Newsletter der Botschaft des Staates Israel - Berlin

   Dienstag, 24. August 2004
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(1) Mofaz: „Im September werden wir für die Räumung bereit sein“
(2) Anführer der Tanzim in Bethlehem festgenommen
(3) Der erste beduinische Diplomat
(4) Konferenz zum Brandenburgisch-israelischen Schülerautausch
(5) Mehr jüdische Franzosen an Israels Stränden
(6) Red Sea Jazz Festival in Eilat, 23. bis 26. August 2004
(7) Das Wetter in Israel
(8) Wechselkurse
(1) Mofaz: „Im September werden wir für die Räumung bereit sein“

Der Abkopplungsplan kommt in Fahrt: Bei einem Besuch im Norden Israels hat Verteidigungsminister Shaul Mofaz am Dienstag bekannt gegeben, dass der Verteidigungsressort bis Ende nächsten Monats seine Vorbereitungen für die Durchführung des Abkopplungsplans vervollständigen wird, um sie dann der Regierung vorzulegen. Zwei Tage nachdem die „Behörde zur Unterstützung der Bewohner der Region Gaza“, die für die Entschädigungen der Siedler aus Gaza und dem Westjordanland verantwortlich ist, ihre Arbeit aufgenommen hat, sagte Mofaz, dass das Verteidigungsministerium und die israelische Armee (IDF) nächsten Monat ihre Vorbereitungen zur Räumung beenden.

 

Gestern sagte Mofaz, dass der Grenzpolizei die eigentliche Räumung durchführen soll, während die IDF den Vorgang überwacht. Er fügte hinzu, dass anlässlich der Räumung auch Reservisten eingezogen würden, die die gegenwärtigen Kräfte in den zur Räumung stehenden Gebieten ablösen. Heute morgen (Dienstag) berichtete Mofaz während seines Besuches auf mehreren Stützpunkten der Armee im Norden, dass laut Angaben des Verteidigungsressorts die Kosten der Räumung auf rund € 1,5 bis 2 Mrd. geschätzt werden. „Wir arbeiten auf Hochtouren damit die Räumung nicht unter Feuer und palästinensischem Terror ablaufen wird“, sagte Mofaz. „Die Vorbereitung beinhaltet eine lange Reihe von Themen, die mit der physischen Räumung an sich beginnt, bis hin zur nachrichtendienstlichen und operativen Truppenaufstellung nach seinem Abschluss.“

 

Mofaz besuchte das Drusische Regiment „Cherev“, das sich am Sarit-Posten befindet. Ihn begleitete der leitende General im Norden Benni Ganz sowie der Vize-Generalstabschef Dan Chaluz. Bei einem Gespräch mit Journalisten nach dem Treffen, machte der Verteidigungsminister die libanesische und syrische Regierung erneut für die Vorkommnisse an der Grenze verantwortlich, die es der Hisbollah ermöglichen, das souveräne Staatsgebiet des Libanons als eine Plattform zur Durchführung von Terrorattentaten zu nutzen. Mofaz fügte hinzu, dass sich der Libanon auch für die Aktivitäten der Hisbollah im Westjordanland zu verantworten habe, was Nasrallah bereits selbst zugegeben hat. (ynet)


(2) Anführer der Tanzim in Bethlehem festgenommen

Eine Einheit der israelischen Armee (IDF) hat Adnan Abayat, den Führer der Tanzim-Organisation in Bethlehem festgenommen. Abayat ist laut Sicherheitskräften für eine Reihe von Anschlägen und Morde an israelischen Zivilisten verantwortlich. Er wurde den Sicherheitsbehörden zum Verhör übergeben. In seinem Besitz fanden sich drei M-16 Maschinengewehre, zwei Kalaschnikows und ein Mag Gewehr. Abayat stand seit vier Jahren auf der israelischen Fahndungsliste. Bei der Festnahme umzingelte die Einheit das Haus, in dem sich Abayat verschanzt hielt. Dabei handelte es sich um eine Reinigung in der Nähe des Krankenhauses der Stadt.

