Dienstag, 12.02.2008
 
 
Olmert trifft Merkel
 

Foto: Reuters

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat sich heute im Rahmen seines Staatsbesuchs in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. Dabei betonte Merkel gegenüber ihrem Gast, dass die einzige Lösung für die Situation im Gaza-Streifen darin bestehe, dass die Hamas dem Kassam-Raketenbeschuss ein Ende setzt. Das Raketenfeuer palästinensischer Terroristen sei für das Elend der Menschen in Gaza verantwortlich.

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Gute Zäune, gute Nachbarn - Von Ari Salem

Israel auf der Berlinale


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(Bank of Israel, 12.02.08)



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Ahmadinejad: Israel wird nicht fortbestehen

Der iranische Staatspräsident Mahoumd Ahmadinejad hat einmal mehr Israels Existenzrecht bestritten und seinen Untergang vorhergesagt.

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Kassam-Raketen in Südisrael

Palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen haben wieder zwei Kassam-Raketen auf israelisches Territorium abgefeuert.

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Teva verzeichnet Rekordeinnahmen

Der israelische Pharma-Großkonzern Teva hat heute seine Bilanz für das letzte Quartal und das gesamte Jahr 2007 vorgelegt. Demnach beträgt der Nettoumsatz für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2007 2.58 Milliarden Dollar, was einen Anstieg von 13% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Nettoumsatz des Gesamtjahres stieg um 12% auf 9.4 Milliarden Dollar. Die Nettoeinnahmen kletterten von 1.87 auf 1.95 Milliarden.

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Olmert trifft Merkel
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat sich heute im Rahmen seines Staatsbesuchs in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. Dabei betonte Merkel gegenüber ihrem Gast, dass die einzige Lösung für die Situation im Gaza-Streifen darin bestehe, dass die Hamas dem Kassam-Raketenbeschuss ein Ende setzt. Das Raketenfeuer palästinensischer Terroristen sei für das Elend der Menschen in Gaza verantwortlich.

Olmert wies die Bundeskanzlerin auch auf die andauernde Bedrohung hin, die das iranische Atomprogramm für Israel und die gesamte freie Welt darstelle.

(Yedioth Ahronot, 12.02.08)

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Gute Zäune, gute Nachbarn
Von Ali Salem

„Ein guter Zaun schafft gute Nachbarn.“ An diesen berühmten Satz aus einem schönen Gedicht des amerikanischen Dichters Robert Frost musste ich denken, als ich den Vortrupp von verschleierten Hamas-Frauen betrachtete, die die Grenzmauern zwischen Palästina und Ägypten zu durchbrechen versuchten. Letztlich ging dieser Tag gut zu Ende, nachdem es den ägyptischen Sicherheitskräften gelang, sie aufzuhalten.

Am Morgen des nächsten Tages wurde die Mauer an der Grenze zwischen dem palästinensischen Rafiah und dem ägyptischen Rafiah niedergerissen, nicht durch Elend und Hunger, sondern Dynamit. So brachen Hunderttausende Bewohner des unglückgeplagten Gaza ins ägyptische Rafiah und nach El-Arish ein, nachdem die ägyptischen Sicherheitskräfte angewiesen worden waren, sie passieren zu lassen, um ein Massaker zu verhindern.

In jedem Machtapparat gibt es subversive Elemente. Wie es scheint, war der Bulldozer-Flügel der Hamas auf den Terror-Flügel eifersüchtig, der seine Funktion auf der besseren Seite erfüllte. Auf diese Weise wuchs der Bulldozer über die Maße, um andere Teile der Mauer zum Einsturz zu bringen und die Durchfahrt von Autos vom palästinensischen Rafiah ins ägyptische Rafiah und nach El-Arish zu ermöglichen. So sahen die Ägypter, und mit ihnen die ganze Welt, die Autos mit palästinensischen Kennzeichen auf ihren Straßen fahren. Dies ist es, was die Bewohner Ammans in Jordanien vor dem September 1970 sahen.

Bruder Chaled Mashal hat um einen Dialog gebeten (bei dieser Gelegenheit merke ich an, dass die Zahl der Dialoge zum palästinensischen Problem diejenige aller Dialoge in allen Dramen und Filmen jedweder Länge in der Geschichte übersteigt). Er hat gewiss verstanden, dass der Dialog zwischen Hamas und Fatah, der in Mekka geführt wurde, und zuvor in Kairo, Dutzende Male, zu nichts geführt hat, da ihm ein Mauerdurchbruch mit Ägypten fehlte.

