Freitag, 29.02.2008
 
 
Raketenkrieg gegen Israel – Sderot bleibt unter Beschuss
 


         
        Die Hamas hat den Krieg erklärt

Die Raketenangriffe der Terrororganisation Hamas auf den Süden Israels nehmen kein Ende. Bis zur Mittagszeit sind heute bereits fünf Kassam-Raketen aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf den westlichen Negev abgefeuert worden.

Zwei Raketen schlugen direkt in der Kleinstadt Sderot ein. Eine Frau wurde leicht verletzt, Häuser wurden beschädigt. Drei weitere Raketen landeten auf freiem Feld außerhalb der Stadt.

weiter

weitere Themen:
Der Gaza-Test

     

Woche der Brüderlichkeit 2008


weiter


1 € - 5.5279 NIS (+1.147%)
1 CHF- 3.4660 NIS (+1.693%)
1 £ - 7.2118 NIS (+0.610%)
1 $ - 3.6350 NIS (-0.387%)

(Bank of Israel, 29.02.08)



Es bleibt mild.

Jerusalem: 8-17°C
Tel Aviv: 10-20°C
Haifa: 10-20°C
Be’er Sheva: 8-22°C
Ein Gedi: 16-25°C
Eilat: 14-26°C



Ilan Mor: Israels Hand ist ausgestreckt

Israels Gesandter in Berlin, Ilan Mor, hat sich in einem Interview mit dem Deutschlandfunk eingehend zur aktuellen Situation im Nahen Osten und den positiven Entwicklungen der israelisch-deutschen Beziehungen geäußert.

Zum 60. Geburtstag seines Landes wünscht der Diplomat sich eine internationale Anerkennung der Errungenschaften Israels. Von diesen könne die ganze Welt profitieren.

  weiter
Israel untersucht Steueroasen in Liechtenstein

Die israelischen Behörden beabsichtigen, die Steueroasen in Liechtenstein zu untersuchen.

  weiter

Der letzte Hebräer - Aharon Amir gestorben

Der israelische Literat, Redakteur und Übersetzer Aharon Amir ist heute Nacht im Alter von 85 Jahren gestorben.

  weiter

 
 


Raketenkrieg gegen Israel – Sderot bleibt unter Beschuss
Die Raketenangriffe der Terrororganisation Hamas auf den Süden Israels nehmen kein Ende. Bis zur Mittagszeit sind heute bereits fünf Kassam-Raketen aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf den westlichen Negev abgefeuert worden.

Zwei Raketen schlugen direkt in der Kleinstadt Sderot ein. Eine Frau wurde leicht verletzt, Häuser wurden beschädigt. Drei weitere Raketen landeten auf freiem Feld außerhalb der Stadt.

Die Izz a-Din al-Kassam-Brigaden, der militärische Arm der Hamas, übernahmen erneut die Verantwortung.

(Yedioth Ahronot, 29.02.08)

zum Anfang
diesen Artikel drucken
Der Gaza-Test
Von Alexander Jacobson

Eine internationale Streitmacht an der Grenze von Gaza – dies ist eine der immer wiederkehrenden Idee in der Diskussion über die schwierige Lage im Süden. Bisher hat noch niemand erklärt, wie genau die Soldaten einer solchen Truppe zwischen Sderot und den Kassam-Raketen trennen sollen, die aus dem Gaza-Streifen abgeschossen werden. Erwartet man von ihnen, dass sie in die Flüchtlingslager, Städte und Wohngegenden Gazas vordringen, um denjenigen nachzujagen, die die Raketen abfeuern? Welcher Staat der Welt würde seine Soldaten auf eine solche Mission schicken? Die Wahrheit ist: Eine solche Truppe wäre nicht völlig machtlos. Die Razzien der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte im Gaza-Streifen könnte sie definitiv erschweren. Aber wenn es darum geht, dass sie den Kassam-Beschuss stören könnte, ist die Idee fruchtlos.

