Newsletter der Botschaft des Staates Israel - Berlin

   Dienstag, 15. November 2005
  
Pfeil   An- und Abmelden des Newsletters     
Pfeil   Botschaft des Staates Israel - Berlin     

(1) Israel wird an der US-Initiative für Demokratisierung im Nahen Osten teilnehmen
(2) Israel und Palästinenser einigen sich auf Öffnung des Grenzübergangs von Rafiah
(3) Israel und Iran kooperieren im Wissenschaftsbereich
(4) Umfrage: Weizmann Institute weltbeste Forschungsstelle für Lebenswissenschaftler
(5) Die Botschaft des Staates Israel in Zagreb präsentiert: das verhexte Haus
(6) Israelischer Dirigent Barak Tal in Recklinghausen
(7) Das Wetter in Israel
(8) Wechselkurse
(1) Israel wird an der US-Initiative für Demokratisierung im Nahen Osten teilnehmen

Israel soll in die US-Initiative zur Demokratisierung des Nahen Ostens eingebunden werden und an dem neuen regionalen Dialog teilnehmen, der von der US-Regierung auf den Weg gebracht wird. Dies teilte die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice bei ihrem Besuch in Jerusalem mit. Gestern erklärte Rice gegenüber Außenminister Silvan Shalom: „Eine Beteiligung Israels ist möglich, und dies habe ich auch den arabischen Regierungschefs gesagt.“

Rice lobte die Bemühungen von Außenminister Shalom zur Verbesserung der Beziehungen Israels mit den arabischen Staaten. Nun seien weitere bahnbrechende Entwicklungen zu erwarten, sagte Frau Rice. Am Sonntag berichtete sie in Jerusalem über die Konferenz „Forum for the Future“, an der sie tags zuvor in Bahrain teilnahm. Bei der Konferenz wurde über politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Reformen in der Region gesprochen. „Wir haben über Demokratie und über Menschen- und Staatsbürgerrechte gesprochen. Das war ein Gespräch, das man sich vor einigen Jahren noch nicht hätte vorstellen können.“

Die amerikanische Regierung distanzierte sich anfangs von einer Teilnahme Israels an der amerikanischen Initiative „Broader Middle East and North Africa (BMENA)“, da man befürchtete, dass dies die arabischen Staaten abschrecken könnte.

Der stellvertretende Generaldirektor für Nordamerika im Jerusalemer Außenministerium, Yoram Ben Zeev, setzte sich dafür ein, dass Israel mit seiner Erfahrung in der Weitergabe demokratischer Werte an die arabischen Staatsbürger Israels einen Beitrag zu den Reformen im Nahen Osten leisten könne. Israel bot an, sich durch nichtstaatliche Organisationen (NGO) mit Projekten im Bereich Bildung, Demokratisierung, Forschung und Entwicklung und bei der Durchführung demokratischer Wahlen in den Prozess einzubinden. Der Leiter der Abteilung für Demokratie und Menschenrechte des US-Außenministeriums erklärte, die US-Initiative werde von einer „partei-übergreifenden“ Unterstützung getragen, die die US-Regierung, den Kongress und die amerikanische Öffentlichkeit umfasse. (Haaretz, 15.11.)



(2) Israel und Palästinenser einigen sich auf Öffnung des Grenzübergangs von Rafiah

Am Ende eines langen Gesprächsmarathons haben sich Israel und die Palästinensische Autonomiebehörde unter amerikanischem Druck auf ein Abkommen zur Öffnung des Grenzübergangs von Rafiah geeinigt.

Der Grenzübergang wird für Personenverkehr unter der Aufsicht von EU-Vertretern geöffnet. Zudem wird in Kerem Shalom ein gemeinsamer Kontrollraum von Israelis und Palästinensern eingerichtet, in dem Vertreter der israelischen Armee und der palästinensischen Sicherheitsbehörden sitzen werden. Sie sollen gemeinsam die Bilder und Informationen auswerten, die in Echtzeit dort eintreffen.

Nach dem Aufbau eines entsprechenden Stützpunktes wird die Ausreise mit Fahrzeugen von Gaza nach Ägypten über den Grenzübergang von Rafiah möglich sein. Die Einreise mit Fahrzeugen und Waren aus Ägypten in den Gazastreifen wird nur über den Grenzübergang von Kerem Shalom möglich sein. Im Rahmen des Abkommens werden zahlreiche Sperren in der Westbank abgebaut werden. Ein Grenzübergang zwischen der Westbank und dem Gazastreifen wird geöffnet, für den ein erleichterter Verkehr der palästinensischen Bevölkerung entschieden wurde.

