Karni und Erez sowie der Treibstoff-Terminal Nahal Oz sämtlich in Betrieb gewesen. Über den Tag fuhren 225 Lastwagen mit 6192 Tonnen humanitären Hilfsgüten in den Gaza-Streifen. Des Weiteren wurden 366 000 Liter Diesel für das Kraftwerk in Gaza, 188 000 Liter Diesel für kommerzielle Zwecke und 122 Tonnen Kochgas für Privathaushalte geliefert. Über das Förderfließband in Karni flossen 3800 Tonnen Getreide in den Küstenstreifen.


Foto: IDF

Seit Beginn der Militäroperation wurden insgesamt bereits 70 035 Tonnen humanitäre Hilfsgüter und 6 565 451 Liter Treibstoff in den Gaza-Streifen transferiert. Seit der einseitigen Waffenruhe vom 18.01. waren es 34 460 Tonnen und 2 746 900 Liter.

Aus Jordanien sind 33 Lastwagen mit etwa 210 ärztlichen Fachkräften und medizinischem Equipment in Gaza eingetroffen, um neben dem Shifa-Krankenhaus ein Feldlazarett zu bilden.

(Außenministerium des Staates Israel, 26.01.09)

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Holocaust-Überlebende fürchten die Wirtschaftskrise
In Israel leben heute noch etwa 230 000 Überlebende des Holocaust. Wie die für sie zuständige Wohlfahrtsorganisation nun anlässlich des internationalen Gedenktags mitteilte, leben 60 000 von ihnen in Armut.

Wie Guy Afari, der geschäftsführende Direktor der Stiftung für das Wohlergehen der Holocaust-Überlebenden in Israel, berichtet, haben Sozialarbeiter in jüngster Zeit ein neues Phänomen beobachtet: Die Überlebenden horten aus existentieller Angst wegen der Wirtschaftskrise und ihren drohenden Auswirkungen in Israel Lebensmittel in ihren Wohnungen.

„Die ökonomische Krise hat auch die Holocaust-Überlebenden, für die sowieso jeder Tag ein Kampf ums Überleben darstellt, ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen“, so Afari. „Viele von ihnen stützen sich auf die Hilfe von Organisationen, die nun am Rande des Kollapses stehen.“ Auch die Unterstützung durch Familienangehörige ist in den Augen vieler gefährdet.

Afari weist auch auf die traumatisierenden Erfahrungen der Raketenalarme und -angriffe hin, denen jüngst viele in Israel ausgesetzt gewesen sind. Pircha Wiesel, eine 82jährige Holocaust-Überlebende aus Ashkelon, erzählt: „Es hat mich an den Krieg erinnert, den ich erlebt habe. Die ganze Zeit hindurch habe ich mich hilflos gefühlt. Ich bin sehr krank und konnte nicht in den Schutzraum rennen.“


(Yedioth Ahronot, 27.01.09)

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DIG-Mitteilungen zum Holocaust-Gedenktag
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft ruft im Gedenken an die Opfer des Holocaust zum Kampf gegen den Antisemitismus auf. Anlässlich des heutigen internationalen Holocaustgedenktags hat DIG-Präsident Dr. h. c. Johannes Gerster die folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

„Der Holocaustgedenktag erinnert an die 6 Millionen Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns, des wohl größten Völkermordes in der Geschichte der Menschheit. Am 27. Januar 1945 wurde Auschwitz, das größte nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager befreit.  Die Erinnerung verpflichtet, nicht nur zu reden, sondern zu handeln.

Der Holocaustdenktag gibt besonders in diesem Jahr Anlass, den in unserer Gesellschaft wachsenden Antisemitismus im Gewand eines handfesten Antiisraelismus zu beklagen und überfällige Taten einzufordern.

So haben die sogenannten Friedensdemonstrationen der letzten Wochen gezeigt, dass der Antisemitismus in Deutschland immer lauter und frecher von rechts, von links und von moslemischen Gruppierungen  gepflegt und verbreitert wird. Natürlich kann und muss man jeden Krieg nicht nur kritisch hinterfragen, man kann und muss auch jeweilige Kriegshandlungen beurteilen und verurteilen können. Aber bitte fair und sachlich und nicht einseitig blind und verblendet.

Was in den letzten Wochen auf deutschen Straßen und Plätzen an Einseitigkeit in der Wahrnehmung von Ursache und Wirkung dieses Konfliktes  sowie an Hass und Gewaltbereitschaft  gegen Israel verbreitet wurde, hat mit Friedenswillen  nichts, mit der Beförderung von alten und gerade in Deutschland als überwunden geltenden Denkschematas wie Extremismus, Rassismus und Antisemitismus viel zu tun. Ich verstehe eine betagte Jüdin, die mich darauf hinwies, dass diese Form von Hass nach Art des Stürmers den Holocaust vorbereitet habe.

Wahrscheinlich ist auch Ihnen aufgefallen, dass auf den Solidaritätsdemonstrationen für Israel immer der Opfer auf beiden Seiten gedacht wurde, was bei den pro-palästinensischen Demonstrationen völlig undenkbar erschien. Dort ging es nicht um Frieden, dort ging es um Hass und Gewalt, um billigen Antisemitismus. Werte wie Toleranz, Pluralismus, Gewaltlosigkeit suchte man bei Rednern und auf den mitgetragenen Transparenten vergeblich.

