Newsletter der Botschaft des Staates Israel - Berlin

   Freitag, 05. August 2005
  
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(1) Ministerpräsident Ariel Sharon verurteilt blutrünstigen Terrorakt in Shfaram
(2) Generalstabschef Dan Halutz verurteilt mörderische Tat eines israelischen Soldaten
(3) Jüdischer Terrorist tötet vier Personen in einem Bus im Norden Israels
(4) Der Papst: „Frieden über Israel“
(5) Israel fordert Abzug der UNIFIL aus Süd-Libanon
(6) Nepalesische Tänzerin zur Rehabilitation in Israel
(7) „Korea-Woche“: Tausende Touristen in Israel
(8) Deutsch-israelisches Wirtschaftsportal ISRAFOCUS online
(9) „Schicksalstunde für israelische Siedler“: Vortrag von Igal Avidan in Berlin
(10) Das Wetter in Israel
(11) Wechselkurse
(1) Ministerpräsident Ariel Sharon verurteilt blutrünstigen Terrorakt in Shfaram

Ministerpräsident Ariel Sharon veröffentlichte gestern abend (4.8.) eine Sondermitteilung bezüglich des Attentats in Shfaram:

„Es handelt sich um eine verbrecherische Tat eines blutrünstigen Terroristen aus dem jüdischen Volke, der unschuldige israelische Zivilisten treffen wollte. Dieser Terrorakt ist der gezielte Versuch, das Beziehungsgefüge zwischen den Bürgern Israels zu verletzen. Terror von Zivilisten gegen Zivilisten ist das gefährlichste für die Zukunft des Staates Israel und seine demokratische Stabilität.

In meinem Namen und im Namen der israelischen Regierung spreche ich den Familien der Getöteten mein Beileid aus, und den Verletzten wünsche ich baldige Genesung.
Der gesamte israelische Staat, unabhängig von Ethnie, Religion und Geschlecht, verurteilt diesen Anschlag.

Die Regierung Israels ist fest entschlossen, das Leben seiner Bürger aller Gruppierungen und aller Sektoren zu schützen, und ich habe heute abend die Sicherheitsbehörden angewiesen, der Untersuchung des Anschlags höchste Priorität zu geben.
In dieser schweren Stunde für den israelischen Staat rufe ich alle Oberhäupter der israelischen Öffentlichkeit, Juden, Muslime, Christen und Drusen auf, bei dem Versuch zusammenzuarbeiten, die inneren Beziehungen zu schützen, Zurückhaltung zu üben und Verantwortung zu zeigen und den Rechtsbehörden zu ermöglichen, die Untersuchung dieses schrecklichen Anschlags zu Ende zu führen.“ (http://www.pmo.gov.il)



(2) Generalstabschef Dan Halutz verurteilt mörderische Tat eines israelischen Soldaten

Generalstabschef Dan Halutz hat die mörderische Tat des israelischen Staatsbürgers und Soldaten der israelischen Armee (Zahal), Eden Nathan-Zaada, scharf verurteilt. Generalstabschef Halutz leitete Ermittlungen über die Frage ein, wie der Soldat in den Besitz einer Armeewaffe gelangte, obwohl er seit Wochen dem Armeedienst ferngeblieben war und sein „problematischer Hintergrund“ bekannt war. Der Generalstabschef sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus. Den Verletzten wünschte er schnelle Genesung. Die Polizei und die israelische Sicherheitsbehörde „Shabak“ sowie die Armeepolizei haben gemeinsame Ermittlungen aufgenommen. (http://www.idf.il)

Verteidigungsminister Shaul Mofaz teilte am Vormittag (5.8.) mit: „Der Soldat wird nicht an der Seite der Soldaten der Schlachten Israels beerdigt werden.“ Der Terrorist von Shfaram und Deserteur von Zahal, Eden Nathan-Zaada, wird nicht auf einem Militärfriedhof von Zahal, sondern auf einem zivilen Friedhof beerdigt werden. (ynet, 5.8.)



(3) Jüdischer Terrorist tötet vier Personen in einem Bus im Norden Israels

Vier Personen wurden gestern abend (4.8.) durch die Schüsse eines jüdischen Terroristen in einem Egged-Bus der Linie 165 in dem drusischen Ortsteil von Shfaram im Norden Israels getötet. Bei den Opfern handelt es sich um:

Michael (Michel) Bachus (56 Jahre), Busfahrer
Nader Hajik (55 Jahre)
Hazar Turki (23 Jahre), Studentin des Lehrerseminars in Haifa.
Dina Turki (21 Jahre, Schwester von Hazar), wollte in Kürze ihr Studium aufnehmen.

Weitere 14 Bus-Insassen wurden verletzt. Bei den Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Bewohnern erlitten 26 Personen leichte bis mittelschwere Verletzungen. 13 von ihnen wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Der Terrorist, Eden Nathan-Zaada, ein 19-jähriger Kach-Anhänger aus Rishon Lezion, war den Sicherheitsbehörden seit langem als Militär-Deserteur bekannt. Seine Kommandanten suchten mehrere Male sein Haus auf, um ihm die Waffe abzunehmen, doch er versteckte sich zu der Zeit in der Siedlung Tapuach im Westjordanland.