Auch im großen Streitpunkt der Sicherheitsmaßnahmen und bei der Einreise von Personen in den Gazastreifen fand man eine endgültige Lösung. Zur Stunde läuft eine Pressekonferenz der amerikanischen Außenministerin Condoleezza Rice, dem EU-Gesandten für Außenpolitik Havier Solana und dem Sondergesandten des Nahost-Quartetts James Wolfensohn.

Das Abkommen wurde in Folge intensiver Kontakte erzielt, die in den vergangenen Tagen zwischen Israel und den Palästinensern unter der engen Vermittlung von Rice stattgefunden haben. Rice hatte beide Seiten zur Übereinkunft gedrängt und verlängerte zu diesem Zweck sogar ihren Besuch in der Region. (Maariv, 15.11.)



(3) Israel und Iran kooperieren im Wissenschaftsbereich

Offizielle Vertreter der beiden Staaten haben sich im Rahmen eines Projekts namens „Sesame“ zum Aufbau eines Teilchenbeschleunigers in Jordanien getroffen. Ein Teilchenbeschleuniger ist für Physiker das, was für Biologen ein Mikroskop ist. In Teilchenbeschleunigern werden elektrisch geladene Teilchen durch elektrische Felder auf hohe Energien gebracht. Sie ermöglichen die Untersuchung von kleinsten Materiestrukturen.

An der Errichtung des Teilchenbeschleunigers arbeiten auch andere Staaten der Nahost-Region mit, darunter die Palästinensische Autonomiebehörde, Pakistan, Bahrain, Ägypten, die Türkei und Jordanien. In Israel beteiligen sich die israelische Akademie der Wissenschaften und die Ministerien für Wissenschaft, Auswärtige Politik, Bildung und Finanzen an dem Projekt.

Vergangene Woche fand ein Treffen zwischen Vertretern der beteiligten Staaten statt. Einer der Teilnehmer war Eyal Epstein, Vertreter der Budgetabteilung des Finanzministeriums. Bei dem Treffen diskutierten die Vertreter der Staaten über die Finanzierung der Inbetriebnahme des Teilchenbeschleunigers, die sich auf zehn Millionen Dollar jährlich belaufen wird.

Der Beschleuniger wird wahrscheinlich der größte und beste seiner Art im Nahen Osten sein. Er wird Energiewerte von internationaler Größenordnung erzielen. Am Ende des Gesprächs wurde beschlossen, dass unter den Staaten, die am dem Projekt teilnehmen, der Finanzierungsanteil Israels, des Iran und der Türkei am umfangreichsten sein wird, aufgrund der relativ guten wirtschaftlichen Situation dieser Länder.

Das Gebäude des Beschleunigers, dessen Bau sich in der Endphase befindet, steht auf dem Gelände der Universität Al Balaka, 30 Kilometer vor den Toren der jordanischen Hauptstadt Amman. Das Projekt soll im Jahr 2009 abgeschlossen werden. (Maariv, 15.11.)



(4) Umfrage: Weizmann Institute weltbeste Forschungsstelle für Lebenswissenschaftler

Das Weizmann Institute in Rehovot (http://www.weizmann.ac.il) ist die weltbeste Forschungseinrichtung für Lebenswissenschaftler. Das ergab eine Umfrage des amerikanischen Wissenschafts-Magazins The Scientist (Best Places to Work in Academia, 7.11., S.39, http://www.the-scientist.com). Über 2.600 Wissenschaftler nahmen an der Umfrage teil. Kriterien in der Bewertung waren: das Verhältnis unter den Kollegen, Erfolgserlebnisse oder der Zugang zu Wissenschafts-Ressourcen.

