Newsletter der Botschaft des Staates Israel - Berlin

   Donnerstag, 01. September 2005
  
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(1) Historisches Treffen zwischen Außenministern Israels und Pakistans in der Türkei
(2) Stellungnahme des Außenministers nach dem Treffen mit dem Außenminister Pakistans
(3) Treffen zwischen Ministerpräsident Ariel Sharon und König Abdullah kommende Woche
(4) Ministerpräsident Sharon zum Schulanfang in Israel
(5) Mehr als die Hälfte der Frauen in Israel gehen arbeiten
(6) Lufthansa bringt heute 44 deutsche Reiseleiter nach Israel
(7) TV-Tipp: „Von Sonthofen nach Gaza und kein zurück“
(8) Das Wetter in Israel
(9) Wechselkurse
(1) Historisches Treffen zwischen Außenministern Israels und Pakistans in der Türkei

Der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Silvan Shalom hat sich heute (Donnerstag) in Istanbul mit seinem pakistanischen Amtskollegen Khurshid Kasuri getroffen. Die Türkei diente als Vermittler. Es handelte sich um ein erstes offizielles Treffen zwischen den beiden Staaten Israel und Pakistan, zwischen denen keine diplomatischen Beziehungen bestehen. Der Fernsehsender Al-Jazirah berichtete, dass das Ziel des Treffens der Aufbau diplomatischer Beziehungen sei.

Der pakistanische Minister für Öffentlichkeitsarbeit sagte, dass er nichts von dem Treffen wisse, doch der Sprecher des israelischen Außenministeriums Mark Regev sagte: „Es gibt keinen Konflikt zwischen Israel und Pakistan und überhaupt keinen Grund, warum es keine Beziehungen zwischen ihnen geben soll.“

Eine pakistanische Zeitung berichtete, dass die beiden Außenminister bei dem Treffen über die Entwicklung des Friedensprozesses im Nahen Osten sprechen werden. Gemäß der Mitteilung fand das Treffen statt, da Pakistan signalisiert hatte, dass man nach dem Rückzug aus dem Gazastreifen zu offenen Kontakten zwischen den Staaten bereit sei. Die Zeitung berichtete außerdem, dass sich in den vergangenen Monaten Vertreter aus Israel und Pakistan zu geheimen Gesprächen auf diplomatischer Ebene, wie auch auf „inoffizieller“ Ebene getroffen hätten.

Der Präsident Pakistans Pervez Musharraf hatte in den letzten Wochen die pakistanische Opposition gegen sich aufgebracht, nachdem er zu einer internen Diskussion im Land aufgerufen hatte über die Möglichkeit, den Staat Israel anzuerkennen. Musharaf wird auch vor dem Ausschuss der verschiedenen Religionen sprechen, der von jüdischen Vertretern in New York organisiert wird. Gleichzeitig betonte das pakistanische Innenministerium, dass man in seiner Teilnahme an dem Treffen nicht ein Anzeichen für die Zustimmung Pakistans sehen dürfe, Israel anzuerkennen.

Eine führende diplomatische Quelle in Israel bestätigte heute, dass der jordanische König Abdullah nächste Woche Israel besuchen und sich mit Premier Sharon treffen werde. (Ha'aretz, 1.9.)



(2) Stellungnahme des Außenministers nach dem Treffen mit dem Außenminister Pakistans

Im Anschluss an das Treffen mit dem pakistanischen Außenminister Khurshid Kasuri sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Silvan Shalom am Donnerstag in Istanbul:

"(…) Treffen wie dieses sind eine Quelle großer Ermutigung und Hoffnung für das israelische Volk, - (sie zeigen) dass wir durch unsere Bemühungen zwischen uns und allen Völkern der Welt, darunter den muslimischen Nationen, neue Wege des Dialogs eröffnen und Verständnis schaffen können. Diese Kontakte helfen uns auch, die gemäßigten Kräfte auf der palästinensischen Seite zu stärken (…)"

"Es ist kein Zufall, dass dieses Treffen hier in der Türkei stattgefunden hat, in dieser großartigen muslimischen Demokratie und Israels langjährigen Freund. Israels Beziehungen mit der Türkei sind ein Beweis dafür, dass Israel beiderseitig gute Beziehungen mit unseren muslimischen Nachbarn unterhalten kann. (…) Dieses Treffen fällt in eine Zeit von großer Bedeutung. Neue Möglichkeiten für Dialog und Frieden tun sich auf. (…)" (Jerusalem, 1.9.)



