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| Livni trifft Ban
Ki-moon |
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Israels stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin
Tzipi Livni hat sich am Mittwoch mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon
getroffen. Sie war nach New York gereist, um gemeinsam mit Präsident
Shimon Peres an der interreligiösen Konferenz der UN-Vollversammlung
teilzunehmen. In ihrem Gespräch wies Livni ihren Gastgeber abermals auf den
andauernden Waffenschmuggel von Syrien in den Libanon hin, der die
Sicherheitsratsresolutionen aufs Schärfste verletze. Auf eine
Nachfrage Ban Ki-moons zur Lage in Gaza entgegnete die
Ministerin:
„Wenn man den Verantwortlichen für die Situation in Gaza sucht,
ist die Adresse die Hamas. Die Hamas ist verantwortlich für das, was
im Gaza-Streifen vor sich geht. Der Terrorismus aus Gaza wird
fortgesetzt, und man sollte keine Aktion ergreifen, die dem Regime
oder dem Handeln der Hamas auch nur den Anschein von Legitimität
verleiht.“
Kritisch äußerte sich Livni auch zu der geplanten
UN-Menschenrechtskonferenz (‚Durban II’). Israel werde jede
Konferenz boykottieren, die eine Plattform für antisemitische und
antiisraelische Aktivitäten bietet. Die UNO sollte derartiges nicht
wieder veranstalten.
(Außenministerium des Staates Israel, 13.11.08) |
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| Israels Linke formiert
sich neu |
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Die israelische Linke unter der Führung der Meretz-Partei will
sich im Vorfeld der anstehenden Wahlen neu formieren. Aus diesem
Anlass sind heute mehr als 25 Personen der Einladung des
Parteivorsitzenden Haim Oron (Bild) gefolgt, um den neuen Block als
dritte politische Kraft zu begründen.

Zu den Teilnehmern zählen frühere Mitglieder der Arbeitspartei
(Avoda) wie Uzi Baram, Avraham Burg, Yossi Kucik, Gilad Sher und
Mordechai Kremnitzer sowie die Autoren Amos Oz, A. B. Yehoshua,
Ronit Matalon und Dorit Rabinyan.
„Es ist nicht unsere Absicht, eine außerparlamentarische Bewegung
zu bilden, und diejenigen, die an dem Treffen teilnehmen, werden
voraussichtlich auf einer Liste für die Knesset kandidieren“, sagte
Oron.
(Haaretz, 14.11.08) |
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| Botschafter Ben-Zeev
zum deutschen Nahost-Engagement |
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Israels Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, hat in einem
Interview mit der Frankfurter Rundschau lobende Worte für das
deutsche Engagement im nahöstlichen Friedensprozess gefunden,
gleichzeitig aber auch um Verständnis für die Bedrohung Israels
durch den Iran und sein Atomprogramm geworben. „Deutschland sollte den Palästinensern helfen: der Wirtschaft,
den demokratischen Institutionen, Recht und Ordnung, Erziehung und
Ausbildung. Deutschland sollte diese Hilfe weiter ausbauen und dafür
sorgen, dass sie die richtigen Empfänger erreicht. Nicht die
Korrupten und nicht die Terroristen.“
„[Die deutsch-israelischen Beziehungen] sind exzellent, was nicht
heißt, dass wir stets in allen Punkten einer Meinung sind. Zum
Beispiel, was den politischen Druck auf und die Sanktionen gegen den
Iran betrifft. Ich habe versucht der Bundesregierung zu erklären,
warum Israel im Fall Iran so sensibel ist. Präsident
Ahmadinedschad hat sehr deutlich gesagt, dass Israel von der
Landkarte verschwinden soll. Wir wissen, dass er das ernst meint und
wir erwarten, dass Europa uns versteht.“
Das vollständige Interview findet sich unter dem folgenden Link:
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1629388_Hilfe-fuer-Palaestinenser-ist-wertvoll.html
(Frankfurter Rundschau, 14.11.08) |
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| DIW-Jahrestagung in
Hamburg – Mor würdigt Teltschik |
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Im Harburger Rathaus in Hamburg hat am Donnerstag die diesjährige
Jahrestagung der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung (DIW)
stattgefunden. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des 60.
Jubiläums der israelischen Staatsgründung.
Der Bezirk Harburg, die Interessenvertretung Süderelbe AG und die
Sparkasse Harburg-Buxtehude, die zur Tagung geladen hatten, erhoffen
sich eine Intensivierung der Beziehungen mit Israel.

