Freitag, 18.01.2008
 
 
Olmert zur Lage im Süden
 
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat am Donnerstag in einer Rede vor dem israelischen Industriellenverband zu dem andauernden Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen und den Anti-Terror-Operationen der israelischen Armee Stellung genommen.

„Vor etwa zwei Tagen haben Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und Angehörige der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (SHABAK) eine kühne Aktion durchgeführt, bei der viele Terroristen, Leute der Hamas, ums Leben kamen. Diese Aktion war eine gezielte, begrenzte Aktion, die auf die gerichtet war, die seit mehreren Tagen versuchen, Zivilisten im Süden Israels zu treffen. Sie haben einen Schlag erlitten, und dieser Schlag wird angesichts des fortdauernden unerträglichen Kassam-Raketenbeschusses auf die Bewohner des Südens nicht der letzte sein.

Man braucht nicht darauf hinzuweisen, wie viel Arbeit in jede solche Aktion investiert wird, wie viel gewaltige Anstrengung, Fantasie, exakte Planung die Kommandanten der Armee und des SHABAK investieren, um die zu erreichen, die für den Terror verantwortlich sind, um den unerträglichen Beschuss auf die Bürger des Südens zu beenden.

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60 Jahre Israel


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(Bank of Israel, 18.01.08)



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Botschafter Ben-Zeev im Interview mit der WELT

Yoram Ben-Zeev, Israels neuer Botschafter in Berlin, hat der WELT sein erstes großes Interview seit seinem Amtsantritt gegeben.

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Ilan Mor diskutiert in Hamburg

Israels Gesandter in Berlin, Ilan Mor, hat am Mittwoch an einer Podiumsdiskussion teilgenommen,

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Israel als Transportbrücke für Rohöl

Israel ist auf dem Weg, zu einer primären Transportbrücke für Rohöl in den Fernen Osten zu werden. So betreibt die Eilat-Ashkelon Pipeline Company zurzeit eine internationale Initiative, um Rohöl aus Jihan in der Südosttürkei nach Ostasien zu leiten, wobei die bestehende Infrastruktur in Israel genutzt werden soll.

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Olmert zur Lage im Süden
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat am Donnerstag in einer Rede vor dem israelischen Industriellenverband zu dem andauernden Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen und den Anti-Terror-Operationen der israelischen Armee Stellung genommen.

„Vor etwa zwei Tagen haben Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und Angehörige der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (SHABAK) eine kühne Aktion durchgeführt, bei der viele Terroristen, Leute der Hamas, ums Leben kamen. Diese Aktion war eine gezielte, begrenzte Aktion, die auf die gerichtet war, die seit mehreren Tagen versuchen, Zivilisten im Süden Israels zu treffen. Sie haben einen Schlag erlitten, und dieser Schlag wird angesichts des fortdauernden unerträglichen Kassam-Raketenbeschusses auf die Bewohner des Südens nicht der letzte sein.

Man braucht nicht darauf hinzuweisen, wie viel Arbeit in jede solche Aktion investiert wird, wie viel gewaltige Anstrengung, Fantasie, exakte Planung die Kommandanten der Armee und des SHABAK investieren, um die zu erreichen, die für den Terror verantwortlich sind, um den unerträglichen Beschuss auf die Bürger des Südens zu beenden.

Ich weiß, dass es in solchen Situationen sehr leicht ist, sich zu feurigen Parolen hinreißen zu lassen. Dies ist nicht unser Stil, dies ist nicht der Weg dieser Regierung. Wir wollen keinen Krieg im Gaza-Streifen führen, wir wollen seine Bewohner nicht schädigen. Wir haben absolut keine Lust dazu, auch nur einen Bewohner Gazas zu töten, aber wir sind weder in der Lage, noch bereit dazu, diesen von dort kommenden unaufhörlichen Beschuss auf Bürger des Staates Israel zu ertragen. Daher werden wir weiter agieren, weise und entschlossen, mit maximaler Präzision, die es uns ermöglichen wird, jene zu treffen, die uns treffen wollen, und nicht unbeteiligte Zivilisten, die zu Opfern des Extremismus, der Gewalt, des Hasses und der Hetze der Führer der Terrororganisationen im Gaza-Streifen werden.

Sie machen keinen Unterschied – Frauen, Kinder, unbeteiligte Zivilisten; sie wollen jeden einzelnen von uns treffen. Wir werden weiterhin – obwohl es manchmal schwer ist, sich zurückzuhalten, in einer Form agieren, die es uns ermöglicht, zu den Terroristen zu gelangen, zu denen, die schießen, zu denen die die Raketen schicken, zu denen, die sie ausrüsten, auf dass sie ihre Strafe erhalten werden.

