Newsletter der Israelischen Botschaft in Berlin
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Montag, 25. August 2003

(1) VIER PALÄSTINENSER BEI RAKETENANGRIFF GETÖTET
(2) EU-AUSSENMINISTER WERDEN HALTUNG ZU HAMAS ÜBERDENKEN
(3) ISRAEL ÜBERGIBT LEICHEN VON HISBOLLAH-KÄMPFERN
(4) INVESTITIONEN IM IRAK
(5) ISARELISCHE TEILNEHMER BEIM EUROCAMP IN SACHSEN-ANHALT
(6) NACH DEM SELBSTMORDATTENTAT: ZAHL DER OPFER STEIGT AUF 21
(7) BENEFIZ-KONZERT IN ANDENKEN AN YITZHAK RABIN SEL. A. IN KIEL
(8) DAS WETTER IN ISRAEL
(9) WECHSELKURSE

 

(1) VIER PALÄSTINENSER BEI RAKETENANGRIFF GETÖTET
Nach dem Selbstmordattentat in Jerusalem mit 21 Toten am vergangenen Dienstag hat Israel begonnen, die gezielten Militärschläge gegen Führungsmitglieder der Terrororganisation Hamas zu intensivieren. Die Organisation hat die Verantwortung für den Anschlag in Jerusalem übernommen und weitere Anschläge auf Israelis angekündigt. Zwei ihrer Anführer wurden am Sonntag getötet, als ein israelischer Kampfhubschrauber in Gaza-Stadt Raketen auf eine Gruppe von vier Männern feuerte. Bei dem Raketenangriff wurden acht Passanten verletzt, darunter ein Kind schwer. Bei einem der Getöteten handelte es sich um Achmed Shativi, Mitglied des bewaffneten Arms des Hamas.

Die Islamische Widerstandsbewegung, bekannt unter dem Namen HAMAS, ist eine extremistische, fundamentalistisch-islamische Organisation. Die Ideologie des HAMAS verbindet religiöse Grundsätze und panarabische Ideen mit Bestrebungen nach einem palästinensischen Staatswesen.

Am 18. August 1988 gab die Islamische Widerstandsbewegung ihre Charta heraus. Sie ist ein umfassendes Manifest, das aus 6 separaten Absätzen besteht. Die Charta propagiert als zentrales Ziel des Hamas die totale Zerstörung des Staates Israel durch den Heiligen Islamischen Krieg (Jihad).

Dem Motto der Charta folgend, forderte der Hamas seine Anhänger im Oktober 1990 mit dem Flugblatt Nr. 65 zum Mord an Juden auf: "Jeder Jude ist ein Siedler und es ist unsere Pflicht, ihn zu töten":

"Israel existiert und wird weiter existieren, bis der Islam es ausgelöscht hat, so wie er schon andere Länder vorher ausgelöscht hat." (Präambel)

Die lange Liste der Terror- und Mordanschläge im Westjordanland, im Gazastreifen und im Kernland Israels unterstreicht die mörderische Kompromisslosigkeit, mit der die HAMAS-Terroristen, getreu ihrer dogmatischen Charta, gegen Juden und Israelis vorgehen.
Weiter: (http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?DocumentID=37150&MissionID=88)

(2) EU-AUSSENMINISTER WERDEN HALTUNG ZU HAMAS ÜBERDENKEN
Der italienische Außenminister Franco Frattini teilte dem israelischen Außenminister Silvan Shalom am Montag mit, das "Problem des Hamas" werde bei einem Treffen der EU-Außenminister am 5. bis 6. September in der norditalienischen Stadt Riva del Garda besprochen. Bis jetzt steht die radikalislamische Organisation noch nicht auf der EU-Liste der europäischen Terrororganisationen, sondern nur "Hamas Izzedine al-Qassam", den die EU als den "terroristischen Flügel" des Hamas bezeichnet und andere kleine palästinensische Gruppen, darunter die Holy Land Foundation, der die finanzielle Unterstützung des Hamas vorgeworfen wird. Wie die online Ausgabe der israelischen Tageszeitung Yedioth Aharonot berichtet, kündigte die französische Regierung an, sie werde die radikal-islamische Hamas und den Islamischen Jihad nicht auf die Liste der Terror-Organisationen setzen. (Ha'aretz)

(3) ISRAEL ÜBERGIBT LEICHEN VON HISBOLLAH-KÄMPFERN
Israel hat am Nachmittag die zwei Leichen der beiden Hisbollah-Kämpfer Ammar Hammoud und Ghassan Zaatar an Mitarbeiter des Roten Kreuzes an israelisch-libanesischen Grenze übergeben. Sicherheitsquellen in Jerusalem gaben bekannt, Israel werde im Gegenzug Informationen über das Schicksal der vermissten israelischen Staatsbürger erhalten, die sich in den Händen der Hisbollah befinden sollen. Sowohl in Israel als auch auf Seiten der Hisbollah rechnet man mit weiteren Entwicklungen durch die deutschen Vermittlungstätigkeiten für einen Gefangenenaustausch zwischen der Hisbollah und Israel.