(3) Treffen zwischen Ministerpräsident Ariel Sharon und König Abdullah kommende Woche

Aus politischen Kreisen war heute zu vernehmen, dass sich Ministerpräsident Ariel Sharon kommende Woche mit dem jordanischen König Abdullah treffen wird. Das Treffen wird voraussichtlich in Jerusalem stattfinden.

Die Zeitung Ma'ariv berichtete heute morgen, dass es seit einigen Tagen geheime Kontakte zwischen Israel und Jordanien in Hinblick auf das Treffen gäbe. Politische Vertreter gehen davon aus, dass es sich um die echte Absicht des jordanischen Königs handelt, die politischen Beziehungen mit Israel zu verbessern.

Unterdessen laufen die Kontakte zur Organisation des Staatsbesuchs des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak in Israel weiter. In Jerusalem ist man dieser Tage auch mit den Vorbereitungen der Reise des Ministerpräsidenten in die USA beschäftigt, wo er in etwa zwei Wochen an einer feierlichen UNO-Vollversammlung teilnehmen wird. Die Chancen für ein Treffen Sharons mit Präsident Bush im Laufe des Besuchs scheinen gut zu stehen. Zudem laufen die Vorbereitungen für ein Treffen in New York zwischen Sharon und dem Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde Abu Mazen, bei dem der „Tag nach der Abkopplung" koordiniert werden kann. (Walla, 1.9.)



(4) Ministerpräsident Sharon zum Schulanfang in Israel

Ministerpräsident Ariel Sharon und Bildungsministerin Limor Livnat sind heute zu einem Kurzbesuch nach Migdal-Ha´emek gekommen, um die anlaufenden Reformen im Erziehungswesen aus nächster Nähe zu begutachten. "Wir setzen den Reformprozess fort und legen das, was uns am teuersten ist, in die Hände der Lehrer", sagte Sharon. Und die Schüler? Bevor sie auf die neue Lehrerin treffen, stoßen sie erst mal auf die Metalldetektoren der Personenschützer am Eingang der Schule.

Die Erstklässler der Aliza-Begin-Schule in Migdal Ha´emek, die heute morgen (Donnerstag) zu ihrem ersten Schultag angetreten waren, erwartete bereits auf dem Weg ins Klassenzimmer eine doppelte Überraschung: eine Sicherheitskontrolle und ein Treffen mit dem Ministerpräsidenten und der Erziehungsministerin.

Die Schüler und ein Teil ihrer Eltern kamen etwa eine Stunde vor Unterrichtsbeginn zur Schule. Die Taschen der Schüler wurden durchleuchtet und die kleinen Kinder und ihre Eltern waren gezwungen durch die Torschleusen zu gehen. Die Älteren, die in einer langen Schlange vor dem Eingang standen, sagten, dass sie auf den Besuch des Ministerpräsidenten gerne verzichtet hätten.

Bei seinem Besuch in der Schule sagte Sharon, dass es seine Absicht sei, Ministerin Livnat bei den Reformen im Erziehungswesen auch in den kommenden Jahren zu unterstützen. „Wir legen das, was uns am teuersten ist, in die Hände der Lehrer“, so Sharon. Sharon versprach den Schülern: "Wir werden gegen Drogen und Alkohol an den Schulen kämpfen". (ynet, 1.9.)



(5) Mehr als die Hälfte der Frauen in Israel gehen arbeiten

Das Ministerium für Industrie, Handel und Beschäftigung hat am Dienstag mitgeteilt, dass es im zweiten Viertel des Jahres 2005 einen beträchtlichen Zuwachs bei den Erwerbstätigen in Israel gab. Mit 55,3% wurde die höchste Stufe seit 2002 erreicht. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die erwerbstätigen Frauen zurückzuführen, deren Anteil von 49,6% (Frauen im erwerbstätigen Alter) im ersten Viertel auf 50,3% im zweiten Viertel anstieg. Der Anteil der Männer an den Arbeitskräften liegt unverändert bei 60,5%.

Die letzten Jahrzehnte lassen zwei umgekehrte Tendenzen bei den Erwerbstätigen erkennen. Der Anteil der Männer nimmt ab und der Anteil der Frauen nimmt zu. Frauen stellen heute 46,7% der Erwerbstätigen dar. Mit Abzug durch saisonale Einflüsse waren im zweiten Viertel insgesamt 1.279.500 Frauen erwerbstätig. (Ha'aretz, ‏31.8.)



