Mittwoch, 13.08.2008
 
 
Römischer Tempel in Zippori entdeckt
 

Foto: Gaby Laron/Hebrew University
Im Zippori Nationalpark sind vor kurzem die Ruinen eines römischen Tempels aus dem 2. Jh. n. d. Z. entdeckt worden.

Die Ausgrabungen, die unter der Leitung von Prof. Zeev Weiss vom Archäologischen Institut der Hebräischen Universität Jerusalem durchgeführt worden sind, werfen Licht auf die multikulturelle Gesellschaft des antiken Zippori, in der Juden, Heiden und später auch Christen zusammengelebt haben.


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(Bank of Israel, 13.08.08)



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Reisewarnung für Georgien

Das israelische Außenministerium warnt vor Reisen ins georgische Krisengebiet.

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Ein schmerzliches historisches Versäumnis

Leitartikel der Haaretz-Redaktion

Am Ende seiner Amtszeit bietet Ehud Olmert Mahmoud Abbas ein ‚Schubladenabkommen’ an.

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Teheran feiert die Hisbollah

In Teheran ist am Dienstag der zweite Jahrestag des zweiten Libanonkriegs gefeiert worden.

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Golf-Kooperationsrat kritisiert iranische Feindseligkeit

Der Golf-Kooperationsrat hat die iranische Politik scharf kritisiert.

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Römischer Tempel in Zippori entdeckt
Im Zippori Nationalpark sind vor kurzem die Ruinen eines römischen Tempels aus dem 2. Jh. n. d. Z. entdeckt worden. Die Ausgrabungen, die unter der Leitung von Prof. Zeev Weiss vom Archäologischen Institut der Hebräischen Universität Jerusalem durchgeführt worden sind, werfen Licht auf die multikulturelle Gesellschaft des antiken Zippori, in der Juden, Heiden und später auch Christen zusammengelebt haben.

Die Entdeckung deutet darauf hin, dass Zippori (Sepphoris), die jüdische Hauptstadt Galiläas während der römischen Periode, eine beträchtliche heidnische Bevölkerung aufgewiesen hat, die einen Tempel im Stadtzentrum baute. Der Bau einer Kirche auf den Fundamenten des Tempels zeugt von der Kontinuität eines geheiligten Bezirks über lange Zeit hinweg.

Der Tempel hat eine Grundfläche von 24 mal 12 Metern und stand an der Hauptstraße der antiken Stadt. Das Mauerwerk wurde von Plünderern abgetragen, weswegen nur noch die Fundamente übrig geblieben sind

Über das Wesen der Tempelrituale geben die vorliegenden Funde kaum Aufschluss. Allerdings legen einige Münzen aus der Zeit von Antonius Pius, die in Diocaesarea (Zippori) geprägt worden sind, die Vermutung nahe, dass hier Zeus und seiner Tochter Fortuna gehuldigt wurde.

(Hebräische Universität Jerusalem, 11.08.08)

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Reisewarnung für Georgien
Das israelische Außenministerium warnt vor Reisen ins georgische Krisengebiet. Aus aktuellem Anlass wird die folgende Erklärung bekannt gegeben:

„Wegen des andauernden bewaffneten Konflikts in Südossetien empfiehlt das Außenministerium israelischen Staatsbürgern, von Reisen nach Georgien Abstand zu nehmen. Israelischen Staatsbürgern, die sich derzeit in Georgien aufhalten, wird nahe gelegt, das Verlassen des Landes zu erwägen.

Denjenigen, die sich zum Verbleib in Georgien entschließen, empfiehlt das Außenministerium sehr dringlich, vom Befahren der Straßen Georgiens Abstand zu nehmen, vor allem in Richtung der Stadt Gori und den Bezirken Südossetien und Abchasien.

Das Außenministerium bittet die israelischen Staatsbürger in Georgien darum, sich mit dem Außenministerium (00972-2-5303155) oder der israelischen Botschaft in Tiflis in Verbindung zu setzen, um ihren Aufenthaltsort und Kontaktmöglichkeiten mitzuteilen.“

(Außenministerium des Staates Israel, 10.08.08)

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Ein schmerzliches historisches Versäumnis
Leitartikel der Haaretz-Redaktion

Am Ende seiner Amtszeit bietet Ministerpräsident Ehud Olmert dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmoud Abbas ein ‚Schubladenabkommen’ über die Fragen der Grenzen, der Flüchtlinge und der Sicherheitsregelungen an. Gemäß den Prinzipen der Annapolis-Konferenz wird das vorgeschlagene Abkommen die Grundlage für die Gründung eines zukünftigen palästinensischen Staates sein, wenn die Bedingungen es zulassen. Olmert ist davon überzeugt, dass ein Abkommen in greifbarer Nähe liegt und dessen Unterzeichnung die internationale Stellung Israels verbessern würde. So würde er auch ein außenpolitisches Vermächtnis hinterlassen, und nicht als der Ministerpräsident in Erinnerung bleiben, der als strafrechtlich Verdächtigter sein Amt räumen musste.

Olmerts Angebot – die Annexion der Siedlungsblöcke durch Israel im Austausch für gebiete im Negev, eine Transitstrecke zwischen dem Gaza-Streifen und dem Westjordanland, die Entmilitarisierung des palästinensischen Staates und die Ansiedlung der Mehrheit der Flüchtlinge innerhalb seiner Grenzen – ist eine beinahe exakte Wiederholung der Ideen, die vor acht Jahren zwischen beiden Seiten diskutiert wurden, am Ende der Amtszeiten von Ehud Barak und Bill Clinton. Man kann darin den Ausdruck eines schmerzlichen historischen Versäumnisses erkennen. Nach all dem Blut, das vergossen worden ist, und Tausenden von Toten, kehrt man wieder genau zum selben Punkt zurück und steht denselben Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung gegenüber.

