Newsletter der Israelischen Botschaft in Berlin
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Dienstag, 25. März 2003

(1) NATIONALER SICHERHEITSRAT ERARBEITET NEUEN INITIATIVPLAN
(2) ISRAELISCHER TEENAGER BEI ÜBERGRIFFEN IN PARIS VERLETZT
(3) ENTSCHEIDUNG DES OBERSTEN GERICHTSHOFS ZUM BESCHÄFTIGUNGSVERBOT JÜDISCHER STAATSBÜRGER AN SAMSTAGEN
(4) PREISTRÄGER DES ISRAEL-PREISES 5763
(5) WINTEREINBRUCH IN ISRAEL
(6) WECHSELKURSE

(1) NATIONALER SICHERHEITSRAT ERARBEITET NEUEN INITIATIVPLAN
Der Nationale Sicherheitsrat in Israel hat einen neuen Plan erarbeitet, der zur Beilegung des palästinensisch-israelischen Konflikts auf der Basis politischer Verhandlungen beitragen soll. Der Plan wurde dem Verteidigungsminister Shaul Mofas von Ephraim Halevy, Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates, vorgelegt.

Der Plan ("Profile of the Israeli Diplomatic Initiative") sieht auf israelischer Seite die Unterstützung bei der Schaffung eines palästinensischen Staates und auf palästinensischer Seite den Verzicht des sogenannten "Rechts auf Rückkehr" nach Israel und ein offizielles Abkommen zur Beilegung des Konfliktes vor.

Mofas hatte die Kommission zur Ausarbeitung israelischer Zielvorgaben in den Verhandlungen mit der palästinensischen Führung eingesetzt. Zu dem Team zählen ranghohe Vertreter des israelischen Militärs, der Geheimdienste und des Nationalen Sicherheitsrats. (Ha'aretz)

(2) ISRAELISCHER TEENAGER BEI ÜBERGRIFFEN IN PARIS VERLETZT
Teilnehmer einer Pariser Friedens-Demonstration haben am Samstag auf einen israelischen Teenager, Yoni Odona, eingeschlagen. Der Junge erlitt einen Schock und mehrere Kopfverletzungen. Yoni Odona war im Rahmen einer israelischen Jugendfreizeit der Jugendbewegung HaShomer Hatza'ir nach Frankreich gereist. Ein Mitglied der sozialistisch-zionistischen Organisation, das dem Kind zu Hilfe eilte, wurde ebenso verletzt. Die beiden Opfer wurden zur Behandlung in ein Pariser Krankenhaus eingeliefert. Die Demonstranten sollen palästinensische Fahnen bei sich getragen haben.

Uzi Shemesh, Verantwortlicher des französischen Zweigs der Jugendorganisation und Zeuge des Vorfalls, sagte, die Anti-Kriegs-Demonstrationen entwickelten einen zunehmend antijüdischen und antiisraelischen Charakter.

Aus Mailand wurde berichtet, wie Demonstranten das israelische Handels- und Touristikzentrum stürmten und mit antiisraelischen Slogans beschmierten. Nach Aussage des Handelsvertreters Yossi Shochat sollen die Demonstranten mit Schlagstöcken und Steinen bewaffnet gewesen sein.

In Gaza soll der geistige Führer der Hamas, Sheich Ahmed Yassin, das irakische Volk wiederholt dazu aufgerufen haben, zur "Waffe des Selbstmords gegen die Amerikaner" zu greifen. (Yedioth Aharonoth)

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Die israelischen Verteidigungskräfte IDF haben in der Nacht zwei Terroristen der Fatah-Tanzim-Organisation festgenommen. Die Fatah-Tanzim steht in engem Zusammenhang mit der Person Yasser Arafats. Die beiden Männer fuhren einen Wagen mit einem Kfz-Kennzeichen der Europäischen Union. Außerdem wurden 21 weitere Palästinenser in Gewahrsam genommen, die auf der Fahndungsliste der israelischen Armee standen, unter ihnen fünf Mitglieder der Fatah-Tanzim und ein Mitglied der radikalislamischen Terrororganisation Hamas. (http://www.idf.il/newsite/english/main.stm)

(3) ENTSCHEIDUNG DES OBERSTEN GERICHTSHOFS ZUM BESCHÄFTIGUNGSVERBOT JÜDISCHER STAATSBÜRGER AN SAMSTAGEN
Das in Israel geltende Beschäftigungsverbot jüdischer Arbeiter an Samstagen ist nicht verfassungswidrig. Das entschied die Richterin des Obersten Gerichtshofs Daliah Dorner am Sonntag in Jerusalem. Vielmehr würde das Gesetz die Werte des israelischen Staates zum Ausdruck bringen und der nationale Wert des Shabat wäre nicht geringer als sein religiöser, hieß es in dem Urteil.

Zuvor hatte das Landesarbeitsgericht das israelische Unternehmen Handiman zu einer Geldstrafe von 55.000 NIS (11.000 ?) verurteilt, weil es jüdische Arbeiter am Shabat beschäftigte. Daraufhin ging die Firma in Berufung. Die Vertreter des Unternehmens Handiman begründeten ihren Widerstand damit, dass das Gesetz für Arbeits- und Ruhestunden, das die Arbeit am Shabat verbietet, dem Grundgesetz zur freien Beschäftigung widerspreche und nicht mit den Grundrechten des Staates Israel zu vereinbaren sei.