Die ägyptische Regierung hat die zwei rivalisierenden palästinensischen Autoritäten nach Kairo gerufen, um den geforderten Dialog zu führen. Was seinen Ausgang angeht, hege ich keinerlei Zweifel. Er wird ein Scheitern in jeder Hinsicht sein. Schließlich kann ein Dialog nur glücken, wenn die beiden Seiten ihre Triebe zugunsten des Interesses ihres Volkes beherrschen können. Aber der extremistische Revolutionär sagt sich: „Nimm an einem Dialog teil, gelange zu einem Abkommen, unterzeichne es, stehe von deinem Stuhl auf, drücke deinem Rivalen einige warme Küsse auf die Wange, danach versetze ihm einen Schlag und dann fordere einen neuen Dialog und nutze zwischenzeitlich das im vorigen Dialog Erreichte für deine Zwecke, während du dich auf den nächsten Dialog vorbereitest.“

Und wenn Frost sagte, dass gute Zäune gute Nachbarn schaffen, dann hat der ägyptische Fellache eine wichtige Regel aufgestellt: „Es gibt keine gute Nachbarschaft nach dem Niederbrennen des Feldes.“ Zwar gab es kein Feld an der ägyptischen Grenze, aber es gab Mauern, die die Souveränität Ägyptens symbolisierten. Diese Mauern wurden niedergebrannt. Das ist es, was jeder Ägypter gesehen hat, und das ist es, was in ihm die Identifikation mit dem Leid seiner ägyptischen Nachbarn verursacht hat. Aber die politischen Eliten haben das anders gesehen: „Wir sind auf der Seite Gazas.“

Dabei machte keiner von ihnen klar, wen er in Gaza unterstützt, und keiner von ihnen stand auf der Seite des ägyptischen Rafiahs und El-Arishs oder auf der Seite der 38 ägyptischen Polizisten, die von ihren fanatischen Brüdern verletzt wurden. Wären wir Feinde Israels, dann wäre die Hamas-Regierung als Feind Israels unser Freund. Da aber Rafiah und El-Aris zu einem Staat gehören, der ein Friedensabkommen mit Israel unterzeichnet hat, ist die Hamas nicht unser Freund. Die Logik der ägyptischen Eliten bewegt sie dennoch dazu, sich den faschistischsten Ansichten in der Region anzunähern, nur weil sie gegen Israel sind.

Die Haltung des Volkes ist anders, da die Wohlstandskultur im Kreis der Eliten nicht in ihr Hirn einzudringen und sich dort einzunisten vermag. Die breite Öffentlichkeit weiß eines: „Es gibt keine gute Nachbarschaft nach dem Niederbrennen des Feldes.“ Um Himmels Willen, Hamas, ihr habt unser Herz verbrannt, nachdem ihr eurem Volk die Gegenwart und die Zukunft geraubt habt für politische Abenteurer, die für regionale Mächte arbeiten, die an Diplomatie nicht interessiert sind.

Der Krieg im Nahen Osten wird derzeit zwischen Staaten auf der einen und den religiös-revolutionären Gruppen auf der anderen Seite geführt. Der Revolutionär weiß gut, dass die Ägypter nicht über die Macht verfügen, die Fanatiker, die Nachbarn, die Freunde zu besiegen, für die es lange Zeit gekämpft hat. Er weiß, dass Ägypten nicht Tausende von Palästinensern töten wird, um seine Grenze zu verteidigen. Er weiß, dass Ägypten nicht reagieren wird wie die Jordanier, aber er hofft darauf. Du weißt nicht, wie der extremistische Revolutionär denkt, aber er weiß, wie du denkst. Kannst du einen lebendigen Menschen von den Höhen eines Wolkenkratzers werfen? Er tut es, ohne mit der Wimper zu zucken. Kannst Du einen Menschen vor laufender Kamera schlachten? Er kann es.

Darum braucht es eine neue Politik, in deren Rahmen den Mördern nicht gesagt wird ‚Hallo und Friede mit Dir, Bruder‚ komm, mein widerspenstiger Bruder, der du über Raketen verfügst, komm und zerstöre mein Leben, komm und durchbreche meine Grenze, komm, lass uns einen Dialog führen’.

Ali Salem ist ein ägyptischer Dramatiker und Satiriker.  Wegen seines Aufrufs zur Anerkennung Israels wurde er vom ägyptischen Schriftstellerverband ausgeschlossen und zu kultureller Isolation verurteilt.

(Haaretz, 11.02.08)

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Ahmadinejad: Israel wird nicht fortbestehen
Der iranische Staatspräsident Mahoumd Ahmadinejad hat in einem Interview mit der französischen Tageszeitung Le Monde aus Anlass des 29. Jahrestages der islamischen Revolution auf der Fortsetzung des iranischen Atomprogramms beharrt und dabei einmal mehr Israels Existenzrecht bestritten und seinen Untergang vorhergesagt. Israel sei „gefälscht, erlogen. Es wird nicht fortbestehen. Es muss dieses Gebiet verlassen“, sagte er wörtlich. Dass die UNO Israel anerkenne, verleihe dieser Anerkennung keine Gültigkeit.