 

Ein leitender Unteroffizier der IDF teilte am Dienstag mit, dass Streitkräfte der IDF in den letzten beiden Tagen einen Selbstmordanschlag in Jerusalem verhinderten. Der Anschlag wurde von Bethlehem aus geplant. Seinen Worten nach gelang dies durch die Festnahme einer Gruppe von Terroristen in Bethlehem. Im Flüchtlingslager Askar in Nablus hat eine Einheit der (IDF) einen weiteren Palästinenser festgenommen, der auf der Fahndungsliste steht. Bei dem Gesuchten fanden sich ein Magazin und zwei Gewehre, eines vom Typ Kalaschnikow und das Zweite von einem selbstgebauten Typ. Der Verdächtige wurde den Sicherheitskräften zum Verhör übergeben. (ynet)


(3) Der erste beduinische Diplomat
Ismael Chaldi aus dem Dorf Chavald, im Norden Israels, ist der erste Beduine, der für die angesehene Kadetten-Ausbildung des Außenministeriums zugelassen wurde. Die Ausbildung beginnt im Oktober. „Wir wollen, dass im Außenministerium Leute mit jedem Hintergrund arbeiten“, sagte der Leiter der Ausbildungsabteilung im Außenministerium, Boaz Moday. „Wir sind auf der Suche nach kreativen und fähigen Menschen, und Ismael ist definitiv einer von ihnen.“ Chaldi, 34, der einen Masters-Abschluss in „Internationalen Beziehungen“ erworben hat, sagte gestern, dass er gerne als Exempel dienen möchte. „In unserem Dorf gab es gar nichts, kein Wasser, kein Telefon und nicht einmal eine Schule. Ich möchte allen beweisen, dass derjenige der Erfolg haben möchte, sich nur anstrengen muss.“ (Ma’ariv)

(4) Konferenz zum Brandenburgisch-israelischen Schülerautausch

18 israelische Schulleiter, Schulinspektoren und Vertreter des Beit Berl Colleges haben vom 15. bis 22. August 2004 im Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg an einer internationalen Konferenzwoche mit brandenburgischen Schulleiterinnen und Schulleitern teilgenommen. Der Konferenzschwerpunkt lag bei den brandenburgisch-israelischen Schülerpartnerschaften und wie dieses ausgebaut werden könnten. Höhepunkt war die zweitägige Veranstaltung „Identität und Identitätsprobleme der heranwachsenden Jugend in Israel und Brandenburg“ mit mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Sie wurde durch den Gesandten des Staates Israel, Mordechai Lewy, eröffnet. Im Rahmenprogramm zur Konferenz besuchten die israelischen Gäste Schulen in Cottbus, Lübben, Königs Wusterhausen, Müncheberg und Frankfurt (Oder). Zum Abschluss besuchten die israelischen Schulleiterinnen und Schulleiter ihre jeweiligen Partnerschulen im Land Brandenburg.

 

Veranstalter der diesjährigen Konferenz war das LISUM Bbg in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Institut Neue Impulse der Evangelischen Akademie zu Berlin und dem Förderverein LISUM Struveshof e.V. Die Konferenzwoche wurde durch die Robert-Bosch-Stiftung gefördert und von der Harold–Bob-Stiftung unterstützt. Das Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg (LISUM Bbg) unterstützt seit 1999 gemeinsam mit dem brandenburgischen Bildungsministerium und der Internationalen Abteilung des Beit Berl Colleges in Israel die Entwicklung israelisch-brandenburgischer Schulpartnerschaften. Sie entstand auf Initiative des brandenburgischen Bildungsministers Steffen Reiche und wird durch ihn gefördert und unterstützt. Gegenwärtig existieren 13 intensiv arbeitende Schulpartnerschaften, die vom LISUM Bbg betreut werden. Die Jugendlichen leben in Gastfamilien und nehmen am Unterricht der Partnerschule teil, um sich auf diese Weise ein eigenes Bild vom anderen Land zu machen.