Der Rechtsanwalt der Kette sagte, weite Teile der jüdischen Bevölkerung zögen es vor, ihre freie Zeit an Samstagen in Einkaufszentren zu verbringen. Damit beeinträchtige das Verbot der Samstagsbeschäftigung sowohl die Freizeitgewohnheiten der Bevölkerung als auch diejenigen Angestellten, für die die Arbeit an Samstagen keine persönlichen Probleme darstellt. (Ma'ariv)

(4) PREISTRÄGER DES ISRAEL-PREISES 5763
Am 7. Mai wird Staatspräsident Moshe Katsav die diesjährigen Würdenträger mit dem Israel-Preis des Jahres 5763 auszeichnen. Der Israel-Preis ist die höchste Auszeichnung des israelischen Staates und wird jährlich anlässlich des Unabhängigkeitstages verliehen. Zu den Nominierten im Bereich "Lebenswerke" gehören die ehemalige Knessetabgeordnete Ge'ula Cohen, der Reservegeneral Me'ir Amit und die Einrichtung "Yad Vashem". Die Auszeichnung gilt Persönlichkeiten, die mit ihrem Leben einen besonderen Beitrag für die Gesellschaft und den Staat Israel geleistet haben. Preisträger im Bereich Politikwissenschaften ist Professor Charles Liebman von der politikwissenschaftlichen Fakultät der Bar Ilan Universität in Ramat Gan.

Ge'ula Cohen, frühere "Lechi"-Kämpferin und Knessetabgeordnete, erhält die Auszeichnung für ihr unermüdliches gesellschaftliches Engagement im Bereich der Integration von Neueinwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion und Äthiopien. Ge'ula Cohen ist des weiteren durch ihre Arbeit als Buchautorin und Journalistin bekannt geworden.

Res.Gen. Me'ir Amit wird mit dem Preis für sein bahnbrechendes zionistisches Engagement in Sicherheits- und Wirtschaftsfragen gewürdigt. Im Laufe seiner Tätigkeit als Mitbegründer und Leiter des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad trug Amit erheblich zum internationalen Ansehen des Nachrichtendienstes bei. Seit 20 Jahren ist Amit Vorsitzender des zugehörigen Ausbildungszentrums, durch das er die Nachwuchsgenerationen prägte.

Der Israel-Preis für die zentrale Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wird der Organisation in ihrer Funktion als Vorbild der Geschlossenheit des jüdischen Volkes und der jüdischen Tradition der gegenseitigen solidarischen Verpflichtung verliehen.

Charles Liebman hat mit seinen politik- und gesellschaftswissenschaftlichen Arbeiten erheblich zum Verständnis der jüdischen Gemeinden in Israel und den Vereinigten Staaten und den Beziehungen der Diaspora-Gemeinden untereinander beigetragen. Einen weiteren Schwerpunkt seiner Forschung bildet die Bedeutung von Mythen und Symbolen in der Herausbildung einer modernen israelischen Gesellschaft sowie dem Beitrag des Judentums zur Ausprägung einer eigenen israelischen Kultur.

Vorsitzender der Jury des Israel-Preises ist der Preisträger Mordechai Ben-Porat. (Yedioth Aharonoth)

(5) WINTEREINBRUCH IN ISRAEL
In Israel ist der Winter zurückgekehrt: Am Morgen wurden die Einwohner Jerusalems erneut von Schneefällen überrascht. Auch aus dem Golan und den höheren Lagen Galiläas wurde Schnee gemeldet. Für die Jahreszeit ist es zu kalt.

Die Vorhersage: Die winterlichen Stürme halten noch bis Donnerstag an und bringen Regen, Hagel und vereinzelt Schnee mit sich.

Jerusalem: 1-4°C
Tel-Aviv: 8-12°C
Haifa: 8-12°C
Eilat: 8-17°C

(6) WECHSELKURSE
1 € - 5,020 NIS (-0,15%)
1 £ - 7,417 NIS (-0,02%)
1 $ - 4,718 NIS (-0,61%)
(Israel Bank, 24.03.03)

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Dieser Newsletter mit Mitteilungen israelischer Ministerien und Meldungen aus der israelischen Presse wird von der Botschaft des Staates Israel in Berlin/Abteilung Öffentlichkeitsarbeit zusammengestellt. Anmerkungen oder Fragen richten Sie bitte an: botschaft@israel.de


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Für weitere aktuelle Informationen aus Israel empfehlen wir Ihnen folgende Webseiten:
- Medienspiegel (Israelische Presse) der Deutschen Botschaft in Tel Aviv: http://www.germanemb.org.il/News-Media.asp
- Mitteilungen der Israelischen Verteidigungskräfte (eng.): http://www.idf.il/newsite/english/main.stm
- Newsletter des israelischen Außenministeriums (eng.): http://www.israel.org/mfa/go.asp?MFAH0dho0

© Botschaft des Staates Israel, 2003



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