Newsletter der Botschaft des Staates Israel - Berlin

   Mittwoch, 18. Februar 2004
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(1) Siedlungsräumung in Gaza voraussichtlich nach den US-Präsidentschaftswahlen
(2) Interview mit Botschafter Shimon Stein in der Neuen Osnabrücker Zeitung, 18.02.04
(3) Registrierung für Internationales Filmfestival Jerusalem eröffnet
(4) Interaktive Installation “Text Rain” von Romy Achituv in Berlin
(5) Das Wetter in Israel
(6) Wechselkurse
(1) Siedlungsräumung in Gaza voraussichtlich nach den US-Präsidentschaftswahlen
Drei hohe Vertreter der US-Regierung sind am Nachmittag in Israel eingetroffen, um mit Ministerpräsident Ariel Sharon über dessen einseitigen Rückzugsplan aus dem Gazastreifen zu beraten. Die Räumung der Siedlungen könnten höchst wahrscheinlich im kommenden Jahr 2005, d.h. nach den amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November stattfinden, teilte der Armeerundfunk unter Berufung auf Regierungskreise am Mittwoch mit. Der einseitige Rückzug Israels könnte sonst von Seiten der Demokraten und Teilen der Jüdischen Gemeinde in den USA als Wahlkampfthema gegen den amerikanischen Präsidenten genutzt werden, hieß es weiter. Die Umsetzung des Räumungsplans selbst könnte innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein. Die amerikanische Delegation ist die erste hochrangige Expertengruppe nach Monaten, die zu Verhandlungen in den Nahen Osten reist. Neben Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten sind auch Gespräche mit hohen Vertretern der palästinensischen Regierung vorgesehen. (The Jerusalem Post)

(2) Interview mit Botschafter Shimon Stein in der Neuen Osnabrücker Zeitung, 18.02.04

Botschafter Shimon Stein hat die Zusage von Bundeskanzler Gerhard Schröder begrüßt, die Palästinenser weiterhin finanziell unterstützen zu wollen. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Stein am Mittwoch: „Es ist in unserem Interesse, den Palästinensern zu helfen, damit ihre wirtschaftliche Lage besser wird.“ Zugleich kritisierte Stein, der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Qureia habe bei seinem Berlin-Besuch „kein Wort über die Bekämpfung des Terrors verloren“. Er habe das Leid seines Volkes beklagt, obwohl er selbst nichts zur Minderung dieses Leids unternehme, sagte Stein am Mittwoch. Anders als sein Vorgänger Mahmud Abbas, „der leider gescheitert ist“, setze Qureia die Politik von Yasser Arafat fort. Dies bedeute Chaos und Unruhe. Stein nannte es unbegreiflich, dass der palästinensische Ministerpräsident nicht härter gegen islamistische Terrororganisationen vorgehe: „Weder Arafat noch Qureia verstehen, dass Hamas und Islamischer Jihad nicht allein für Israel, sondern auch für sie selbst eine existenzielle Bedrohung darstellen.“ Deren Ziel, den jüdischen Staat zu liquidieren und die Vorherrschaft des Islam in dem zukünftigen palästinensischen Staat durchzusetzen, könne im Interesse der palästinensischen Regierung sein.

 

Über das geplante Treffen Qureias mit Ministerpräsident Ariel Sharon stellte Stein die Frage, warum Qureia nicht schon vor Monaten dazu bereit gewesen sei: „Plötzlich, nach der Ankündigung Sharons, einseitige Schritte im Hinblick auf die Räumung des Gazastreifens durch jüdische Siedler zu unternehmen, wacht Qureia auf.“ Der Terrorabwehrzaun sei auch für Israel eine „ungeheure Belastung in einer Zeit, in der es uns wirtschaftlich nicht besonders gut geht“. Allerdings gebe es „925 Gründe“ für den Zaun, nämlich die 925 Israelis, die seit 2000 durch Terroranschläge palästinensischer Organisationen getötet worden sind. EU und USA müssten die gesamte Region im Nahen Osten so umgestalten, sodass sie Anschluss an Globalisierung und Modernisierung finde. „Wenn das nicht der Fall ist, bleibt Israel eine Insel der Demokratie in einem Meer von Instabilität, von Diktaturen, Armut und geringer Bildung“, sagte Stein. (Neue Osnabrücker Zeitung)


