Newsletter der Botschaft des Staates Israel - Berlin

   Freitag, 26. März 2004
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(1) Experten rechnen nicht mit dramatischen Änderungen in der Taktik des Hamas
(2) Explosion: Palästinenser bei „Arbeitsunfall“ in Nablus getötet
(3) Heute: 25 Jahre Friedensabkommen zwischen Israel und Ägypten
(4) Schüleraustausch: Jugendliche aus Petah-Tikva zu Gast in Koblenz
(5) „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt“: Ausstellung in Tel Aviv
(6) Das Wetter in Israel
(7) Wechselkurse
(1) Experten rechnen nicht mit dramatischen Änderungen in der Taktik des Hamas

Verteidigungsexperten in Israel rechnen nicht mit dramatischen Veränderungen in der Zahl oder Intensität der Terroranschläge durch palästinensische Terrorgruppen gegen Israel. Die Terrororganisation Hamas habe den Höhepunkt ihrer möglichen Terroraktivitäten erreicht, sagte ein Vertreter der israelischen Sicherheitsbehörde Shin Bet am Freitag nach zweitägigen Beratungen. Schon seit mehr als einem Monat ist der Hamas bemüht, seine Anschläge aus dem Gazastreifen zu intensivieren. Das gilt sowohl für das Gebiet innerhalb des Gazastreifens, wie zum Beispiel die Anschläge auf den Kontrollpunkt in Erez, als auch für außerhalb, wie bei dem Selbstmordanschlag auf den Hafen in Ashdod. Sheikh Ahmed Yassin hatte die Intensivierung der Attentate bewusst vor dem Rückzug Israels aus dem Gazastreifen angeordnet.

 

Eine genaue Betrachtung des Doppelanschlags in Ashdod zeige allerdings, dass die Attentäter trotz der Symbolik in der Auswahl des Zieles, weit davon entfernt waren, einen „Mega-Anschlag“ durchzuführen. Denn um chemische Aufbereitungsanlagen zu sprengen oder für einen Anschlag mit Giftgas reicht die Sprengladung eines Sprengstoffgürtels nicht aus, erklärten die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF). Trotzdem sind die Einsatzkräfte in höchster Alarmbereitschaft. Die israelische Armee verhindert 95% aller Selbstmordattentate, die von palästinensischen Terroristen geplant werden, sagte Brig. Gen. Gadi Eisencourt (IDF) bei einer Sicherheitskonferenz in dieser Woche in Tel Aviv. (Ha’aretz)


(2) Explosion: Palästinenser bei „Arbeitsunfall“ in Nablus getötet

Nach palästinensischen Medienberichten starb am Freitag bei Nablus der 22jährige Ahmed El Abed, Mitglied der Al Aqsa Märtyrer Brigaden aus Balata, bei dem Versuch, eine Autobombe zu präparieren. Die israelische Armee berichtet, dass der Sprengsatz in dem Auto explodierte, es ist allerdings weiter unklar, ob es sich um eine Autobombe oder um einen Sprengsatz handelte, der nach Israel transportiert werden sollte. Vier Passanten wurden verletzt.

 

Im südlichen Gazastreifen haben Soldaten der israelischen Armee (IDF) in der Nacht drei bewaffnete Palästinenser erschossen. Die Männer hatten versucht, in die Siedlung Tel Katifa im Siedlungsblock Gush Katif einzudringen. Der Hamas übernahm die Verantwortung für das Attentat. Die Terroristen hatten zuerst das Feuer auf einen Wagen in Tel Katifa eröffnet. Danach näherten sie sich einem Armeestützpunkt westlich der Sieldung. Als die Soldaten die Eindringlinge bemerkten, eröffneten sie das Feuer und töteten die Männer. Ermittlungen zufolge haben sie versucht, über das Wasser in die Siedlung einzudringen. Darauf weisen Taucherausrüstungen hin, die sie bei sich hatten. Außerdem fand man Raketen und mehrere Gewehre bei den Leichen. (j-post)


(3) Heute: 25 Jahre Friedensabkommen zwischen Israel und Ägypten

Heute vor 25 Jahren, am 26. März 1979, unterzeichneten der frühere Ministerpräsident Menachem Begin und der ägyptische Präsident Anwar al-Sadat in Washington das Friedensabkommen zwischen dem Staat Israel und der Arabischen Republik Ägypten. Gastgeber war der damalige US-Präsident Jimmy Carter. Der Friedensschluss mit Ägypten war ein Wendepunkt in der Geschichte Israels und seiner arabischen Nachbarn. Mehr dazu: Die Beziehungen zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn:

http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?SubjectID=5800&MissionID=88&LanguageID=190&StatusID=0&DocumentID=-1

 

Video:

Narrowband:

http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?format=wm&s=8FA9E4651D274313BDF4E0CA31CCC3A2&ci=24307&ak=null&ClipMediaID=29955

 

Broadband:

http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?format=wm&s=8FA9E4651D274313BDF4E0CA31CCC3A2&ci=24307&ak=null&ClipMediaID=29956

 

