Newsletter der Botschaft des Staates Israel - Berlin

   Donnerstag, 11. Mai 2006
  
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(1) Israel wird die Autonomiebehörde mit 50 Millionen Shekel unterstützen
(2) Khaled Mashal bittet die arabische Welt um Waffen und Soldaten
(3) Irans Präsident: Das Regime des Bösen in Israel wird verschwinden
(4) Morgan Stanley: Israels Wirtschaft “Fast Perfekt”
(5) Ein Fußball spielender Roboter wird Israel in Deutschland repräsentieren
(6) Das 12. Jewish Film Festival vom 18. bis 31. Mai in Berlin und Potsdam
(7) Was tun Sie diesen Sommer und Herbst?
(8) Das Wetter in Israel
(9) Wechselkurse
(1) Israel wird die Autonomiebehörde mit 50 Millionen Shekel unterstützen

Israel wird 50 Millionen Shekel von in Israel seit drei Monaten eingefrorenen Steuergeldern in Höhe von insgesamt 400 Millionen Shekel freigeben. Dies teilte gestern Abend Verteidigungsminister Amir Peretz mit. Nach Angaben des israelischen Armeesenders verkündete Peretz, dass er den Vorschlag bereits am kommenden Montag auf der Regierungssitzung vorbringen werde.

Außerdem wies Peretz den Regierungskoordinator in den Gebieten, General Yosef Mishlav, an, gemeinsam mit Organisationen, die in den Gebieten agieren, ein humanitäres Programm zur Umsetzung der Hilfeleistung zu erarbeiten.

Zuvor hatte Außenministerin Tzipi Livni zum ersten Mal über die Freigabe der Steuergelder gesprochen. Gleichzeitig betonten Livni und Peretz eindeutig, dass die Gelder nicht zur Auszahlung von Gehältern an Mitarbeiter der Autonomiebehörde weitergeben werden, die bereits seit März keine Gehälter mehr bekommen. Israel werde auch nicht zustimmen, dass die Gelder im Erziehungssektor eingesetzt werden, da die Palästinensische Autonomiebehörde unter der Führung der Hamas den palästinensischen Kindern Inhalte vermittelt, die Israel nicht akzeptiert.

Nach den Worten Livnis wurde ein Teil der Gelder zur Schuldentilgung der palästinensischen Autonomiebehörde an israelische Firmen geleitet, wie auch an israelische Krankenhäuser, in denen Palästinenser behandelt werden. (walla, 11.05.06)



(2) Khaled Mashal bittet die arabische Welt um Waffen und Soldaten

Der militärische Arm der Hamas bat heute die Freunde der Partei in der ganzen Welt darum, Munition, Soldaten und Gelder zu schicken, um die Hamas in ihrem Kampf gegen den „Feind Israel“ zu unterstützen.

Der Leiter des Politbüros der Hamas Khaled Mashal sagte auf einer pro-palästinensischen Veranstaltung in Qatar: „Wir bitten alle arabischen Länder, die uns umgeben, die moslemischen Länder auf der ganzen Welt, Waffen, Geld und Menschen zu schicken.“ Mashal fügte hinzu, dass dies „Widerstand“ sei und „kein Terrorismus“.

Die Mitglieder des Quartetts machten gestern wiederholt ihre drei Forderungen gegenüber der Hamas als Bedingung zur Wiederaufnahme der Zusammenarbeit zwischen der Autonomiebehörde und der internationalen Gemeinschaft deutlich. Diese sind: Anerkennung Israels, Absage an den Terror und Achtung der zwischen Israel und der Autonomiebehörde unterzeichneten Abkommen. (walla, 10.05.)



(3) Irans Präsident: Das Regime des Bösen in Israel wird verschwinden

Kein Tag vergeht ohne einen Ausfall aus der Fabrik des iranischen Präsidenten: dieses Mal bezeichnet Mahmoud Ahmedinedschad die Regierung in Israel als eine, die „auf dem Bösen basiert und deshalb nicht überleben kann – und eines Tages verschwinden wird“.

Der iranische Präsident, der gerade Indonesien besucht, kritisierte die Staaten, die zwar über Nuklearwaffen verfügen, jedoch das Atomprogramm seines Landes angreifen. Er erklärte wiederholt, dass mit dem Atomprogramm seines Landes keine militärischen Zwecke verfolgt würden und dass kein Zusammenhang mit der Waffenproduktion bestehe. Gleichzeitig erklärte er, dass Teheran über die „Fähigkeit verfüge, seine Interessen zu schützen“.

