Freitag, 18.07.2008
 
 
Jerusalemer Al-Qaida-Zelle plante Attentat auf Bush
 
Die israelische Polizei und die Allgemeine Sicherheitsbehörde (SHABAK) haben vor kurzem sechs israelische Araber verhaftet, die offensichtlich in Verbindung mit dem internationalen Terrornetzwerk Al-Qaida stehen und einen Anschlag auf US-Präsident George W. Bush geplant hatten. Dies wurde erst heute zur Veröffentlichung freigegeben.

Vier der Terroristen, die sich bei religiösen Studien auf dem Tempelberg kennen gelernt hatten, stammen aus Ostjerusalem, die anderen beiden aus Tayibe und Nazareth. Sie sind heute vor dem Bezirksgericht von Jerusalem angeklagt worden, u. a. weil sie über das Internet mit der Al-Qaida in Kontakt getreten waren, um eine Terrorzelle in Israel zu etablieren.

Allem Anschein nach hatten die jungen Männer beabsichtigt, bei einem der diesjährigen Besuche von Bush in Israel einen Anschlag auf seinen Hubschrauber zu verüben. Einer der Angeklagten, der an der Hebräischen Universität Chemie studiert und in einem Studentenwohnheim auf dem Givat-Ram-Campus wohnt, hatte Fotoaufnahmen von dem Landeplatz gemacht, auf denen die Hubschrauber ausländischer Staatsgäste zu landen pflegen, und die Al-Qaida um Hilfe beim Bombenbau gebeten.


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Hisbollah expandiert im Südlibanon
Brief an das libanesische Volk

1 € - 5.3623 NIS (+0.266%)
1 CHF- 3.3146 NIS (+0.042%)
1 £ - 6.7397 NIS (-0.221%)
1 $ - 3.3840 NIS (+0.326%)

(Bank of Israel, 18.07.08)



Stürmischer Seegang.

Jerusalem: 19-28°C
Tel Aviv: 23-29°C
Haifa: 24-30°C
Be’er Sheva: 20-34°C
Ein Gedi: 30-42°C
Eilat: 27-42°C



Araber auf Gillermans Abschiedsparty

Israels UN-Botschafter Dan Gillerman beendet seine sechsjährige Amtszeit. Zu der Abschiedsparty in  seiner Wohnung in Manhattan erschienen auch die Botschafter Ägyptens, Jordaniens, Marokkos, Katars und des Oman. Selbst der palästinensische Beobachter Riyad Mansour, mit dem Gillerman jüngst wiederholt aneinander geraten war, gab sich die Ehre.

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SAP eröffnet Forschungs- und Entwicklungszentrum in Israel

Das deutsche Software-Unternehmen SAP hat am Mittwoch die Einrichtung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums in Israel angekündigt. Die Firma betreibt bereits Laboratorien in Ra’anana nördlich von Tel Aviv.

 

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Jerusalemer Al-Qaida-Zelle plante Attentat auf Bush
Die israelische Polizei und die Allgemeine Sicherheitsbehörde (SHABAK) haben vor kurzem sechs israelische Araber verhaftet, die offensichtlich in Verbindung mit dem internationalen Terrornetzwerk Al-Qaida stehen und einen Anschlag auf US-Präsident George W. Bush geplant hatten. Dies wurde erst heute zur Veröffentlichung freigegeben.

Vier der Terroristen, die sich bei religiösen Studien auf dem Tempelberg kennen gelernt hatten, stammen aus Ostjerusalem, die anderen beiden aus Tayibe und Nazareth. Sie sind heute vor dem Bezirksgericht von Jerusalem angeklagt worden, u. a. weil sie über das Internet mit der Al-Qaida in Kontakt getreten waren, um eine Terrorzelle in Israel zu etablieren.