(6) Lufthansa bringt heute 44 deutsche Reiseleiter nach Israel

Die deutsche Lufthansa bringt heute 44 deutsche Reiseleiter nach Israel. Die Luftfahrtgesellschaft will damit erreichen, dass deutsche Reiseanbieter Israel vermehrt als mögliches Reiseziel für Touristen und Pilger anbieten. Die Reisefachleute nehmen auch an einem besonderen Workshop des deutschen Reiseverlags FVW teil.

Der Vertreter der Lufthansa in Israel, Ofer Kisch, teilte mit, dass seit April 2005 eine größere Nachfrage in Deutschland nach Israel-Flügen herrsche. Dies habe die Lufthansa dazu veranlasst, Flugzeuge des Typs Boeing 747-400 mit 390 Sitzen für die Flüge zwischen beiden Ländern einzusetzen. Bisher flog der Airbus 330 auf dieser Linie, mit nur 230 Sitzen. Dies bedeutet ein Plus von 9.000 Sitzplätzen pro Monat.

Ab April 2006 will die Lufthansa mehr Sitze für die Strecke Frankfurt – Tel Aviv anbieten. Die Gesellschaft bietet auf dieser Route seit vier Jahren 14 Flüge pro Woche. Dabei sind der Airbus 330 und die Boeing 747-400 im Einsatz.

Das Central Bureau of Statistics in Israel teilte mit, dass in der ersten Hälfte 2005 49.175 deutsche Touristen nach Israel kamen. Das sind 38% mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. (Globes, 30.8.)



(7) TV-Tipp: „Von Sonthofen nach Gaza und kein zurück“

„Von Sonthofen nach Gaza und kein zurück“: Bayerisches Fernsehen, 1.9., 22:30 Uhr

Bayerisches Fernsehen, KOMPASS Auslandsreportage, Donnerstag, 1.9., 22:30 Uhr. Reportage über den stellvertretenden Sicherheitschef des Siedlungsblocks Gush Katif. Peter Dutzik begleitete Michael Nitzan, insbesondere in den letzten Tagen von Gadid. Die Sendung wird bundesweit ausgestrahlt.

Michael Nützel ist auf dem Weg von Sonthofen nach Jordanien zum arbeiten. Das war vor 11 Jahren. Er kommt zu spät an der Allenby Brücke an, dem Grenzübergang von Israel nach Jordanien, übernachtet dann notgedrungen in Israel, bleibt aber schließlich ganz in Israel hängen. Er tritt sogar zum Judentum über. Ab jetzt nennt er sich Michael Nitzan. Er wird stellvertretender Sicherheitschef von Gush Katif, dem jüdischen Siedlungsblock im Gazastreifen. Als seine Siedlung Gadid vor einer Woche geräumt wird, muss auch er gehen. Noch weiß er nicht wohin. Auf keinen Fall wird er in eine Siedlung im Westjordanland ziehen, vielleicht nach Jerusalem, schon gar nicht nach Sonthofen. Michael ist frommer Jude. Hier in Israel leben seine Freunde, hier fühlt er sich zu Hause. Die radikale Hamas hat einen Steckbrief verbreitet, auf seinen Kopf sind 50.000 Dollar ausgesetzt. 50 Mal wurde auf ihn geschossen, 4 Mal ist er einem Anschlag mit einer RPG ausgewichen, zweimal fuhr er auf eine Mine, überlebte über 100 Granatanschläge.

http://www.br-online.de/politik/ausland/themen/2005/00297/



(8) Das Wetter in Israel

Sonnig und warm. Am Freitag kommen aus westlichen Richtungen Wolken auf, es wird etwas kühler, und im Norden kann vereinzelt leichter Regen fallen.

Jerusalem: 20-30°C
Tel Aviv: 24-31°C
Haifa: 25-31°C
Be’er Sheva: 22-34°C
Eilat: 29-41°C



(9) Wechselkurse

1 € - 5.5438 NIS (-0.209%)
1 CHF – 3.5804 NIS (+0.006%)
1 £ - 8.1090 NIS (-0.334%)
1 $ - 4.5450 NIS (-0.307%)
(Bank of Israel, 1.9.05)



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