Gerade heute ist bekannt gegeben worden, dass 75 Prozent der Kinder der Stadt Sderot unter Schock leiden. Ich weiß, dass wir nicht selten auf die Zahl der in physischer Hinsicht Verletzten blicken und uns sagen, dass Gott Sei Dank während des irrsinnigen Beschusses von gestern, von heute, keiner unserer Bürger getötet worden ist. Aber jeder, der weiß, was im Süden des Landes passiert, weiß, was für ein hoher seelischer Preis, war für eine schwere emotionale Bürde auf dem Leben dieser Menschen lastet, auf den Eltern, auf den Kindern, in einer Weise, die ihnen den Seelenfrieden zerstört und die Freude am Leben nimmt.

Wir können diese Realität nicht als eine Routine akzeptieren, mit der man leben  muss. Wir wissen uns auch offenherzig und rational zu sagen, dass es keine einfache Antwort gibt, die all dies komplett zu beenden vermöchte, keinen verborgenen Knopf, keinen Zauberplan, der uns sagt, wie wir handeln sollten, und alles wäre im Nu vorbei, aber wir wissen, dass wir dagegen kämpfen müssen. Und im Süden wird ein Krieg geführt. Tag für Tag, Nacht für Nacht. Ein Teil der kühnsten und tapfersten Soldaten der Armee und des SHABAK nimmt daran teil und dieser Krieg hört nicht auf.

Der Zeitpunkt wird kommen, da sich die Waagschale in diesem Krieg in der Weise neigen wird, dass der Beschuss im Süden nicht mehr so sein wird, wie er jetzt ist, und ich glaube, dass sie sich letztendlich bemühen werden, sich an andere Normen anzupassen als diejenigen, die sie heute antreiben. Ich weiß, dass das Herz des gesamten Staates Israel mit den Bewohnern des Südens schlägt. Ich weiß, dass es keinen leichten Weg gibt - gewiss nicht mit Reden -, um die Bewohner des Südens zu beruhigen und ihre Sorgen, ihren Schmerz und die Angst, mit der sie täglich zu kämpfen haben, zu verringern. Wir tun die Dinge, die getan werden müssen, in der richtigen Balance und mit der richtigen Bedachtsamkeit, und vor allem bekämpfen wir weiter den Jihad und die Hamas und jeden, der der dazugehört – ohne Kompromiss, ohne Verzicht und ohne Mitleid.“

(Außenministerium des Staates Israel, 17.01.08)

Bis zur Mittagsstunde sind heute bereits wieder 13 Kassam-Raketen von palästinensischen Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf israelisches Territorium abgeschossen worden. Eine landete neben einem Kindergarten in Sderot und richtete Schaden an einer Wasserleitung an. Verletzt wurde bisher niemand.

(Yedioth Ahronot, 18.01.08)

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Botschafter Ben-Zeev im Interview mit der WELT

Foto: DDP

Yoram Ben-Zeev, Israels neuer Botschafter in Berlin, hat der WELT sein erstes großes Interview seit seinem Amtsantritt gegeben. Im Gespräch mit Michael Stürmer und Clemens Wergin äußert er sich hier zum aktuellen Stand des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses, zur iranischen Bedrohung und vor allem zu seinem neuen Aufgabenfeld in Deutschland.

“Ich habe meine Akkreditierung zweimal abgegeben, einmal gegenüber Bundespräsident Köhler, und dann bin ich zu Gleis 17 gegangen, von wo die Juden Berlins in Konzentrationslager gebracht wurden. Von dort sind es ungefähr 5 Minuten mit dem Auto bis zur israelischen Botschaft, 5 Minuten für 65 Jahre. Ich konnte gar nicht anders als an den historischen Fehler zu denken, dass Israel bald seinen 60. und nicht seinen 70. Geburtstag feiert. Das hätte so viele Menschen retten können! Wie kann ich das dem Überlebenden erklären, der mir am Gleis 17 in die Arme fällt und sagt: ‚Zu spät, zu spät.’ Was soll ich ihm antworten? Wir sind hier, um den moralischen Code zu beschützen, der uns dazu zwingt, von der Geschichte zu lernen. Das ist meine Aufgabe. Und daran denke ich, wenn ich abends nach Hause komme und mit meiner Frau bespreche, was wir tagsüber getan haben, was wir gesehen und erfahren haben.“