Allem Anschein nach hatten die jungen Männer beabsichtigt, bei einem der diesjährigen Besuche von Bush in Israel einen Anschlag auf seinen Hubschrauber zu verüben. Einer der Angeklagten, der an der Hebräischen Universität Chemie studiert und in einem Studentenwohnheim auf dem Givat-Ram-Campus wohnt, hatte Fotoaufnahmen von dem Landeplatz gemacht, auf denen die Hubschrauber ausländischer Staatsgäste zu landen pflegen, und die Al-Qaida um Hilfe beim Bombenbau gebeten.

Anfang des Monats hatten die israelischen Sicherheitsbehörden bereits die Aushebung einer weiteren Terrorzelle mit Al-Qaida-Kontakten bekannt gegeben. Dabei handelte es sich um israelische Beduinen aus Rahat, die angeblich Informationen über Luftwaffenstützpunkte gesammelt und verbreitet hätten.

(Haaretz, 18.07.08)

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Hisbollah expandiert im Südlibanon
Die Terrororganisation Hisbollah weitet ihre Präsenz im Südlibanon weiter aus, indem sie Land kauft, um dort Militärposten und Raketenbasen einzurichten. Nach Informationen aus israelischen Sicherheitskreisen betrifft dies auch Dörfer mit nicht-schiitischer Bevölkerungsmehrheit.

Dahinter steht die Absicht, die Kontrolltätigkeiten der UNIFIL-Soldaten in der Region zu unterlaufen. Ihrem Mandat nach dürfen sich die internationalen Friedenstruppen frei im Südlibanon bewegen, die Dörfer und Städte jedoch nur in Begleitung von Soldaten der libanesischen Armee betreten, die der Hisbollah gewöhnlich im Vorfeld Bescheid gibt.

Die israelische Armee steht an der Nordgrenze ohnehin in erhöhter Alarmbereitschaft, da die Aussichten auf eine Gewaltaktion der Terrororganisation nach dem Gefangenenaustausch vom Mittwoch wieder gestiegen sind. Die Hisbollah braucht sich nun keine Zurückhaltung mehr aufzuerlegen.

Unterdes steigt die Popularität von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah innerhalb der arabischen Welt weiter an. Bei einer in  Ägypten, Saudi-Arabien, dem Libanon, Marokko, Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten durchgeführten Umfrage, die die Brookings Institution in Washington am Mittwoch veröffentlicht hat, erkor eine Mehrheit von 26% den libanesischen Terrorscheich zum meistbewunderten arabischen Führer. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand Syriens Präsident Bashar Assad (16%) und Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad (10%).

Prof. Rafi Israel von der Hebräischen Universität zeigt sich von dem Ergebnis nicht überrascht: „Es zeigt sich, dass die mörderischsten und barbarischsten Führer auch die Champions der arabischen Welt sind“, sagte er am Mittwoch.

(The Jerusalem Post, 16./17.07.08)

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Brief an das libanesische Volk
Von Uri Orbach

Israel hat keinen Streit über Grenzen mit euch, dem libanesischen Volk, aber wir haben sicherlich einen großen Streit, wenn es um unsere moralischen Grenzen geht. Wir haben die Leichen von Udi und Eldad innerhalb weniger Stunden identifiziert. Und ihr? Ihr habt es in 30 Jahren nicht geschafft, festzustellen, wer euer Samir Kuntar ist.

30 Jahre sind vergangen, und ihr könnt noch immer nicht zwischen einem Nationalhelden und einem Kindermörder unterscheiden. Euch reicht es schon, dass jemand einen Juden getötet hat - selbst wenn es ein kleines Mädchen aus Nahariya ist -, um ihn mit höchsten Ehren zu empfangen.

Ihr feiert euren „Sieg“ und zeigt Verachtung für unseren Schmerz. Noch solch ein Triumph, und ihr werdet verloren sein. Während ihr von einem Sieg zum nächsten schreitet, bleibt ihr in Elend und Fanatismus stecken.

Mit jeder stolzen Vorführung und Kundgebung für eure Helden werdet ihr mehr von der Hisbollah übernommen, mit ihrem Leichenfresser Scheich Nasrallah an der Spitze. Das Feuer, das aus seinem Gestrüpp hervorlodert, zehrt seit Jahren die Zedern des Libanon auf.