Das Weizmann Institute ist eines der weltweit führenden Forschungsinstitutionen. 1988 lagen die Einahmen aus Nutzungsgebühren für Patente bei $ 1 Mio., 1998 bei $ 16 Mio. und 2003 bei $ 93 Mio. Es ist bekannt für seine breit gefächerte Erforschung der Naturwissenschaften und beschäftigt 2.500 Wissenschaftler, Studenten, Techniker und Mitarbeiter. Die Forschungsarbeiten des Instituts befassen sich mit der Suche nach neuen Wegen der Bekämpfung von Krankheiten und Hunger, mit der Untersuchung wichtiger Fragen in Mathematik und Computerwissenschaften, Erforschung der Materie und des Universums, Entwicklung neuer Materialien und neuer Strategien zum Umweltschutz. (http://www.israel21c.org)



(5) Die Botschaft des Staates Israel in Zagreb präsentiert: das verhexte Haus

Die Kollegen der neu eröffneten israelischen Botschaft in Kroatien könnten in Kürze auf Schwierigkeiten mysteriöser Art stoßen. Der Standort der neuen Botschaft in Kroatien wurde zwar sorgfältig ausgewählt, doch eines hatte man vergessen zu überprüfen: die Geschichte des Gebäudes. So stellte sich heraus, dass das vornehme Haus keine unproblematische Vergangenheit hat, die Bewohner der Stadt glauben sogar, es sei verhext.

Die neue Botschaft in Zagreb soll in einigen Monaten in der 11. Etage eines mehrstöckigen Gebäudes eröffnet werden, das unter einem äußerst zweifelhaften Ruhm leidet. Ein Artikel, der in der wohl meist verbreiteten kroatischen Wochenzeitung „Globes“ veröffentlicht wurde, versuchte die Aufmerksamkeit der israelischen Diplomaten auf die Gefahrenlage zu lenken, und ihnen zu verdeutlichen, dass jeder, der in diesem Haus ein Büro eröffnet, sein Unglück herbeirufe.

Der kroatische Zeitungsartikel enthielt die lebensnotwendige Information: „Es ist nur logisch zusammenzufassen, dass die Israelis einen nicht besonders glücklichen Ort für ihre Botschaft gewählt haben. Der israelische Botschafter muss sehr mutig sein, wenn er sich dazu bereit erklärt hat, in die 11. Etage des verfluchten Gebäudes zu ziehen“, so der Artikel.

Trotz der Warnungen zeigt man sich im auswärtigen Dienst unbeeindruckt und denkt nicht an einen Umzug: „In Folge des Artikels haben wir entschieden, so bald wie möglich die Mesusoth anzubringen, die sich an den Türrahmen aller Räume der Botschaft befinden werden“, sagte Merom, der vor einem Jahr zum Botschafter ernannt wurde und vor drei Monaten seinen Dienst antrat. (Maariv, 13.11.)



(6) Israelischer Dirigent Barak Tal in Recklinghausen

Mittwoch, 23. November 2005, 19.30 Uhr
Ruhrfestspielhaus Recklinghausen

Programm:
J.S. Bach - Konzert für 2 Violinen und Orchester d-Moll
Felix Mendelssohn- Bartholdy - Streichersinfonie Nr. VII d-Moll
Gideon Klein - "Partita“ für Streichorchester
Peter I. Tschaikowsky – “Souvenir de Florence” op.70

Jüdische Kammerphilharmonie Recklinghausen
Dirigent: Barak Tal



(7) Das Wetter in Israel

Heute und morgen ist es heiter, vereinzelt sind Schauer möglich.

Jerusalem: 9-19°C
Tel Aviv: 14-23°C
Haifa: 13-22°C
Be’er Sheva: 12-21°C
Eilat: 14-26°C



(8) Wechselkurse

1 € - 5.5470 NIS (+0.471%)
1 CHF – 3.6025 NIS (+0.315%)
1 £ - 8.2458 NIS (+0.387%)
1 $ - 4.7360 NIS (+0.382%)
(Bank of Israel, 14.11.05)



Pfeil   Newsletter-Archiv

Pfeil   Israel von A-Z

Pfeil   Medienspiegel der deutschen Botschaft Tel Aviv
Pfeil   Israel Ministry of Foreign Affairs

Pfeil   Israel Line - MFA Newsletter

Pfeil   Israel Defense Forces IDF

Dieser Newsletter mit Mitteilungen israelischer Ministerien und Meldungen aus der israelischen Presse wird von der
Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit zusammengestellt. Anmerkungen und Fragen
richten Sie bitte an: botschaft@israel.de.
Für den Inhalt externer Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Disclaimer

Hier geht es zur vergrößerten Ansicht des Newsletters