„Ich kann verstehen, dass Jüngere ein wenig müde werden, sich immer mit der Vergangenheit auseinandersetzen zu sollen. Und dass sie sagen, das war nicht unsere Generation, nicht mal die unserer Eltern, sondern die unserer Großeltern, wir empfinden heute genauso wie ihr. Aber darum geht es nicht, es geht um die moralischen Fragen. Wie beschützt man die moralische Struktur und sorgt dafür, dass sie heil bleibt? Das moralische Diktat des Holocaust ist, zu versuchen, wie ‚a Mensch’ zu sein, aus den Geschichtsbüchern zu lernen. Deutschland setzt sich etwa mit dem Problem des Rassismus und des Antisemitismus auseinander, wir haben unsere eigenen Probleme und betreiben manchmal eine sehr schwierige Selbstbefragung, aber wir haben einen gemeinsamen Nenner, wir schätzen beide Freiheit und Demokratie sehr und das Recht der Menschen, zu leben.“

Der vollständige Wortlaut des Interviews findet sich unter dem folgenden Link: http://www.welt.de/politik/article1564483/
Die_Deutschen_machen_es_sich_nicht_einfach.html

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Ilan Mor diskutiert in Hamburg
Israels Gesandter in Berlin, Ilan Mor, hat am Mittwoch an einer Podiumsdiskussion teilgenommen, die die Deutsch-Israelische Gesellschaft Hamburg anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung des Staates Israel im Abendblatt-Center der Hansestadt veranstaltet hat. Außer ihm saß noch der deutsche Botschafter in Israel, Harald Kindermann, auf dem Podium.

In Bezug auf den israelisch-palästinensischen Friedensprozess zeigte sich der israelische Diplomat „optimistisch – aber mit Erfahrung“. Der Erfolg hänge von der Frage ab, ob Israels Existenzrecht von seinen Nachbarn akzeptiert werde. Dabei machte sich Mor einmal mehr für die Zwei-Staaten-Lösung stark.

Ein ausführlicherer Bericht über die Veranstaltung sowie eine Filmsequenz finden sich unter dem folgenden Link: http://www.abendblatt.de/daten/2008/01/18/838373.html

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Israel als Transportbrücke für Rohöl
Israel ist auf dem Weg, zu einer primären Transportbrücke für Rohöl in den Fernen Osten zu werden. So betreibt die Eilat-Ashkelon Pipeline Company zurzeit eine internationale Initiative, um Rohöl aus Jihan in der Südosttürkei nach Ostasien zu leiten, wobei die bestehende Infrastruktur in Israel genutzt werden soll.

Ein Konsortium von Energiefirmen und internationalen Schifffahrtsunternehmen wird die Initiative managen, und eine Absichtserklärung soll innerhalb der nächsten drei Monate unterzeichnet werden.

Das Öl würde in Georgien und Aserbaidjan gepumpt und via Pipeline in die Türkei geleitet werden. Von dort würde es mit einem Tanker nach Ashkelon transportiert werden, von wo es wiederum per Pipeline nach Eilat und von dort aus per Schiff nach Ostasien gelangen würde.

Die Initiative bedeutet einen Durchbruch im internationalen Energiemarkt, nicht zuletzt insofern, als sie die Abhängigkeit vom Öl aus den Golfstatten reduzieren würde.

(Haaretz, 17.01.08)

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Events
60 Jahre Israel

Im Mai 2008 wird der Staat Israel seinen 60. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass finden auch in Deutschland das ganze Jahr über unzählige Festveranstaltungen statt.

Auf der Website der Botschaft des Staates Israel kann man sich über aktuelle Termine und die verschiedensten Facetten Israels informieren: www.israel.de

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Wir vergessen euch nicht
Ehud Goldwasser, vor 556 Tagen in den Libanon entführt

Eldad Regev, vor 556 Tagen in den Libanon entführt

Gilad Shalit, vor 572 Tagen in den Gazastreifen entführt


Unter dem folgenden Link finden sich Informationen zu den entführten Soldaten sowie Hinweise dazu, wie der Kampf um ihre Freilassung unterstützt werden kann: http://www.habanim.org/en/German.html

Karnit Goldwasser, die Ehefrau des seit über einem Jahr entführten Soldaten Udi Goldwasser, bittet die Weltöffentlichkeit in einer Videobotschaft um Hilfe bei der Befreiung ihres Mannes.

Ihr Hilferuf in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ClipMediaID=988135&ak=null

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