Newsletter der Botschaft des Staates Israel - Berlin

   Freitag, 23. Juli 2004
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(1) Treffen zwischen Außenminister Silvan Shalom und Generalsekretär Javier Solana (EU)
(2) Al-Aqsa-Brigaden erschießen 16jährigen Palästinenser, drei Terroristen des Jihad getötet
(3) Erstmals ist eine Frau Befehlshaber eines Luftwaffenkurses, Auszeichnung für drusischen Soldaten
(4) Regierung und Universitäten investieren 2005 $ 11,3 Mio. in Nanotechnologie
(5) Auszeichnung für Zoya Cherkassky durch die IcExcellence Foundation
(6) Das Wetter in Israel
(7) Wechselkurse
(1) Treffen zwischen Außenminister Silvan Shalom und Generalsekretär Javier Solana (EU)

Der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Silvan Shalom hat am Donnerstag den Generalsekretär des Rats der Europäischen Union (EU) Dr. Javier Solana getroffen. Der Außenminister brachte seine Kritik über das Abstimmungsverhalten der EU-Staaten in der Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) zum Ausdruck und sagte: „Meine Regierung und ich sind zutiefst enttäuscht über die Entscheidung bezüglich des Terrorabwehrzauns, der eine gewaltlose Verteidigungsmaßnahme ist. Dies ist in der Tat eine Entscheidung gegen unser Recht auf die Verteidigung unseres Lebens und unserer Bürger.“ Außenminister Shalom fügte hinzu, dass die europäische Stimme die Palästinenser bestärken werde, von ihrer Verantwortung, nämlich etwas gegen den Terror zu unternehmen, weiter abzulassen. Wenn Europa eine bezeichnende Rolle spielen will, dann müsse es auf Reformen in der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) drängen und nicht als ein Werkzeug der palästinensischen Machenschaften dienen.

 

Bezugnehmend auf die Beziehungen zwischen Israel und den EU-Staaten antwortet Solana, dass die Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen Israel und Europa im Gegensatz zu möglichen Eindrücken derzeit auf ihrem höchsten Level seien und brachte seine Hoffung für die weitere Zusammenarbeit zum Ausdruck, selbst wenn es zwischen den beiden keine volle Übereinkunft gäbe. Bezugnehmend auf den Vorschlag des ägyptischen Geheimdienstchefs Omar Suleiman über ein Treffen zwischen den Außenministern der USA, Ägypten, Israel und den Palästinensern sagte Außenminister Shalom, dass Israel nichts gegen Kontakte auf irgendeiner Ebene einzuwenden hat, dass aber solch ein Treffen nicht den Kampf gegen den Terror und seine Netzwerke ersetzen könne. Arafat versucht, Zeit zu gewinnen, fügte Shalom hinzu. Solange Arafat in der Region bleibe, gebe es keinen Fortschritt, sagte der Außenminister. (MFA)


(2) Al-Aqsa-Brigaden erschießen 16jährigen Palästinenser, drei Terroristen des Jihad getötet

Eine Untergruppe der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden hat am Freitag in Beit Hanoun im nördlichen Gazastreifen einen 16jährigen palästinensischen Jugendlichen erschossen. Die Familie des Jungen hatte sich dagegen gewehrt, dass die Männer Kassam-Raketen von ihrem Grundstück aus auf israelische Ziele abfeuern. Nach einem Bericht, den Verteidigungsstellen in Israel von palästinensischen Quellen erhalten haben, besteht die Terrorzelle aus sechs Mitgliedern. Sie kamen am Morgen zu dem Haus der Familie Za’anun in Beit Hanoun, bauten einen Raketenwerfer auf und eröffneten das Feuer auf einen gepanzerten Wagen der israelischen Armee (IDF), nicht weit von dem Haus der Familie entfernt. Daraufhin versuchten die Familienmitglieder, die Militanten der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden mit Stöcken und Steinen von ihrem Grundstück zu vertreiben, in der Furcht, ihr Haus werde zerstört, sollten die Kassam-Raketen von dort aus gezündet werden. Während der Auseinandersetzung erschossen die Anhänger der Brigaden Hassan Za’anun. Drei weitere Familienangehörige wurden verletzt. Die sechs Männer verließen daraufhin das Gelände, ohne die Raketen abzuschießen.