Gleichzeitig verteidigte er die iranische Unterstützung der Terrororganisation Hamas und verurteilte die Europäische Union und die USA: „Wir sind heute das einzige Land, dass die rechtmäßige Regierung Palästinas unterstützt. Wer unterdrückt nun dieses Volk? Wer verhängt wirtschaftliche Sanktionen über es? Es tut mir leid zu sagen, dass dies die europäischen Regierungen sind, die hierbei gemeinsame Sache mit den Zionisten machen. Aber die Frage Palästinas geht über diese Frage hinaus. Man muss zum dem Ereignis zurückkehren, dass vor 60 Jahren passierte, dessentwegen Millionen entwurzelt und Hunderttausende ermordet würden. Das Problem wird nicht durch europäische oder amerikanische Initiativen gelöst. Man muss die Ursache des Problems behandeln, seine Wurzeln – wenn nicht, wird die Krise weitergehen. Auf lange Sicht werden die für die Besatzung Verantwortlichen unterliegen.“

(Haaretz, 12.02.08)

Auf der zentralen Massenkundgebung zum Jahrestag der islamischen Revolution in Teheran verkündete der iranische Präsident am Montag, dass sein Land im Atomstreit mit den westlichen Mächten „um keinen Jota“ zurückweichen werde. Über die Weltmächte, die derzeit über eine dritte UN-Resolution zu Sanktionen gegen den Iran beraten, sagte er: „Sie … können nichts tun als mit Papier zu spielen und Propaganda zu machen.“

Als er an die aufgepeitschten Massen auf dem Azadi-Platz die Frage richtete: „Wäret ich bereit, nur einen Schritt oder ein Jota von unseren nuklearen Rechten zurückzutreten?“, antworteten die Demonstranten: „Nein, Atomenergie ist unser offensichtliches Recht.“

Dann rief er: „Ist hier jemand im iranischen Volk, der das zionistische Regime unterstützt?“, worauf die Massen „Nein“ entgegneten und „Tod Israel“ skandierten.

(Yedioth Ahronot, 11.02.08)

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Kassam-Raketen in Südisrael
Palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen haben heute bis zum Mittag bereits wieder zwei Kassam-Raketen auf israelisches Territorium abgefeuert. Eine Rakete landete heute Mittag im westlichen Negev, die andere südlich von Ashkelon. Da beide auf offenem Felde niedergingen, kam es weder zu Personen- noch Sachschaden.

Darüber hinaus schlugen im israelischen Grenzgebiet zum Gaza-Streifen neun Mörsergranaten ein.

(Yedioth Ahronot, 12.02.08)

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Teva verzeichnet Rekordeinnahmen
Der israelische Pharma-Großkonzern Teva hat heute seine Bilanz für das letzte Quartal und das gesamte Jahr 2007 vorgelegt. Demnach beträgt der Nettoumsatz für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2007 2.58 Milliarden Dollar, was einen Anstieg von 13% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Nettoumsatz des Gesamtjahres stieg um 12% auf 9.4 Milliarden Dollar. Die Nettoeinnahmen kletterten von 1.87 auf 1.95 Milliarden.

Die Pharmaverkäufe in den USA erbrachten 59% des Umsatzes im letzten Quartal. Insgesamt beliefen sie sich 2007 auf ganze 5.16 Milliarden Dollar. In Europa expandiert das Unternehmen ebenfalls, nicht zuletzt durch Zulassungen für Generika.

Teva-Präsident und –Vorstandsvorsitzender Shlomo Yanai teilte mit: „2007 war ein außergewöhnliches Jahr für Teva, in dem wir Rekordergebnisse auf ganzer Linie erzielt, unsere Führungsposition auf vielen Märkten ausgebaut und das Geschäft erheblich gesteigert haben.“

(Globes, 12.02.08)

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Events
Israel auf der Berlinale

Auf den Internationalen Filmfestspielen, die derzeit in Berlin stattfinden, ist heute der folgende israelische Beitrag zu sehen:

„Lemon Tree“, Regie: Eran Riklis


Israel/Deutschland/Frankreich, 106 min., Arabisch/Hebräisch/Englisch mit engl. UT
Die palästinensische Witwe Salma bewirtschaftet einen Zitronenhain, der direkt an der Grenze zwischen dem Westjordanland und Israel liegt. Ihr neuer Nachbar auf der anderen Seite ist der israelische Verteidigungsminister Navon. Nach Meinung seiner Sicherheitsleute ist Salmas Garten ein Sicherheitsrisiko und soll abgeholzt werden. Salma wehrt sich mit allen Mitteln.


22.30 Uhr Colosseum 1

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Wir vergessen euch nicht
Ehud Goldwasser, vor 580 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 580 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 597 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit eineinhalb Jahren entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

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