(3) Registrierung für Internationales Filmfestival Jerusalem eröffnet
Das 21. Internationale Filmfestival in Jerusalem findet in diesem Jahr vom 8. bis 17. Juli statt. In dieser Woche beginnt die Registrierung für den Wettbewerb. Die Kandidaten werden in mehreren Auswahlrunden durch eine Jury ermittelt. Das Filmfestival besteht aus fünf Kategorien: Wolgin-Preis für Feature Filme (NIS 160.000, über € 28.000), Wolgin-Preis für Dokumentarfilme (NIS 40.000, ca. € 7.000), Wolgin-Preis für Kurzfilme (NIS 20.000, ca. € 3.500), der Anat Pirchi-Preis für Drama (NIS 33.000, ca. € 6.000) und der Preis für Experimentalfilm (NIS 5.000, ca. € 1.000).

(4) Interaktive Installation “Text Rain” von Romy Achituv in Berlin

Im Rahmen der Ausstellung P0ES1S. DIGITALE POESIE zeigt das Kulturforum Berlin vom 13.2. bis 4.4. 2004 die Installation „Text Rain” der israelischen Künstler Romy Achituv & Camille Utterback. Text Rain ist eine spielerische interaktive Installation, die die Grenze zwischen dem Vertrauten und dem Magischen verwischt. Die Teilnehmer in der Installation begegnen einer Projektion ihrer selbst in Schwarzweiß, kombiniert mit einer farbigen Animation aus fallenden Buchstaben. Wie Regen oder Schnee scheint der Text auf Kopf und Armen des Betrachters zu landen. Die Buchstaben reagieren auf die Bewegungen der Teilnehmer und können aufgefangen, emporgehoben und wieder fallen gelassen werden. Sammelt man als Teilnehmer genügend Buchstaben auf seinem ausgestreckten Arm oder entlang der Silhouette irgendeines dunklen Gegenstands, so kann man manchmal ganze Wörter oder sogar einen Satz auffangen. Das „Lesen“ von Sätzen wird daher in der Text Rain-Installation eine Sache des Körpers wie auch des Gehirns. Die fallenden Buchstaben sind nicht zufällig, sondern entstammen Gedichtzeilen, die sich mit Körper und Sprache beschäftigen.

 

Romy Achituv, geboren 1958, studierte Philosophie, Bildhauerei und Interaktive Telekommunikation in Jerusalem und New York. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen vertreten, darunter im Jahr 2003: „Romy Achituv – Selected Works 1997-2003“, Einzelausstellung, Digital Art Lab, Holon, Israel; „Onufri, International Art Festival“, Tirana, Albanien; „Canberra Contemporary Art Space“, Canberra, Australien; „Digital Stadium“, NHK, Tokyo, Japan.

 

Camille Utterback hat als Künstlerin und Programmiererin ihre Arbeiten international auf Festivals und in Galerien ausgestellt, darunter sind das NTT InterCommunication Center, Tokyo; das Seoul Metropolitan Museum of Art, das Center for Contemporary Art, Kiew, und die SIGGRAPH Art Gallery. Wie Romy Achituv wurde sie mit mehreren Preisen geehrt.

 

Weitere Informationen: www.p0es1s.net oder www.gavaligai.com


(5) Das Wetter in Israel

Die Vorhersage: Heiter und etwas wärmer

 

Jerusalem: 5-14°C

Tel-Aviv: 9-19°C

Haifa: 8-18°C

Am Toten Meer: 10-22°C

Eilat: 10-23°C


(6) Wechselkurse

1 € - 5,718 NIS (+0,99%)

1 £ - 8,474 NIS (+1,22%)

1 $ - 4,446 NIS (+0,13%)

(Bank of Israel, 17.02.04)


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