Montag, 08.09.2008
 
 
Iran verstärkt Kontrolle über die Hisbollah
 
Das iranische Regime verstärkt seine Kontrolle über die Hisbollah und hat eine Reihe von institutionellen Änderungen innerhalb der libanesischen Terrororganisation in Gang gesetzt. Demnach besitzt Scheich Hassan Nasrallah nicht mehr die exklusive Befehlsgewalt über den militärischen Flügel der Hisbollah, wie führende Offizielle israelischer Sicherheitsorgane jetzt enthüllten. Nach Angaben der israelischen Offiziellen muss Nasrallah nun iranische Erlaubnis für bestimmte Operationen einholen.

Ziel des iranischen Regimes sei es, den Einfluss Syriens auf die Hisbollah abzuschwächen – für den Fall, dass Syrien einen Friedensvertrag mit Israel schließen sollte. Die Verfestigung der Kontrolle des iranischen Regimes über die Hisbollah wird auch als Vorbereitung für den Fall eines Konflikts im Nahen Osten bewertet. Sollte der Iran von den USA oder Israel angegriffen werden, könnte das iranische Regime nun möglicherweise der Hisbollah unmittelbar befehlen, Vergeltungsschläge durchzuführen.


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(Bank of Israel, 08.09.08)



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Neues Hamas-Büro zur Überwachung ausländischer Journalisten
Die Hamas hat kürzlich ein Sondersicherheitskommittee eingerichtet, dessen Aufgabe die Überwachung ausländischer Journalisten im Gazastreifen ist. Dies berichtete jetzt
das Palästinensische Pressebüro des ehemaligen palästinensischen Ministers Hasan Asfur, der als Fatah-Mitglied an Verhandlungen mit Israel beteiligt war.


 

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Arabische Übersetzung des Romans „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ von Amos Oz
Die Familie eines israelischen Arabers, der bei einem Terroranschlag im Jahre 2004 ermordet wurde, hat durch eine Spende die Übersetzung des Romans...  weiter
Israel bei der Architektur-Biennale in Venedig
Auch in diesem Jahr ist Israel wieder mit einem Pavillon auf der Architektur-Biennale in Venedig vertreten. Das Motto des diesjährigen Beitrags lau...  weiter
 
 


Iran verstärkt Kontrolle über die Hisbollah
Das iranische Regime verstärkt seine Kontrolle über die Hisbollah und hat eine Reihe von institutionellen Änderungen innerhalb der libanesischen Terrororganisation in Gang gesetzt. Demnach besitzt Scheich Hassan Nasrallah nicht mehr die exklusive Befehlsgewalt über den militärischen Flügel der Hisbollah, wie führende Offizielle israelischer Sicherheitsorgane jetzt enthüllten. Nach Angaben der israelischen Offiziellen muss Nasrallah nun iranische Erlaubnis für bestimmte Operationen einholen.

Ziel des iranischen Regimes sei es, den Einfluss Syriens auf die Hisbollah abzuschwächen – für den Fall, dass Syrien einen Friedensvertrag mit Israel schließen sollte. Die Verfestigung der Kontrolle des iranischen Regimes über die Hisbollah wird auch als Vorbereitung für den Fall eines Konflikts im Nahen Osten bewertet. Sollte der Iran von den USA oder Israel angegriffen werden, könnte das iranische Regime nun möglicherweise der Hisbollah unmittelbar befehlen, Vergeltungsschläge durchzuführen.

„Es besteht nun effektive Kontrollgewalt des Iran über die Hisbollah“, sagte ein hochrangiger Offizier der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL). „Dies bedeutet nicht, dass Nasrallah eine Marionette ist, aber es heißt, dass er einen iranischen Offiziellen über sich sieht, wenn immer er den Kopf aus seinem Bunker steckt.“

Berichte über Unzufriedenheit des iranischen Regimes mit Nasrallah begannen bereits nach dem Krieg von 2006 zu kursieren. Das Regime sei seinerzeit nicht an einem Krieg interessiert gewesen. „Die Überwachung und Steuerung der Hisbollah durch den Iran wurde nach dem Krieg erheblich verstärkt“, erklärte der hochrangige Offizier. „Nasrallah kann noch immer Entscheidungen treffen, aber der Einfluss des iranischen Regimes ist dramatisch gestiegen.“

Laut einem Bericht in einer syrischen Oppositionszeitung vom Sonntag weilte eine hochrangige Delegation iranischer Revolutionsgarden in der vergangenen Woche in Beirut, um die Integration von Teilen der Hisbollah in die Al-Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarden zu koordinieren. Die iranischen Revolutionsgarden werden seit 2007 von den USA als Terrororganisation eingestuft. Die Al-Quds-Einheit ist zuständig für Irans Terroraktivitäten im Irak, Libanon und andernorts.

(Jerusalem Post, 08.09.2008)

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Neues Hamas-Büro zur Überwachung ausländischer Journalisten
Die Hamas hat kürzlich ein Sondersicherheitskommittee eingerichtet, dessen Aufgabe die Überwachung ausländischer Journalisten im Gazastreifen ist. Dies berichtete jetzt
das Palästinensische Pressebüro des ehemaligen palästinensischen Ministers Hasan Asfur, der als Fatah-Mitglied an Verhandlungen mit Israel beteiligt war.