Download (47MB): http://s18dl.castup.net/server12/96899050-13.mpg


(4) Schüleraustausch: Jugendliche aus Petah-Tikva zu Gast in Koblenz
Israelische Schüler der „Ben Gurion Highschool" in Petah-Tikva haben am Donnerstag ihre Partnerschule in Koblenz besucht. „Deutschland ist eine andere Welt für mich. Die Menschen sind diszipliniert und modern, aber auch sehr herzlich. Besonders die deutsche Kultur fasziniert mich", sagt der 15jährige Eran Grabiner aus Israel über seine ersten Eindrücke. Er ist einer von elf Austauschschülern aus Petah-Tikva, der israelischen Partnerstadt von Koblenz. Die jungen Israelis der „Ben Gurion Highschool", Partnerschule des Koblenzer Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums, wurden gestern offiziell in Koblenz empfangen. Seit 1995 tauschen sich Koblenz und Petah-Tikva aus. „Die ersten Kontakte entstanden privat. Später fand ein Austausch verschiedener Jugendgruppen statt", berichtet Doris Leber vom Freundeskreis Koblenz-Petah-Tikva. Vertreter der Stadt Koblenz und des Freundeskreises Koblenz-Petah-Tikva begrüßten die Austauschschüler aus Israel gestern in Koblenz. (Rhein-Zeitung)

(5) „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt“: Ausstellung in Tel Aviv

31 Künstler, – Etablierte sowie Unbekanntere, – deren Arbeiten die Hauptströmungen der Avantgarde des 20. Jahrhunderts widerspiegeln, nahmen bis vor wenigen Tagen an der Ausstellung „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt“ am Teachers College of Technology Rachel & Israel Pollak Gallery, Tel Aviv, teil. Der Titel verweist auf Joseph Beuys performance aus dem Jahr 1965 mit gleichem Namen. Beuys, der in dem weiten Feld der Conceptual Art arbeitete, tat damals kund, dass er ein ganzes Jahr über den Namen seiner Installation gegrübelt hatte. Er benötigte ein Jahr, um diesen rätselhaften Titel, der zur Zerpflückung des Satzes und zur Interpretation jeder einzelnen seiner Wordkomponenten einlädt, zu formulieren. In der performance schloss sich Beuys in einer Galerie, die seine Bilder ausstellte, ein; dann führte er den ritualisierten Akt des Kunst-Erklärens durch, indem er zu einem toten Hasen in seinen Armen sprach. Nach drei Stunden wurde das Publikum in die Präsentation eingeladen. Beuys saß auf einem Hocker im Eingang, den Hasen auf dem Arm, mit dem Rücken zu dem Publikum.

 

Beuys starb 1985, aber die Widersprüche, auf denen seine Kunst basierte, leben fort. Die Kunstwerke in der von Naomi Aviv in Tel Aviv kuratierten Ausstellung, ungeachtet ihrer Bezugnahme zu Beuys und seinem künstlerischen Erbe, generieren eine geheimnisvolle Atmosphäre, eine Atmosphäre geschlossener Kreise, Loops und Spiralen. Viele Arbeiten wenden dem Betrachter tatsächlich den Rücken zu. Die Show ist elitär, anspruchsvoll, verzichtet auf schwache meisterhafte Effekte, um dem Betrachter zu gefallen.

 

Aviv erklärt in dem Begleitmaterial zu der Ausstellung, dass es in einer Zeit, in der die Politik sich von allem abwendet, was nach theoretischer und ernsthafter Kunst riecht, und stattdessen eine Kultur von ratings und Kitsch ermutigt, angemessen sei, als Reaktion darauf der Öffentlichkeit Kunstwerke, die als Inbegriff progressiver Kunst angesehen werden, vorzustellen. 

Aussteller: Asnat Avital, Leah Avital, Shlomit Altman, Benny Efrat, Ido Bar-El, Anat Betzer, Dganit Berest, Eli Gur-Arie, Tamar Geter, Moshe Gershuni, Dror Daum, Scarlet Hoft Graflend, Michal Heiman, Mona Hatoum, Nahum Tevet, Masha Yozefpolsky, Noa Yaari, Pinhas Cohen-Gan, Hila Laviv, Anna Morawska, Ohad Meromi, Michal Naaman, Nathan Nuchi, Eli Petel, Joseph Kosuth, Angela Klein, Zvika Kantor, Doron Rabina, Adam Rabinotitz, Deganit Stern-Schoken, Amikam Toren. (Bild: Anna Morawska: "Subway Stupor" Photographie 2003, www.foreignbodies.org/subwaystupor)



(6) Das Wetter in Israel

Heiter und etwas wärmere Temperaturen:

 

Jerusalem: 13-20°C

Tel-Aviv: 13-21°C

Haifa: 13-21°C

Be’er Sheva: 12-23°C

Eilat: 19-31°C

 

Die Vorhersage für morgen, Samstag, 27. März 2004, den 5. Nissan 5764:

Sonnig und klar, wärmer, vor allem in den Bergen und im Landesinnern. Am Sonntag Sonne und heiß. Sharav im Süden und Osten des Landes. Am Montag wieder heiter bei niedrigeren Temperaturen und steigender Luftfeuchtigkeit. (Ha’aretz)


(7) Wechselkurse

1 € - 5,486 NIS (-0,018%)

1 £ - 8,196 NIS (+0,554%)

1 $ - 4,521 NIS (-0,044%)

(Bank of Israel, 26.03.04)


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