 

Die erste israelisch-brandenburgische Konferenz in Ludwigsfelde-Struveshof mit Schulleiterinnen und Schulleitern, Schulaufsichtsbeamten und Vertretern des israelischen Erziehungsministeriums fand im Oktober 2000 statt. Im Oktober 2002 besuchten 16 Schulleitungsmitglieder und Lehrkräfte aus 10 brandenburgischen Partnerschulen das Beit Berl College und Partnerschulen in Israel. Die 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen internationalen Konferenz in Ludwigsfelde-Struveshof wurden am 19. August 2004 von Joel Lion, Erster Botschaftssekretär der israelischen Botschaft in Berlin, in der israelischen Botschaft in Berlin empfangen. Weitere Informationen: Rüdiger Krogmann, Tel. 03378–209-109, E-Mail: ruediger.krogmann@lisum.brandenburg.de


(5) Mehr jüdische Franzosen an Israels Stränden
Für die großen Tel Aviver Hotels ist der August 2004 der beste Monat seit zehn Jahren. Während der vergangenen drei Wochen waren alle inn Hotels an den Stränden von Tel Aviv, Bat Yam, Herzliya und Netanya bis aufs letzte Zimmer ausgebucht. Dazu beigetragen haben mehr als 40.000 französische jüdische Urlauber, die den Urlaubsmonat August in Israel verbrachten und die freien Tage in den oben genannten Luxusunterkünften (inklusive Eilat) zur Entspannung nutzten. Zum Saisonende nach den hohen Feiertagen im Oktober kann die israelische Tourismusbranche mit insgesamt 1,4 bis 1,5 Mio. Touristen rechnen. Im vergangenen Jahr waren dies noch 1,06 Mio. Während des ersten Halbjahres 2004 waren 674.000 Touristen nach Israel gekommen (270.000 mehr als im selben Zeitraum 2003). Davon waren 100.000 französische Touristen, im Vergleich zu nur 56.000 Franzosen im ersten Halbjahr 2003. (Ha’aretz)

(6) Red Sea Jazz Festival in Eilat, 23. bis 26. August 2004

Vor der Kulisse der roten Berge von Edom und mit Blick auf das Rote Meer (Html-Bild) hat gestern in Eilat das Red Sea Jazz Festival begonnen. Seit seiner Gründung vor 18 Jahren hat das Red Sea Jazz Festival die israelische Kulturszene und den Jazz in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Auftritte international renommierter Musiker gehören ebenso zum Programm wie Performances junger israelischer Künstler, für die das Red Sea Jazz Festivals die Gelegenheit bietet, vor großem Publikum zu spielen, was sich oftmals als Sprungbrett zu einer internationalen Karriere erweist.

 

Nach monatelanger Recherche ist auch in diesem Jahr wieder ein aufregendes Programm entstanden, in dem verschiedene Stilrichtungen ihren Platz haben: Von „Straightahead“ Jazz, über Vocal Jazz, Fusion und World Music ist alles vertreten. Prominente Künstler wie der französische Trompetenspieler Eric Truffaz, Bassist Charlie Haden und Gitarrist John Scotfield sowie der Saxophonist-Flötist Charles Lloyd beweisen, dass das Red Sea Jazz zu internationalen Top Ten der Jazzfestivals gehört.

 

Nach dem Erfolg der vergangenen Jahre lädt das Festival erneut Künstler aus dem Bereich der World Music ein – dieses Jahr werden der Dudelsackspieler Hevia aus Spanien, und Manu Dibango, einer der Begründer der World Music, in Eilat zu Gast sein. Neben den musikalischen werden auch kulinarische Genüsse geboten: „The Taste of Jazz“ ist eine bunte Messe, bei der eine breite Palette von Snacks und Mahlzeiten angeboten wird. Jam Sessions finden jede Nacht im Riveria Hotel statt, im King Solomon Hotel werden Meisterkurse angeboten.
http://www.redseajazz.com/EN/index.htm



(7) Das Wetter in Israel

Teils sonnig, teils leicht bewölkt. Die Temperaturen:

 

Jerusalem: 21-31°C

Tel-Aviv: 24-30°C

Haifa: 22-32°C

Be’er Sheva: 21-35°C

Am Toten Meer: 31-40°C

Eilat: 27-40°C


(8) Wechselkurse

1 € - 5,4936 NIS (-0,941%)

1 £ - 8,1685 NIS (-0,614%)

1 $ - 4,525 NIS (-0,044%)

(Bank of Israel, 24.08.04)


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