Gegen 17:50 Uhr stieg Eden Nathan-Zaada in den Bus. Er trug seine Uniform. Als der nach Shfaram hineinfuhr, eröffnete er das Feuer. Eine Menschenmenge, die sofort vor Ort war, schlug auf Zaada ein und verletzte ihn lebensgefährlich. Polizeikräfte versuchten den Attentäter vor der aufgebrachten Menge zu schützen, doch nach einer Stunde gelang es einigen Bewohnern, in den Bus einzudringen und Zaada zu töten.

Drei Jugendliche aus Tapuach im Alter von 15 bis 17 Jahren wurden nach dem Anschlag von der Polizei im Laufe der Nacht festgenommen.

Die drei sollen den Mörder gekannt haben. Außerdem stehen sie unter Verdacht, von den Plänen des Attentäters, einen Anschlag durchzuführen, der die Abkopplung verhindert, gewusst zu haben. Sie wurden in der Nacht bei einer Aktion der Zentraleinheit der Polizei der Westbank in der Siedlung Tapuach festgenommen. Die Polizei sagt, dass es sich um drei Jungen handelt, die der rechtsextremen Bewegung angehören.

Unterdessen befindet sich die Polizei im ganzen Land in erhöhter Alarmbereitschaft. In Hinblick auf die Beerdigung der Opfer und Gedenkmärsche in den arabischen Orten befürchtet die Polizei, dass im Laufe des Tages Tumulte in den von Arabern bewohnten Dörfern ausbrechen könnten.

In Folge einer Lagebeurteilung des Generalkommandeurs der Polizei, Moshe Karadi, führenden Offizieren des Landesstabs und führenden Offizieren des nördlichen Bezirks, wurde beschlossen, die Polizeikräfte im Norden bedeutend zu verstärken, da man Tumulten im Verlauf der Beerdigung der Getöteten, wie auch bei den Freitagsgebeten in den Moscheen befürchtet. Gleichzeitig sprach Karadi gestern abend mit arabischen Führern und rief sie zur Zurückhaltung und Führungswillen auf, um die öffentliche Ordnung beizubehalten. (Ma’ariv, 5.8.)



(4) Der Papst: „Frieden über Israel“

Papst Benedikt XVI. hat Israel am Mittwoch (3.8.) mit „Frieden“ gesegnet und betonte in seiner Predigt die tiefen Beziehungen zwischen Katholiken und Juden.

Der Papst war extra aus dem Sommerpalast in der Kleinstadt Castel Gandalfo in den Vatikan gekommen, um seine Predigt zu halten. Er beendete sie mit den Worten: „Wir sind das Israel Gottes. Lasst uns am Frieden festhalten. Jerusalem ist die Stadt des Friedens, und wir wollen, dass der Frieden in Israel verweilt.“

Benedikt XVI. fügte während seiner Predigt hinzu, dass der traditionelle Segen „Shalom“ Hoffnung und Wünsche des Friedens in sich birgt. „Shalom über Israel“, fügte der Papst hinzu. „Jerusalem ist die Stadt, die Frieden und Heiligkeit symbolisiert .“

Einige behaupten, dass die Worte des Papstes dazu bestimmt sind, der Krise ein Ende zu setzen, die vor einigen Tagen zwischen Israel und dem Vatikan ausgebrochen war. Dazu war es gekommen, nachdem das Oberhaupt der katholischen Kirche bei seiner letzten Predigt, bei der er eine Liste von Ländern genannt hatte, die vom Terror getroffen wurden, Israel nicht erwähnt hatte. (Yedioth Aharonoth, 4.8.)



(5) Israel fordert Abzug der UNIFIL aus Süd-Libanon

Die israelische Armee hat sich in den vergangenen Wochen zweimal über Angriffe der Hisbollah von den Stützpunkten der UNIFIL aus dem Süden des Libanon beschwert. Der Beschuss von den Stützpunkten der UNIFIL hindert die israelische Armee daran, zu reagieren und grenzt ihre Aktionen ein.

Das Mandat der UNIFIL wird im Januar enden, danach kann es von der UNO erneuert werden. Und doch gibt auch die UNO seit einiger Zeit die Hilflosigkeit von UNIFIL zu. Deshalb versucht Israel dazu beizutragen, dass die UNIFIL aus dem Süden des Libanon abzieht, damit die libanesische Regierung ihre Armee entlang der Grenze aufstellen kann. (Ma’ariv, 3.8.)



(6) Nepalesische Tänzerin zur Rehabilitation in Israel

In Folge der Initiative des israelischen Botschafters in Nepal, Dan Ben-Eliezer, wird Israel bei der Rehabilitation einer nepalesischen Tänzerin helfen, die bei einem Verkehrsunfall eines ihrer Beine verloren hat.