Das Kommitee wird von  Major Raad Wasim Jaber geleitet, einem hochrangigen Offizier im internen Sicherheitsapparat der Hamas. Es hat dem Bericht zufolge alle Pressebüros im Gazastreifen und besonders alle Journalisten, die für ausländische Nachrichtenagenturen und TV-Stationen arbeiten, darüber unterrichtet, dass sie jeden ausländischen Journalisten, der den Gazastreifen besucht, melden müssen.

Darüber hinaus verpflichtet das Kommittee alle Auslandskorrespondenten, die in den Gazastreifen einreisen, in Formularen Angaben zu Anlass und Dauer ihrer Reise zu machen. Darüber hinaus müssen die Journalisten erklären, welche Art von Arbeit sie machen und über welche Ereignisse sie berichten möchten. Das Kommittee erarbeitet auch Akten mit persönlichen Informationen über alle Auslandskorrespondenten, die sich in Israel, Judäa und Samaria aufhalten, um ihre Arbeit überwachen zu können.
(MFA, 04.09.08)

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Arabische Übersetzung des Romans „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ von Amos Oz
Die Familie eines israelischen Arabers, der bei einem Terroranschlag im Jahre 2004 ermordet wurde, hat durch eine Spende die Übersetzung des Romans „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ von Amos Oz ins Arabische ermöglicht.

George Khoury, ein arabisch-israelischer Student, war auf seiner abendlichen Joggingrunde im Jerusalemer Stadtteil French Hill, als ein Terrorist ihn für einen Juden hielt und erschoss. Die Familie entschied sich daraufhin, die Übersetzung des Romans von Amos Oz zu finanzieren, um ein besseres Verständnis und Miteinander zwischen Juden und Arabern zu fördern.

Das Buch wurde von Jamal Gnaim in Zusammenarbeit mit dem „Institut für die Übersetzung Hebräischer Literatur“ übersetzt und vom Verlag Yedioth Books herausgegeben, der auch die russische Übersetzung des Buches verlegt. Die arabische Version soll zunächst im arabischen Sektor in Israel verkauft werden, später auch in Ägypten und anderen arabischen Staaten.

„Wie erwartet, war es schwer, das Buch ins Arabische zu übersetzen“, so Gnaim, der 1943 in der zentralisraelischen arabischen Stadt Baka al-Garbiyeh geboren wurde. „Es ist eine schwierige Sprache und die Welt, in der der Autor lebt, ist mir fremd. Aber irgendwie versuchte ich in seinen Kopf zu gelangen und ich hoffe, ich habe eine gute Arbeit geleistet.
Das Thema ist mir nicht fremd. Ich lebe in Israel und ich kann Hebräisch. Ich las das Buch und liebte es. Ich wusste, meine Aufgabe ist nicht einfach, doch ich versuchte nah an der Quelle zu bleiben, die mir heilig ist.“
Das Buch basiere auf der Sprache und den Assoziationen von Amos Oz, auf der hebräischen Literatur und dem zionistischen Gedanken und es sei wichtig, dass andere dieses Milieu ebenfalls kennenlernten, so Gnaim.

Zwei weitere Bücher von Amos Oz sind bereits ins Arabische übersetzt: „Mein Michael“, das seit 1990 in Ägypten hervorragende Rezensionen erhielt, und „Sumchi“, das in Jordanien herausgegeben wurde.

 

 (Haaretz, 08.09.2008)

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Israel bei der Architektur-Biennale in Venedig
Auch in diesem Jahr ist Israel wieder mit einem Pavillon auf der Architektur-Biennale in Venedig vertreten. Das Motto des diesjährigen Beitrags lautet „Additions – Architecture along a Continuum“ (Anbauten – Architektur entlang eines Kontinuums).

Die experimentelle Ausstellung hofft, relevante und ergebnisoffene Fragen zum Wesen der gegenwärtigen Architektur aufzuwerfen. Der Ausgangspunkt wird dabei von dem Versuch genommen, die Anbauten an Gebäuden in Israel sowohl anhand von globalen als auch lokalen Parametern zu charakterisieren. Hierbei sollen praktische und theoretische Vorschläge dafür unterbreitet werden, bauliche Erweiterungen als Planungsmittel zu betrachten.

Aufgrund des Wachstums der städtischen Bevölkerung und dem damit einhergehenden Platzmangel weltweit ist es inzwischen die gängige Meinung, dass Städte mehr nach innen als nach außen wachsen sollen, weswegen Anbauten heute eine wichtigere Rolle spielen als früher.

Die israelische Ausstellung beinhaltet zehn Arbeiten von 15 Architekten, Stadtplaner und anderen Künstlern. Die Kuratoren Michal Cederbaum und Nitzan Kalush Chechick arbeiten bereits seit 2005 zusammen und haben zahlreiche Preise gewonnen.

Weitere Informationen sind auf der offiziellen Website des israelischen Pavillons erhältlich: http://www.labiennale-israeli-pavilion.org/biannial/

(Außenministerium des Staates Israel, 03.09.08)

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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 806 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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