Eine internationale Streitmacht kann helfen, wenn sie zwischen zwei Armeen trennt und durch ihre Anwesenheit Überraschungsangriffe von einer der Seiten verhindert. Sie kann nützen, wenn es zwei Seiten gibt, die an einem Waffenstillstand interessiert sind: Ihre Anwesenheit kann Reibungen und Zwischenfälle verhindern. Im Südlibanon erschwert die UNIFIL zurzeit den Wiederaufbau der Stellungen der Hisbollah an der Grenze zu Israel.

Nasrallah hält sich vorläufig an den Waffenstillstand. Wenn er sich aber zur Erneuerung des Raketenbeschusses auf Israel von entfernteren Stellungen aus entscheiden sollte, wird die UNIFIL nichts machen können. Gegen Terror, insbesondere gegen Terror mittels Raketen, wie er von Gaza aus gegen Israel betrieben wird, gibt  es keine Heilung durch eine internationale Truppe, die nicht bereit ist zu kämpfen.

Und was ist mit einer Feuerpause mit der Hamas? Natürlich ist nichts an einem Waffenstillstand selbst mit dem schlimmsten aller Feinde auszusetzen, und man kann die Aussicht auf einen solchen durch Vermittlung der Ägypter eruieren. Aber die Hamas-Führer, die ihren Willen zu einer Feuerpause erklärt haben, erklärten auch, dass sie niemals ihre Waffen gegen den Widerstand richten würden.

Daraus folgt, dass die Hamas, auch wenn sie für eine Weile ihre Waffen ruhen lassen würde, andere bewaffnete Gruppen nicht daran hindern wird, weiter vom Gaza-Streifen aus auf Israel zu schießen. Die Hamas verlangt auch, dass Israel seine Razzien und Festnahmen im Westjordanland einstellt; aber dort kann sie, selbst wenn sie es wollte, nicht jede palästinensische Gruppierung von der Ausführung von Terroranschlägen abhalten.  Eine Feuerpause mit der Hamas würde der Organisation eine Atempause zum Kräftesammeln verschaffen, während das Feuer auf Israel nicht aufhören würde, und jede israelische Militärreaktion würde als Aggression betrachtet, die die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen zum rechten Zeitpunkt rechtfertigt.

Wie es scheint, ist die Hamas in dieser Phase an einen Zermürbungskrieg mit Israel interessiert. Die Organisation möchte Israel an die Kassam-Raketen auf Sderot und die Gemeinden an der Grenze „gewöhnen“ und es von einer scharfen Reaktion abschrecken.

In dieser Situation gibt es keinen Ausweg aus der Aktivierung des Militärs. Wer den Rückzug aus Gaza befürwortet hat und zusätzliche Rückzüge in der Zukunft unterstützt, muss der erste sein, der sagt, dass Israel dem Beschuss von einem Gebiet, aus dem es sich zurückgezogen hat, nicht hilflos gegenüberstehen darf. Es ist zwar richtig, dass es keine militärische Lösung gibt: Ein militärisches Vorgehen wird am Bestehen eines politischen Problems nichts ändern. Wenn Israel jedoch keine effektive militärische Antwort auf einen militärischen Angriff hat - wer wird dann mit ihm zu einer politischen Lösung gelangen wollen?

(Haaretz, 28.02.08)

zum Anfang
diesen Artikel drucken



Ilan Mor: Israels Hand ist ausgestreckt
Israels Gesandter in Berlin, Ilan Mor, hat sich in einem Interview mit dem Deutschlandfunk eingehend zur aktuellen Situation im Nahen Osten und den positiven Entwicklungen der israelisch-deutschen Beziehungen geäußert. Zum 60. Geburtstag seines Landes wünscht der Diplomat sich eine internationale Anerkennung der Errungenschaften Israels. Von diesen könne die ganze Welt profitieren.