Ahmedinedschad, der bereits am Vorabend des Holocausttages dazu aufgerufen hatte, „Israel von der Landkarte zu tilgen“ (- Minister Shimon Peres hatte ihm geantwortet, dass „man auch den Iran ausradieren kann“- ), sprach vor örtlichen Studenten in dem Staat mit der größten moslemischen Bevölkerung weltweit. Mit Begeisterung antworteten sie: „Iran ist in unseren Herzen, Atomkraft für den Frieden“.

In einer Fernsehsendung in Jakarta sprach Ahmedinedschad von der Möglichkeit, dass sich sein Land schon bald aufgrund einer Entscheidung des Sicherheitsrats internationalen Sanktionen ausgesetzt sehen werde. „Der Westen hat mehr zu verlieren, als der Iran“, so Ahmedinedschad. „Es besteht kein Grund dafür, dass wir von anderen abhängig sein sollten.“

Der iranische Führer, der diese Woche einen ersten Brief seiner Art an Präsident Bush geschickt hatte, ist einer Verständigung mit dem Westen nicht abgeneigt. „Unserem Dialog sind keine Grenzen gesetzt, aber wenn jemand mit einer Pistole auf Sie zielt und Sie zu etwas zwingt, würden Sie das dann tun?“ So fragte er einen Interviewer.

Angesichts der entscheidenden Gesprächsrunde des UN-Sicherheitsrats haben die drei führenden Staaten in Europa einen Plan von der Art „Zuckerbrot und Peitsche“ erarbeitet, der die Position des Iran mäßigen soll und ihm ein Bonuspaket bieten soll, damit er das Urananreicherungsprogramm beendet. Russland hat seinerseits in der Vergangenheit vorgeschlagen, auf seinem Gebiet Material für die Iraner anzureichern, doch bis heute hat Teheran immer wieder seine Entschiedenheit zur eigenständigen Anreicherung erklärt. (ynet, 11.05.06)



(4) Morgan Stanley: Israels Wirtschaft “Fast Perfekt”
In einem enthusiastischen Bericht mit der Titel „Israel: Almost Perfect“ lobte die amerikanische Beratungsfirma Morgan Stanley Israels Wirtschaft. Dem Bericht zufolge wird die neue Große Koalitionsregierung Israel weitere Stabilität bringen und dadurch der Wirtschaft und den Finanzmärkten helfen. Obwohl ein leichter Anstieg der Sozialausgaben zu erwarten sei, würden fortgesetzte Maßnahmen wie fiskalpolitische Sparsamkeit, Rückzug aus den besetzten Gebieten und Strukturreformen den Weg für ein starkes Wirtschaftswachstum bereiten. Das deflationierte BIP stieg 2004 um 4,3% sowie 2005 um 5,2%, deutlich stärker als in den Vorjahren. Die jüngsten Indikatoren deuteten auf einen weiteren Anstieg der Exporte und der heimischen Wirtschaftsaktivität hin. Trotz sinkender Produktionsreserven sei die Inflationsgefahr gering, da die Zentralbank Israels über genügend Mittel verfüge und die öffentlichen Finanzen sich in einem guten Zustand befänden. Unter dem gegebenen heimischen Nachfragezuwachs und dem niedrigen Realzinssatz erwartet Morgan Stanley einen „normalisierenden“ Zinsanstieg auf bis zu 5,75% in den nächsten Monaten. Dies seien „gute Neuigkeiten und keine Gefahr“ für die heimische Wirtschaft. (globes.co.il, 07.05.06)

(5) Ein Fußball spielender Roboter wird Israel in Deutschland repräsentieren

Ein Roboter, der Fußball spielt, hat bei einem Roboterturnier, das am 10.5. an der Universität von Haifa stattfand, den ersten Platz gewonnen. Der Roboter namens „Blip“ gewann in der Kategorie „Schulen“. Gebaut und programmiert wurde er von den zwei Achtklässlern Adam Rimon und Nadav Horesh von der Schule ORT Hermetz in Jerusalem. Die beiden erhielten ein Stipendium für ein Studium an der Universität von Haifa.

Der Roboter spielt auf dem Platz als Stürmer und erfüllt kurzfristig verschiedene Aufgaben: er muss den Ball finden, ihn fassen und ins Tor schießen, in dem sich ein weiterer Roboter befindet. „Damit er dies tun kann, haben wir den Roboter mit einem Kompass ausgestattet. Wir haben ihm eine empfindliche Apparatur eingebaut, die die Entfernung zum Ball berechnet und wir haben ihm Räder verpasst, die in einem besondern Winkel angebracht sind, damit er in der Bewegung den Ball erkennen kann“, so die Planer des Roboters. Rimon und Horesh betonen, dass sie verrückt nach Robotertechnik seien und an der Herstellung von „Blip“ Tag und Nacht gearbeitet hätten.