 

In Yatta südlich von Hebron verhafteten Spezialeinheiten der IDF am Freitagmorgen Mahmoud Abu Husa, hochrangiges Mitglied der palästinensischen Terrorgruppe Tanzim. Abu Husa ist für den Tod von fünf Israelis in verschiedenen Terrorüberfällen verantwortlich. Am Donnerstagabend wurden drei Terroristen des Palästinensischen Islamischen Jihad getötet, als ein israelischer Kampfhubschrauber eine Rakete auf ein palästinensisches Fahrzeug im Stadtteil Zeitoun in Gaza-Stadt abfeuerte. Ziel des Angriffs war Hazam Rahim. Rahim plante für die kommenden Tage einen Terroranschlag in Israel, bestätigten die israelischen Sicherheitsbehörden. Außerdem war er für die Schändung der Leichenteile israelischer Soldaten nach der Explosion eines gepanzerten Armeewagens (APC) in der selben Gegend im Mai 2004 verantwortlich. (Ha’aretzdaily)


(3) Erstmals ist eine Frau Befehlshaber eines Luftwaffenkurses, Auszeichnung für drusischen Soldaten

Bei den gestrigen Feierlichkeiten zum Abschluss eines Offizierskurses der israelischen Luftwaffe (IAF) hat es gleich zwei Präzedenzfälle gegeben: der erste Kontrolleur des Kurses ist drusischer Herkunft, Leutnant A., und hat die Auszeichnung des vorbildlichen Auszubildenden erhalten. Zum zweiten war erstmals eine Frau der Befehlshaber des Kurses, Oberstleutnant G. „Natürlich gab es einige Befürchtungen, die erste Offizierin in dieser Laufbahn zu sein, aber es kommt nur darauf an, was man nach außen hin zeigt,“ sagt G. Die Abschlussfeier fand auf der Ebene von Befehlshabern der Luftwaffe und unter Teilnahme des Generals Elieser Shakedi und weiteren leitenden Offizieren statt. Das Hauptaugenmerk lag auf der Einrichtung zur Überwachung des israelischen Luftraums. Den Kurs leitete zum ersten Mal eine Offizierin, Oberstleutnant G., 23 Jahre alt, aus dem Norden Israels. Begonnen hat sie ihren Dienst bei der Flugabwehr, wurde als Feldwebel eingeteilt und wechselte danach zur nördlichen Luftraum-Kontrolle.

 

„Ich wollte sehr gerne einen Offizierskurs machen“, erzählte sie, „man hat mir die Position des Kontroll-Offiziers angeboten und das war für mich etwas ganz besonderes.“ Oberstleutnant G. ist die erste Soldatin in dem Elitekurs für Offiziere, zu dem normalerweise Soldaten und Soldatinnen kommen, die für einen Pilotenkurs abgelehnt wurden. „Ich war die erste Soldatin, die in den Kurs aufgenommen wurde. Ich war die einzige Frau unter 16 Schülern. Eigentlich bin ich gut zurecht gekommen. Ich habe gelernt mit ihnen zu leben und befand mich immer im Mittelpunkt.“ Danach wurde sie in das Instruktionssystem eingebunden und nach zwei Kursen entschied man, sie mit der Leitung des Kurses zu beauftragen. „Auch hier hatte ich zunächst Bedenken und fragte mich, wie sie zu einer Frau stehen und was sie beim Stab sagen würden. Aber ich habe gesehen, dass es nur darauf ankommt, wie man auftritt und was man ausstrahlt. Ich habe Selbstbewusstsein gezeigt und hatte Erfolg. Ich glaube nicht, dass es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt. Beide Geschlechter können die gleiche Arbeit genauso gut machen.“

 

Leutnant A., 19 Jahre alt, aus dem Norden Israels, kommt aus einer drusischen Familie mit acht Kindern, fiel im Pilotenkurs durch und bat um Aufnahme in die Einrichtung zur Überwachung des israelischen Luftraums. „Ich habe mich nie anders gefühlt. Ich bin stolz darauf, dass ich den Kurs beendet habe und will so viel leisten wie möglich.“ Unter Dutzenden von Kadetten, die den Offizierskurs abschlossen haben, erhielt Leutnant A. die Auszeichnung des vorbildlichen Auszubildenden. „Es hat etwas mit meinen Freunden und der Leistung des gesamten Kurses zu tun“, sagt er bescheiden und weigert sich, näher darauf einzugehen.