Ruma Nauipain (22) verlor bei einem Unfall ihr Bein, als sie acht Jahre alt war. Trotz ihrer schweren Behinderung tritt sie als Tänzerin auf und gewann sogar einige Preise. Ben-Eliezer sah die Tänzerin bei einer Veranstaltung und stellte sie Prof. Eli Iskob vor, dem Leiter der Abteilung für orthopädische Rehabilitation in Beit Lewinstein, als dieser Nepal besuchte. Der Professor drückte seine Bereitschaft aus, bei der Rehabilitation zu helfen. Dem Botschafter gelang es, die Behandlung im Beit Lewinstein, zu organisieren. Die Prothesenspende finanziert die Firma „Eshed“. Die Finanzierung des Fluges übernimmt Raya Yaglom, ehemals Präsidentin der Zionistischen Welt-Frauenorganisation „WIZO“ (http://www.wizo.org). Unterstützung kommt auch von Adina Gutman, Ehrenkonsulin Nepals in Israel.

„Die humanitäre Geste spiegelt die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten wider. Ich drücke die Daumen für die Rehabilitation Rumas, die ihre Lebensqualität enorm verbessern wird“, so der Botschafter. (Yedioth Ahatonoth, 3.8.)



(7) „Korea-Woche“: Tausende Touristen in Israel

Mehr als 3.000 koreanische Touristen werden im August nach Israel kommen. Dies wird die erste große Touristenwelle dieser Art in Israel sein. Ihr sollen weitere Tausende Touristen aus Südkorea folgen. Die Touristen werden sich als Gäste des Tourismusministeriums und der Stadt Jerusalem in den Hotels der Stadt aufhalten, die Straßen der Hauptstadt beschreiten und zwischen dem 7. und 10. August eine „Korea-Woche“ abhalten. Tausende Touristen aus Korea wollen auch zusammen mit Kindern und Erwachsenen einen „Friedensmarsch“ veranstalten. (Hatsofeh, 3.8.)



(8) Deutsch-israelisches Wirtschaftsportal ISRAFOCUS online

Heute öffnet das deutsch-israelische Wirtschaftsportal ISRAFOCUS (http://www.israfocus.com/) seine Pforten: Ziel des neuen online-Magazins ist, deutsche und europäische Leser mit Informationen über Wirtschafts- und Finanzthemen aus Israel zu informieren, darunter israelische High-Tech, Biotechnologie, Pharmazeutische Industrie, start ups und Venture Capital.

Die Herausgeberin Vardina Hilloo ist in Israel geboren und aufgewachsen. In Tel Aviv studierte sie Journalismus, Geschichte, Ägyptologie und Kunst. Später arbeitete sie als Korrespondentin in Kairo, Israel, Brüssel, Bonn und Berlin. Die Wahl-Düsseldorferin schrieb unter anderem für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland. http://www.israfocus.com/



(9) „Schicksalstunde für israelische Siedler“: Vortrag von Igal Avidan in Berlin

Kurz vor dem Rückzug aller 21 israelischen Siedlungen aus dem Gaza-Streifen und vier entlegener aus dem Norden der Westbank wird deutlich, dass diese Entwicklung nicht nur Israel betrifft, sondern zukunftsweisende Bedeutung für den gesamten Nahen Osten hat. Ministerpräsident Ariel Sharon, der früher die jüdische Besiedlung der Palästinensergebiete forderte, wird in dieser Schicksalstunde den Traum von Groß-Israel zu Grabe tragen, die Siedlerbewegung steht vor einem beispiellosen ideologischen Bruch.

Vortrag von Igal Avidan, Journalist für deutsche und israelische Zeitungen und als Nahostexperte für Rundfunk und Fernsehen tätig.

Im Anschluss Podiumsdiskussion mit Igal Avidan und Joel Lion, Botschaftsrat und Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Botschaft des Staates Israel. Moderation: Maya Zehden, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Deutschland (GCJZ).

Montag, 8. August 2005, 19 Uhr. „Der Gaza-Rückzugsplan – Schicksalstunde für israelische Siedler“
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindehaus, Fasanenstraße 79/80, 10623 Berlin-Charlottenburg.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Berlin (http://www.digberlin.de/termin.php) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit GCJZ (http://www.gcjz-berlin.de/).



(10) Das Wetter in Israel

Am Freitag ist es teilweise bewölkt, die Temperaturen steigen, und an der Küste ist es schwülwarm. Ab Samstag gehen die Temperaturen leicht zurück, und es ist freundlich.

Jerusalem: 23-33°C
Tel Aviv: 25-32°C
Haifa: 25-32°C
Be’er Sheva: 22-38°C
Eilat: 27-41°C



(11) Wechselkurse

1 € - 5.5273 NIS (+0.172%)
1 CHF – 3.5517 NIS (+0.325%)
1 £ - 7.9692 NIS (-0.190%)
1 $ - 4.4830 NIS (-0.022%)
(Bank of Israel, 4.8.05)



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