Die Demonstrationen der letzten Wochen haben eine neue Dimension in Sachen Gewaltbereitschaft offenbart. Es ist höchste Zeit, den Worten zum 27. Januar Taten folgen zu lassen: Verbietet die Machenschaften von verfassungsfeindlichen Gruppierungen, wie z. B. Hamas und Hisbollah, in Deutschland. Auch das antisemitische Treiben von rechts- und linksradikalen Gruppierungen muss genauer analysiert und im Rahmen von Recht und Gesetz verhindert werden.

Der 27. Januar mahnt uns, zu erinnern, zu gedenken, aber auch zu handeln.“

(DIG, 25.01.09)

Auch die DIG-Arbeitsgemeinschaft Ulm/Neu-Ulm unter ihrem Vorsitzenden Wolfgang Müller hat eine Pressemitteilung veröffentlicht:

„Am 27. Januar 1945 wurde das größte Vernichtungslager der Nazis, Auschwitz, befreit. An diesem 27. Januar gedenken wir jährlich der 6 Millionen Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns. Die weitaus größte Zahl der Opfer waren deutsche und europäische Juden. Die Erinnerung daran verpflichtet.

In diesen Tagen wurde in Kassel ein Informationsstand pro Israel aufgebaut. Gleichzeitig hat das linksgerichtete ‚Kasseler Friedensforum’ zu einer pro-palästinensischen Demonstration aufgerufen. Die Folge war: Der Informationsstand pro Israel wurde praktisch zerstört, Fahnen und Transparente wurden zerrissen, Stellwände eingetreten. Das Standpersonal wurde handgreiflich bedroht und mit Parolen wie „Kindermörder“, ‚Terroristen’, ‚Tod für Israel’, ‚Tod allen Juden’ und ‚Juden raus’ beschimpft. Vergleichbare Vorkommnisse waren in Duisburg, Frankfurt/Main, Berlin zu beklagen. In Hamburg hat die deutsche Polizei israelische Fahnen an Häusern abgehängt.

Der Antisemitismus in Deutschland wird lauter und frecher von rechts, von links und, Arm in Arm mit moslemischen Gruppierungen, verbreitet. Deutsche Antisemiten, die es immer gab, kommen jetzt nach dem Gazakonflikt pöbelnd aus ihren Löchern und fühlen sich bestärkt.

Was in den letzten Wochen auf deutschen Strassen und Plätzen an Einseitigkeit in der Wahrnehmung von Ursache und Wirkung des jüngsten Konfliktes im Gazastreifen, sowie an Hass und Gewaltbereitschaft gegen Israel verbreitet wurde, hat mit Friedenswillen nichts zu tun. Wohl aber mit der Beförderung alter Denkvorstellungen wie Rassismus und Antisemitismus, die gerade in Deutschland  überwunden schienen. Dies alles war seinerzeit, in der dunklen Zeit in Deutschland, die Einleitung und Vorstufe zum Holocaust.

Wehret den Anfängen! Es ist höchste Zeit!

Verbietet endlich die Machenschaften von verfassungsfeindlichen Gruppierungen, wie Hamas, Hisbollah und andere in Deutschland. Desgleichen das antisemitische Treiben von linken wie rechten Gruppierungen, das kritischer analysiert und im Rahmen unseres Rechtsstaates nach Recht und Gesetz verhindert werden muss.

Dies sind wir den 6 Millionen Opfern schuldig, ganz besonders in Deutschland und am Holocaust-Gedenktag.“

(DIG Ulm/Neu-Ulm, 26.01.09)

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Antike Marmorbüste in Jerusalem gefunden
Bei Ausgrabungen der Israelischen Altertumsbehörde in der sog. Davidstadt (Ir David) am Rand der Jerusalemer Altstadt ist die Marmorbüste eines bärtigen Mannes gefunden worden.


Foto: Carla Amit/IAA

Wie die Ausgrabungsleiter Dr. Doron Ben Ami und Jana Chechnowitz mitteilen zeugt die Büste mit ihrer Genauigkeit bis ins kleinste Detail von einer außergewöhnlichen Kunstfertigkeit. Der kurz geschorene und gekräuselte Bart des Mannes sowie die leichte Rechtsneigung des Kopfes verweisen auf einen klaren griechischen Einfluss, der wiederum eine Datierung auf die Zeit des Kaisers Hadrian oder kurz danach nahe legt (2. bis 3. Jh. n. Chr.). Es handelt sich hier um eine Blütezeit der römischen Bildhauerei. Die gelbliche Farbe des Marmors lässt eine kleinasiatische Herkunft vermuten.

„Nach dem, was uns bekannt ist, ist bei Ausgrabungen in Israel bis heute noch kein Fund aus Marmor (oder irgend einem anderen Stein) gemacht worden, der sich mit dem nun entdeckten Bildnis vergleichen ließe, und so scheint es sich um einen einzigartigen Fund zu handeln“, meinen Ben Ami und Chechnowitz.

(Haaretz, 26.01.09)

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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 947 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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