Die schwere Arbeit hat sich gelohnt, denn außer dem Sieg bei dem Roboter-Turnier an der Universität Haifa, werden sie Israel bei dem World Cup im Roboter-Fußball repräsentieren, welcher im kommenden Monat in Deutschland stattfindet. Der Weltverband für künstliches Intelligenz hat sich für das Jahr 2050 zum Ziel gesetzt, dass es einer Fußballmannschaft von Robotern gelingen wird, eine menschliche Mannschaft zu besiegen. (walla, 10.05.)



(6) Das 12. Jewish Film Festival vom 18. bis 31. Mai in Berlin und Potsdam

Das 12. Jewish Film Festival läuft in diesem Jahr unter dem Motto „Töchter, Talmud, Tore“ vom 18. bis 28. Mai 2006 im Kino Arsenal, Berlin, sowie vom 29. bis 31. Mai 2006 im Filmmuseum Potsdam.

Die Eröffnungsgala findet am Mittwoch, den 17. Mai um 20 Uhr im Berliner Ensemble statt. Zu Gast sind die Kantorin Roslyn Barak sowie der Kantor Jacob Mendelson. Karten sind ab 15 Euro beim Berliner Ensemble unter Tel.: 030/ 28 408-155 zu erwerben.

Gezeigt werden insgesamt 17 Filme, wobei der jüdische Film Frankreichs mit fünf Filmen in diesem Jahr einen Schwerpunkt bildet. Die traditionelle Eröffnung erfolgt am 18. Mai 2006 um 19 Uhr im Kino Arsenal mit dem französischen Film „The first time I was twenty“.

Aus Israel werden folgende Filme im Rahmen des Festivals laufen:
USHPIZIN, MELTING SIBIRIA, PERSONAL GOALS (Kurzfilm), PROVENCE UNITED, UNDERDOGS: A WAR STORY, KLEINE MIRIAM´L (Kurzfilm),
LETTERS FROM RISHIKESH.
Genaue Informationen zu den Aufführungszeiten sowie Informationen zu den einzelnen Filmen können Sie der website www.jffb.de entnehmen.

12. Jewish Film Festival:
Vom 18. bis 28. Mai 2006
Im Kino Arsenal
Filmhaus am Potsdamer Platz
Potsdamer Str. 2
Berlin-Tiergarten
Eintritt für die Vorstellungen im Arsenal:
6.50 Euro
Karten jeweils 7 Tage im Voraus unter Tel.: 030/269 55 100
Mo – Fr 9-23 Uhr
Sa/So 16-23 Uhr

Vom 29. bis 31. Mai 2006
Im Filmmuseum Potsdam
Marstall am Lustgarten
Potsdam
Tel.: 0331/27 181-0



(7) Was tun Sie diesen Sommer und Herbst?

Hebräisch-Sprachkurs in Haifa vom 30.07. – 18.08.2006
Intensiv-Sprachkurs (ULPAN) mit Hausaufgabenbetreuung im Beth Rutenberg, Haifa
Unterbringung im DZ mit HP, Preis: 1.095,- € (günstige Flüge auf Anfrage)
Anmeldung bei Yoram Ehrlich, Kirchgasse 6, 66117 Saarbrücken, Tel.: 0681/ 58 53 60, Fax: 0681/ 589 5110, e-mail: info@mein-israel.de, http://www.mein-israel.de/


Israel-Solidaritätsreise der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Hannover vom 16.10. – 27.10.2006
Anmeldung bei: DIG Hannover-Geschäftsstelle, Gabi Lehmberg, Sennieweg 28, 30966 Hemmingen, Tel.: 0511/ 61 62 22 56 oder 0511/ 23 15 26, e-mail: Gabi.Frank.Lehmberg@t-online.de


JNF-KKL Vogelbeobachtungsreise vom 30.10 - 08.11.2006
Der Keren Kayemeth LeIsrael bietet eine 10tägige Reise nach Israel an, bei welcher neben Besuchen bei Vogelbeobachtungsstationen von Nord bis Süd, auch Fahrten nach Jerusalem, an das Tote Meer und in die Wüste stattfinden.
Weitere Informationen und das Buchungsformular erhalten Sie unter: http://www.jnf-kkl.de/ oder im JNF-KKL Büro Frankfurt Tel. 069 - 971402-14



(8) Das Wetter in Israel
Jerusalem: 15-25°C
Tel Aviv: 16-23°C
Haifa: 17-21°C
Be’er Sheva: 15-26°C
Am Toten Meer: 19-33°C
Eilat: 19-33°C

(9) Wechselkurse
1 € - 5.6543 NIS (-0.141%)
1 CHF – 3.6249 NIS (-0.220%)
1 £ - 8.2839 NIS (0.486%)
1 $ - 4.4450 NIS (0.384%)
(Bank of Israel, 11.05.06)

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