Ammar Hammoud wurde am 30. Dezember 1999 getötet, nachdem er nach Angaben der Hisbollah ein Selbstmordattentat gegen einen israelischen Militärkonvoi im Südlibanon ausgeführt hatte. Zaatar starb bei Zusammenstößen mit dem israelischen Militär im November 1998. (Ha'aretz)

(4) INVESTITIONEN IM IRAK
Ein jordanisches Unternehmen für Sicherheitsdienste, das im Irak tätig ist, hat bei der israelisch-jordanischen Handelskammer ein Angebot zur Zusammenarbeit im Kommunikationsbereich eingereicht. Seit dem Regierungssturz im Irak sind auch israelische Firmen bemüht, Zutritt zu dem Markt zu gewinnen. Vor allem im Bereich der technischen Ausstattung mit Computersystemen für die irakische Polizei und Regierungsbehörden und der medizinischen Ausrüstung für 1.200 Krankenhäuser haben sich neue Chancen eröffnet. (Globes)

(5) ISARELISCHE TEILNEHMER BEIM EUROCAMP IN SACHSEN-ANHALT
Zehn israelische Kinder haben am diesjährigen Eurocamp vom 16. bis 25. August in Güntersberge in Sachsen-Anhalt teilgenommen. Das internationale Feriencamp fand unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Herrn Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, statt und brachte über 220 Kinder aus 19 verschiedenen Ländern zusammen, darunter Angola, Bosnien, Iran und die Türkei. Höhepunkte waren Kinderfeste, Naturprojekte, Wettspiele und umfangreiche Tagesausflüge.

(6) NACH DEM SELBSTMORDATTENTAT: ZAHL DER OPFER STEIGT AUF 21
Am Samstag erlag die 73jährige Fruma Rahel Weitz aus Jerusalem ihren Verletzungen, die sie infolge des Selbstmordattentats des Hamas auf einen Bus in Jerusalem am vergangenen Dienstag erlitten hatte. Damit steigt die Zahl der Todesopfer des letzten Anschlags auf 21, die Gesamtzahl der israelischen Todesopfer seit September 2000 auf 849.

Bei der Gastarbeiterin, die bei dem Anschlag durch den Selbstmordattentäter des Hamas am Dienstag ums Leben kam, handelt es sich um die 29jährige Antonia Reslas von den Philippinen.

(7) BENEFIZ-KONZERT IN ANDENKEN AN YITZHAK RABIN SEL. A. IN KIEL
Anlässlich des 8. Todestages des ermordeten ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin sel. A. am 4. November 1995 veranstaltet der Jüdische Nationalfonds e.V. (KKL) am 14. September 2003 ein Benefiz-Gedenkkonzert in Kiel zugunsten des Yitzhak-Rabin-Parks in Israel.

Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein, Frau Heide Simonis, sowie der Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Kiel, Frau Angelika Volquartz.

Nach den festlichen Ansprachen wird das Konzert ab 19:00 Uhr in der Nikolai-Kirche beginnen. Es spielt das Internationale Johann Sebastian Bach Kammerorchester unter der Leitung von Wolfgang Engels. Telefonische Kartenvorbestellungen beim KKL in Berlin: 030 883 43 60.

(8) DAS WETTER IN ISRAEL
Die Vorhersage: Heiter bis wolkig, es bleibt warm

Jerusalem: 21-31°C
Tel-Aviv: 24-30°C
Haifa: 25-32°C
Am Toten Meer: 31-40°C
Eilat: 27-40°C

(9) WECHSELKURSE
1 € - 4,906 NIS (-0,17%)
1 £ - 7,075 NIS (+0,00%)
1 $ - 4,490 NIS (+0,54%)
(Bank of Israel, 22.08.03)

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Dieser Newsletter mit Mitteilungen israelischer Ministerien und Meldungen aus der israelischen Presse wird von der Botschaft des Staates Israel in Berlin/Abteilung Öffentlichkeitsarbeit zusammengestellt. Anmerkungen oder Fragen richten Sie bitte an: botschaft@israel.de

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Für weitere aktuelle Informationen aus Israel empfehlen wir Ihnen folgende Webseiten:
- Medienspiegel (Israelische Presse) der Deutschen Botschaft in Tel Aviv: http://www.germanemb.org.il/GermanEmb/de/botschaft/abteilungen/medienspiegel.asp
- Mitteilungen der Israelischen Verteidigungskräfte (eng.): http://www.idf.il/newsite/english/main.stm
- Newsletter des israelischen Außenministeriums (eng.): http://www.israel.org/mfa/go.asp?MFAH0dho0


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