Prof. Horst Teltschik, der zum dritten Mal zum Präsidenten der
Vereinigung gewählt wurde, zeigte sich überzeugt von der
Fruchtbarkeit deutsch-israelischer Wirtschaftsbeziehungen: „Wir
wissen, dass die Israelis in vielen Bereichen Weltspitze sind.
Technologien müssen dort abgeholt werden, wo sie vorhanden sind.
Wenn wir unsere Weltmarktposition behaupten, den Standort
Deutschland sichern wollen, dürfen wir weder einen ‚closed shop’
veranstalten, noch können wir uns leisten, das Rad immer neu
zu erfinden. Und die Israelis brauchen starke Partner, um in ihrer
wichtigsten Handelspartnerregion Europa nachhaltig Fuß zu fassen.
Wir können dieser Partner sein, und in vielen Bereichen sind wir es
bereits.“
(Deutsch-Israelische Wirtschaftsvereinigung, 14.11.08)

Israels Gesandter in Deutschland, Ilan Mor (Bild), schlug in
seinem Grußwort einen weiten Bogen von der aktuellen
Wirtschaftskrise bis zum Potential deutsch-israelischer
Zusammenarbeit und sprach DIW-Präsident Teltschik seine Anerkennung
aus:
„Das wirtschaftliche Terrain, das sich Israel in den
zurückliegenden Jahrzehnten geschaffen hat, wurde auch unter
schwierigsten politischen Bedingungen erweitert und gefestigt und
die Bundesrepublik Deutschland war während all dieser Zeit einer der
verlässlichsten Partner.
Die Wirtschaftsbeziehungen haben schon fünf Jahre vor der
Aufnahme diplomatischer Beziehungen, im Jahr 1960, begonnen. Ihre
kontinuierlich positive Entwicklung lässt sich am Handelsvolumen
ablesen: Damals betrug es weniger als 100 Millionen Dollar, im Jahr
2007 waren es 5,4 Milliarden Dollar! Heute ist Deutschland Israels
zweitwichtigster Handelspartner nach den USA.
Die Deutsch-Israelische Wirtschaftsvereinigung besteht zwar schon
seit 1967, doch ihr Neuanfang begann vor genau sechs Jahren
mit der Wahl von Prof. Dr. Horst Teltschik zu ihrem Präsidenten. In
schwierigen Zeiten - als Israel ihn brauchte - war er bereit, diese
Aufgabe zu übernehmen.“
Deutschland und Israel haben in den
Wirtschaftsbeziehungen schon eine Menge erreicht, doch es ist noch
weitaus größeres Potential vorhanden.
In meinen Augen ergibt die Verknüpfung von - auf der einen
Seite - israelischem Unternehmertum und dessen Risikobereitschaft
mit - auf der anderen Seite - deutscher Produktqualität und
Zuverlässigkeit viel versprechende, zukunftsträchtige
Partnerschaften.“ |
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| Raketen auf
Ashkelon |
 Der erneuerte Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen nimmt immer
bedrohlichere Ausmaße an. Insgesamt 13 Raketen haben
palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf
den Süden Israels abgefeuert. Im Fadenkreuz stand dabei auch die
Küstenstadt Ashkelon, wo fünf Raketen niedergingen, drei davon im
Stadtgebiet. Es wurde bisher niemand verletzt, und auch Sachschaden
entstand nicht.
Die Hamas hat sich zu dem Angriff bekannt.
Zuvor war die Stadt Sderot von acht Raketen heimgesucht worden.
Hier wurde eine 80jährige Frau leicht von Splittern verletzt, und
sieben Menschen mussten sich wegen Schocks behandeln lassen.
(Maariv, 14.11.08) |
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| Welche Hautfarbe
hatten die alten Israeliten? |
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Niemand weiß, wie die alten Israeliten und Bewohner des
Königreichs Judäa aussahen. Die biblischen Geschichten und auch
historische Texte aus der Zeit des Zweiten Tempels geben nur wenig
Auskunft über ihr physisches Erscheinungsbild. Ebenso wenig konnten
Skelettfunde sichere Befunde bieten. Die verbreitete Annahme ist
bisher dahin gegangen, dass die alten Hebräer den heutigen Bewohnern
des Mittelmeerraums glichen. Nun hat Prof. Yair Ben David (Bild) von der Universität Tel Aviv
eine überraschende Behauptung aufgestellt: Die Untertanen des
Königsreichs Judäa sahen mehr wie Schwarzafrikaner aus. Die
gemeinsam mit russischen Forschern entwickelte These ist in der
deutschen Zeitschrift Anthropologischer Anzeiger veröffentlicht
worden.

Der israelische Anthropologe stützt sich dabei auf die von ihm
durchgeführte, erstmalige Gesichtsrekonstruktion anhand von
Schädelvermessungen und der Nachbildung von Weichgewebe mittels
neuartiger Technologie. Grundlage waren die Schädel eines Mannes aus
der hellenistischen Zeit und einer Frau aus der römischen Zeit, die
im Gebiet des Toten Meeres gefunden wurden.
Das Erscheinungsbild des Mannes ähnelt – wenig überraschend –
stark dem heutigen Levantiner und wird als „kaukasisch“ bezeichnet.
Lippen und Nase der Frau veranlassten die Forscher hingegen dazu,
sie als Kaukasierin mit „äquatorialen“ (afrikanischen) Zügen zu
charakterisieren.
 Äthiopischer
Jude
Ben David hob die Ähnlichkeiten zwischen den beiden
Rekonstruktionen mit denen späterer jüdischer Populationen in Europa
hervor und verglich sie auch mit der jüdischen Bevölkerung im
heutigen Israel.
(Haaretz, 14.11.08) |
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| Wir vergessen dich
nicht |
| Der israelische
Soldat Gilad Shalit wurde vor 873 Tagen von der
Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet
sich noch immer in Geiselhaft. |
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Dieser Newsletter mit Mitteilungen israelischer Ministerien und
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Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit zusammengestellt. Anmerkungen und
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