„Ich wünsche mir eine Situation, in der das Existenzrecht Israels nicht Tag für Tag unter ein Fragezeichen gestellt wird. Ich wünsche mir eine Situation, in der viele Länder der Welt die Errungenschaften Israels anerkennen werden und mit Israel auf bilateraler Ebene, auf multilateraler Ebene kooperieren werden. Israel hat sehr viel für die Welt getan und immer noch zu tun. Im Bereich Entwicklungshilfe hat Israel im Laufe der Zeit viele Wunder in Afrika, in Südamerika, in Asien herbeigeführt. Davon wissen ganz wenige Leute. Israel hat sehr viel anzubieten. Unsere ausgestreckte Hand ist vorhanden. Ich wünsche mir, dass viele Länder diese Hand anfassen werden, und wir gemeinsam etwas beitragen können, dass die Welt besser sein kann nach dem jüdischen Motto ‚Tikun Olam’, also die Welt zu verbessern.“

Unter dem folgenden Link findet sich das vollständige Interview: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/746854/

zum Anfang
diesen Artikel drucken



Israel untersucht Steueroasen in Liechtenstein
Die israelischen Behörden beabsichtigen, gleich ihren deutschen und US-amerikanischen Kollegen die Steueroasen im Fürstentum Liechtenstein zu untersuchen.

In diesem Zusammenhang soll die Israelische Steuerbehörde die deutschen Behörden um eine Kopie der Computer-Festplatte gebeten haben, die Informationen über in Liechtenstein registrierte Trusts enthält. So sollen israelische Steuerflüchtlinge lokalisiert werden.

(Globes, 27.02.08)

zum Anfang
diesen Artikel drucken



Der letzte Hebräer - Aharon Amir gestorben
Der israelische Literat, Redakteur und Übersetzer Aharon Amir ist heute Nacht im Alter von 85 Jahren gestorben. Bekannt machten ihn neben dem eigenen vielseitigen Oeuvre vor allem seine Übersetzungen von Klassikern der Weltliteratur, u.a. Charles Dickens, Lewis Carroll, George Eliot, John Steinbeck, Edgar Allan Poe, Ernest Hemingway, Herman Melville, Mark Twain und Henry James. Im Jahr 2003 erhielt er den Israel-Preis für Übersetzungen ins Hebräische.

Amir wurde 1923 als Sohn zionistischer Eltern in Litauen geboren und wanderte Anfang der 30 Jahre nach Israel ein, wo er das Gymnasium Herzliya besuchte. Im Alter von nur 14 Jahren schloss er sich der Hagana an, der Vorläuferin der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte. Später wurde er in die Reihen der Kampfverbände Lechi und Etzel aufgenommen.

Anfang der 40er Jahre geriet er in den Bannkreis des Dichters Yonatan Ratosh, mit dem er gemeinsam die Bewegung der Kanaaniter gründete. Diese vertrat eine Abkoppelung der Israelis vom Judentum und die Bildung einer neuen, hebräischen Nation.

Amir hat seinen Körper der Wissenschaft vermacht, eine Beerdigung wird es daher nicht geben.

(Haaretz/Yedioth Ahronot, 29.02.08)

zum Anfang
diesen Artikel drucken

 
Events
Woche der Brüderlichkeit 2008

Die diesjährige Woche der Brüderlichkeit, die der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit seit 1952 jeden März veranstaltet, steht unter dem Motto „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist (David Ben Gurion) 60 Jahre Staat Israel“.

Bei der Zentralen Eröffnungsfeier am Sonntag (02.03) in Düsseldorf wird dem israelischen Unternehmer und Visionär Stef Wertheimer die diesjährige Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen.

Das vielfältige Programm und weitere Informationen finden sich unter dem folgenden Link: http://www.deutscher-koordinierungsrat.de/_downloads/Rahmenprogramm_WdB_2008.pdf

zum Anfang
diesen Artikel drucken
Wir vergessen euch nicht
Ehud Goldwasser, vor 597 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 597 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 614 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit eineinhalb Jahren entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

zum Anfang
diesen Artikel drucken


An- und Abmelden des Newsletters
Newsletter-Archiv Israel Ministry of Foreign Affairs
Israel von A-Z Israel Line - MFA Newsletter
Medienspiegel der deutschen Botschaft Tel Aviv Israel Defense Forces IDF


Dieser Newsletter mit Mitteilungen israelischer Ministerien und Meldungen aus der israelischen Presse wird von der Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit zusammengestellt. Anmerkungen und Fragen richten Sie bitte an: botschaft@israel.de.
Für den Inhalt externer Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Disclaimer

Hier geht es zur vergrößerten Ansicht des Newsletters