Nasrallah ist ein Mann, der sein wahres Gesicht im Versteck offenbart; er ist der Mann, der auch euer wahres Gesicht zeigt.

Dies ist ein trauriger Tag in Israel, er trägt Schmerz und Zurückhaltung und Stolz auf das, was wir sind: eine standhafte jüdische Mauer gegen die Speerspitze des iranischen Wahnsinns, welche dort ist wegen eures Schweigens und eurer Förderung. Die Söhne sind zu unseren Grenzen zurückgekehrt, während der Kindermörder zu euren Grenzen zurückgekehrt ist.

Wir haben die Leichen mit großer Trauer empfangen, während ihr fidel einen Verbrecher empfangen habt. Seht nur den Unterschied zwischen uns.

(Yedioth Ahronot, 17.07.08)

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Araber auf Gillermans Abschiedsparty
Israels UN-Botschafter Dan Gillerman beendet seine sechsjährige Amtszeit. Zu der Abschiedsparty in  seiner Wohnung in Manhattan erschienen auch die Botschafter Ägyptens, Jordaniens, Marokkos, Katars und des Oman. Selbst der palästinensische Beobachter Riyad Mansour, mit dem Gillerman jüngst wiederholt aneinander geraten war, gab sich die Ehre.

Gillerman bedankte sich in seiner Abschiedsrede persönlich bei Mansour für sein Kommen. Er wisse es zu schätzen, dass der palästinensische Beobachter, der sonst nicht an israelischen Veranstaltungen teilnehme und harsche Kritik von ihm (Gillerman) habe einstecken müssen, seiner Einladung gefolgt sei

Freilich zählten zu den Gästen auch führende Politiker, Geschäftsleute und Angehörige der New Yorker High Society, darunter der Nobelpreisträger Eli Wiesel, Medienmogul Mort Zuckerman und TV-Moderatorin Barbara Walters.

Gillerman war im Jahr 2002 vom damaligen Außenminister Shimon Peres zu Israels UN-Botschafter ernannt worden. Er vertrat sein Land im UN-Sicherheitsrat während der zweiten Intifada und der erhitzten Debatten über den Sicherheitszaun. Unermüdlich kämpfte er gegen Versuche zur Ächtung Israels und bemühte sich darum, die Welt auf das Leiden der Bewohner von Sderot und anderer nahe dem Gaza-Streifen gelegenen Gemeinden aufmerksam zu machen.

Die Nachfolge Gillermans tritt die Rechtswissenschaftlerin Prof. Gabriella Shalev an.

(Yedioth Ahronot, 18.07.08)

Weitere Informationen zur Person: http://israel-un.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?SubjectID=111682&MissionID=81&LanguageID=0&StatusID=0&DocumentID=-1

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SAP eröffnet Forschungs- und Entwicklungszentrum in Israel
Das deutsche Software-Unternehmen SAP hat am Mittwoch die Einrichtung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums in Israel angekündigt. Die Firma betreibt bereits Laboratorien in Ra’anana nördlich von Tel Aviv.

SAP-Vorstandssprecher Leo Apotheker, der eigens zur Pressekonferenz nach Israel gereist war, sagte: „SAP schafft jeden Tag neue Software. Selbst wenn es keine neuen Kunden gibt, kann man immer noch neue Produkte anbieten. Der zweite Punkt liegt darin, dass Israel ein sehr dynamischer Markt ist und wir die Fähigkeit dazu haben, das kleine und mittelgroße geschäftliche Absatzgebiet hier zu entwickeln. Wir glauben, dass hier ein starker Markt dafür existiert.“

Vergangene Woche hat SAP bekannt gegeben, dass es die SAP-Aktivitäten von Ness Technologies kaufen würde, seinem israelischen Vertreiber für ERP-Produkte seit 14 Jahren. Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum wird darauf aufbauen. Ness teilte mit, das der Kaufpreis 30 Millionen Dollar betrage.

(Globes, 16.07.08)

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Wir vergessen dich nicht

Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 751 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.
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