 

Seine Befehlshaberin, Oberstleutnant G., hat nur Gutes über den vorbildlichen Schüler zu berichten: „Er investierte viel und bemühte sich sehr, verhielt sich unglaublich freundschaftlich. Er war bescheiden und voller Energie.“ Auch in diesem Kurs gab es unter den 15 Schülern eine Kadettin und Oberstleutnant G. half ihr dabei, sich als Frau zurechtzufinden. „Ich ließ sie an meiner Erfahrung teilhaben.“ Derzeit ist Oberstleutnant G. wieder auf dem Weg zurück zu ihrem Posten im Norden Israels, wo sie ihre Abteilung leiten und über ihren zukünftigen Weg bei der israelischen Armee nachdenken wird. (ynet)


(4) Regierung und Universitäten investieren 2005 $ 11,3 Mio. in Nanotechnologie
Regierung und Universitäten in Israel werden 2004 - 2005 $ 11,3 Mio. in die Nanotechnolgieforschung investieren. Der größte Teil der Summe steht für den Erwerb technischer Geräte für die Universitäten bereit. Die Investitionen werden durch das National Research Infrastructure Forum getätigt und stellen die erste Etappe des Fünfjahresplans des National Committee on Nanotechnology dar. Der Plan sieht eine Gesamtinvestition von $ 25 - 30 Mio. für Nanotechnolgie in den kommenden fünf Jahren vor. Die Universitäten sind verpflichtet, die gesamte Forschungsausrüstung auch außeruniversitären Lehr- und Forschungsinstituten und industriellen Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Forschungsprojekte in den Bereichen Elektrotechnik, Materialwissenschaften und Biologie werden besonders berücksichtigt. (Ha’aretzdaily)

(5) Auszeichnung für Zoya Cherkassky durch die IcExcellence Foundation

Die Künstlerin Zoya Cherkassky, geb. 1976 in Kiew, wurde dieses Jahr von der IcExcellence Stiftung für den Bereich Bildende Kunst ausgezeichnet. Die Stiftung, die vor drei Jahren ins Leben gerufen wurde, wählt jedes Jahr Künstler aus, die das Potential haben, integraler Bestandteil der internationalen Szene zu werden. In der Vergangenheit wurden auf diese Weise Yehudit Sasportas und Ohad Meromi unterstützt.

 

Der Preis wird Cherkassky helfen, ihr nächstes Projekt im Laufe des kommenden Jahres in Moskau, St. Petersburg und Tokio zu realisieren. Es wird - wie bereits die Ausstellung „Collectio Judaica“, die in der Tel Aviver Galerie Rosenfeld zu sehen war - aus einer Zusammenstellung von Zeichnungen, klassischen Plastiken, digitaler Kunst und Pop-Produkten bestehen.

 

Von 1996 bis 2001 kooperierte Cherkassky mit Ruti Nemet als „Ruti & Zoya“. Sie nahm auch an verschiedenen internationalen Gruppenausstellungen, u.a. im Tel Aviv Museum, Israel Museum, Herzliya Museum, Kunstmuseum in Bonn und Museum am Ostwall, Dortmund, teil. Ihre erste Solo-Show war 2002/03 „Collectio Judaica“, mit der sie die sensiblen Themen des Antisemitismus und Judaismus behandelte und auf ihre Originalität und künstlerische Brillanz aufmerksam machte.

 

Dieses Jahr präsentierte Zoya in Zusammenarbeit mit der Mode-Designerin Helena Blaustein „Le Bal des Victimes“, eine Ausstellung, in der sie Marketing- und Werbe-Strategien aus der Modewelt anwandten. Die Künstlerin stellte zehn Skulpturen aus, zu denen sie durch die japanische Spielzeugindustrie inspiriert worden war, mit Accessoires, die von Helena Blaustein entworfen worden waren. Zusätzlich hatten die Besucher die Möglichkeit, Kunstwerke zu erschwinglichen Preisen zu erwerben. Weitere Informationen unter www.rg.co.il


(6) Das Wetter in Israel

Teils sonnig, teils leicht bewölkt. Die Temperaturen:

 

Jerusalem: 19-28°C

Tel-Aviv: 23-29°C

Haifa: 23-29°C

Be’er Sheva: 21-32°C

Am Toten Meer: 28-38°C

Eilat: 27-38°C


(7) Wechselkurse

1 € - 5,519 NIS (-0,66%)

1 £ - 8,237 NIS (-0,60%)

1 $ - 4,488 NIS (+0,04%)

(Bank of Israel, 21.07.04)


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