Es gibt jedoch einige wichtige Unterschiede zwischen dem Sommer 2000 und dem Sommer 2008. Olmert hat versucht, aus der bitteren Erfahrung Baraks zu lernen, und sein Angebot gegenüber den Palästinensern der politischen Aufnahmefähigkeit der Koalition angepasst. Auf Druck der Shas-Partei hin entschied er, die Verhandlungen über Jerusalem aufzuschieben. Dadurch wurde Shas der Verbleib in der Koalition ermöglicht und ihm sein Verbleib im Amt, wenn auch zum Preis einer Verkomplizierung der Verhandlungen. Wenn Jerusalem zum Verhandlungsgegenstand wird, werden beide Seiten keine Verhandlungsmasse auf anderen Gebieten mehr haben, und die Lösungsfindung wird erschwert werden.

Auf palästinensischer Seite werden die Verhandlungen von einem schwachen politischen Führer geführt, der nicht über die Macht und Autorität seines Vorgängers Yasser Arafat verfügt. Dies verringert die Manövrierfähigkeit und die Flexibilität von Abbas. Auch die Lage vor Ort ist komplizierter geworden: In Gaza herrscht die Hamas, und im Westjordanland hat Israel den Sicherheitszaun errichtet, der Präzedenzen für die Festlegung der Grenze schafft. Das Ergebnis liegt darin, dass jedes Abkommen wie eine akademische Übung aussehen wird, und man kann annehmen, dass Olmerts Erben es von neuem verhandeln wollen werden.

Als Basis für Verhandlungen ist Olmerts Angebot lobenswert, auch wenn Details für die Palästinenser inakzeptabel sind, die einen sehr viel kleineren Gebietstausch vorschlagen. Das Problem ist, dass Olmert – wie Barak – den entscheidenden Moment zu spät innerhalb seiner Amtszeit erreicht hat, nachdem er jegliche öffentliche Unterstützung verloren und sich zum Rücktritt entschlossen hatte. Scheinbar kann er nun Entscheidungen ohne Rücksicht auf die innenpolitische Arena treffen. Aber das ist eine Illusion. Um ein Abkommen zu erzielen, das der öffentlichen Kritik standhält – selbst ein ‚Schubladenabkommen’, dessen Umsetzung aufgeschoben wird – ist eine politische Führung notwendig, die es in der Öffentlichkeit durchsetzen kann. Olmert besitzt diese Autorität nicht mehr.

Die Lehre besteht darin, dass sich in der Außenpolitik jede Verzögerung negativ auswirkt und jedes Zögern die Aussichten auf ein Scheitern der Verhandlungen erhöht. Zuviel Zeit ist verschwendet worden, bis man sich auf die Formel zur Wiederaufnahme der Verhandlungen und den Verhandlungsrahmen geeinigt hat. Selbst wenn es nun zu spät für ein Abkommen sein sollte, müssen die Erben Olmerts aus seiner Erfahrung lernen und den Friedensprozess gleich weiterführen, sobald sie ihr Amt antreten – nicht erst, wenn sie es wieder verlassen.

(Haaretz, 13.08.08)

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder.

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Teheran feiert die Hisbollah
In Teheran ist am Dienstag der zweite Jahrestag des zweiten Libanonkriegs gefeiert worden. Massen huldigten auf dem Palästina-Platz im Stadtzentrum dem vermeintlichen „Sieg der Hisbollah“, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars.

Frauen trugen Bilder von Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah vor sich her, Männer schwenkten Fahnen der Hisbollah und der Palästinensischen Autonomiebehörde. Mit Nasrallah-Porträts bedruckte Luftballons wurden in den Himmel geschickt.

Mohammad Hassan Rahmanian, ein Vertreter des Staatsoberhaupts Ali Khamenei, verkündete auf der Demonstration, „der einzige Weg für die Nationen in Palästina und im Libanon“ sei „der Widerstand gegen die Arroganz“. Dabei betonte er: „Wenn wir auf Gottes Pfad wandeln, werden wir am Ende siegreich sein.“

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Live-Satelliten-Übertragung einer Rede des befreiten Terroristen und Kindermörders Samir Kuntar.

(Yedioth Ahronot, 13.08.08)


Der Vorsitzende des iranischen Parlaments Ali Larijani hat unterdessen noch einmal unterstrichen, dass der Iran „kein Freund des Volkes in Israel“ sei; so sehe es auch Irans Staatsoberhaupt Ali Khamenei. Larijani wandte sich damit gegen Äußerungen eines Stellvertreters von Präsident Mahmoud Ahmadinejad, der kürzlich gesagt hatte, dass der Iran sich auch als Freund des „Volkes in Israel“ betrachte.

(Alquds Alarabi, 12.08.08)

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Golf-Kooperationsrat kritisiert iranische Feindseligkeit
Der Golf-Kooperationsrat hat die iranische Politik scharf kritisiert. Generalsekretär Abdul Rahman ibn Hamad al-Attiyah brachte seine Verstimmung und Besorgnis angesichts der „feindseligen, gefährlichen und verantwortungslosen“ Erklärungen eines der Stellvertreter des iranischen Außenministers zum Ausdruck. Dieser hatte einem Bericht zufolge gesagt, dass der Nahe Osten weiter ein Krisenherd bleiben werde, solange es die monarchischen Regime am Golf geben würde. Erst mit ihrem „Verschwinden“ würden, so der Iraner, die Konflikte gelöst werden können.

Attia betonte, derartige Äußerungen würden nicht zu Vertrauensbildung und guter Nachbarschaft beitragen.

(Al-Hayat, 08.08.08)

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Wir vergessen dich nicht
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 777 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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