Newsletter der Israelischen Botschaft in Berlin
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Freitag, 3. Januar 2003

(1) GEMEINSAME MANÖVER SYRIENS, DER HISBULLAH UND DES IRANS
(2) STELLV. AUSSENMINISTERS DES IRAN ZUM NAHOST-KONFLIKT
(3) ISRAEL UND PA UNTERZEICHNEN ABKOMMEN ZUM STEUERTRANSFER
(4) WAHL-UMFRAGEN IN ISRAEL
(5) HERZGEWEBE ZU MEDIZINISCHEN TESTS ERZEUGT
(6) WAS HAHABEN KORALLENRIFFE MIT DER ERDERWÄRMUNG ZU TUN?
(7) SPORT: ANNA SMASHNOVA IM HALBFINALE (OAKLAND)
(8) HEUTE IM JAHRE X
(9) DAS WETTER IN ISRAEL
(10) WECHSELKURSE


(1) GEMEINSAME MANÖVER SYRIENS; DER HISBULLAH UND DES IRANS
Anlässlich des Besuches des amerikanischen Senators Arlen Specter teilte Ministerpräsident Ariel Sharon mit, dass die syrische Armee gemeinsam mit der Terrororganisation Hisbullah und Einheiten der Iranischen Revolutionären Garde Militärmanöver im Libanon durchführt. Sharon bezeichnete die gemeinsamen Übungen als Beweis für die problematische Zusammenarbeit zwischen Syrien, der Hisbullah und dem Iran. Specter führte während der vergangenen zwanzig Jahre diplomatische Gespräche zur Befreiung amerikanischer Geiseln im Libanon. Sharon sagte, der syrische Präsident Bashar Assad werde seine Politik vielleicht ändern, wenn er aufgrund seiner Unterstützung des Terrorismus in der internationalen Gemeinschaft isoliert und politisch und wirtschaftlich unter Druck gesetzt würde. (Ha'aretz)
 

(2) STELLV. AUSSENMINISTERS DES IRAN ZUM NAHOST-KONFLIKT
Interview mit dem stellvertretenden iranischen Aussenminister für den Nahen Osten Mahmud Al-Sadar in der iranischen Wochenzeitung Al-Majalah (Ausgabe 15-21.12) zur Haltung des Irans im israelisch-palästinensischen Konflikt:

Al-Ahmad: Der Iran entwarf kürzlich einen Plan zur Beilegung des palästinensischen Konfliktes. Demnach soll ein Referendum in Palästina durchgeführt werden, das zur Selbstbestimmung nach der Repatrisierung der Flüchtlinge führen soll. Ist das ein Anzeichen dafür, dass Sie bereit sind, einer Beilegung des Konflikts zuzustimmen?

Al-Sadr: Unsere Politik gegenüber dem palästinensischen Konflikt hat sich nicht geändert. Wir erkennen die Existenz der Besatzungsmacht (d.h. des Staates Israel) nicht an und widersetzen uns weiterhin den laufenden Bemühungen um eine Schlichtung. Wir betonen, dass eine Lösung ohne die Verwirklichung der Rechte, die dem palästinensischen Volk gänzlich zustehen, nicht möglich ist. Unser Vorschlag für ein Referendum kommt im Rahmen der von der internationalen Gemeinschaft zugesicherten Unterstützung in dieser islamischen Frage. Das internationale Recht und die Vereinten Nationen garantieren das Recht zur Selbstbestimmung.

Al-Ahmad: Die für die internationale Gemeinschaft akzeptable Lösung ist derzeit die Aufteilung Palästinas in zwei Staaten. Die Palästinensische Autonomiebehörde selbst akzeptiert diese Lösung. Wie würde ihre Position aussehen, wenn die verschiedenen palästinensischen Gruppierungen diese Lösung akzeptieren würden?

Al-Sadr: Für uns ist klar, dass Teil-Abkommen und Teil-Lösungen das Problem nicht beheben. Es muss eine umfassende Lösung geben, die die Rückgabe der Ländereien und usurpierten Rechte der Palästinenser garantiert. Sollte die eine oder andere palästinensische Seite einer Teilung des Landes zustimmen, ist das ihre Entscheidung und wird unsere grundsätzliche Ablehnung der Existenz des zionistischen Gebildes (d.h. der Staat Israel) nicht beeinflussen.

Al-Ahmad: Wie lange werden Sie bei dieser Politik verharren können, in einer Zeit, in der Sie zunehmend unter amerikanischen Druck geraten, Ihre Verbindungen zu palästinensischen und libanesischen Bewegungen abzubrechen, die von den Vereinigten Staaten des Terrorismus bezichtigt werden? Wenn Sie bedenken, dass es innerhalb des Irans Stimmen gibt, die diese Politik ablehnen und es als eine Unterbietung der Palästinenser selbst betrachten -

Al-Sadr: Erstens müssen wir deutlich machen, dass unsere Unterstützung für den Kampf des palästinensischen Volkes nicht im Gegensatz zu den internationalen Konventionen und Normen steht. Was die bestehenden Einwände an dieser Politik an der internen Front betrifft, so handelt es sich dabei um etwas Normales in unserem Land, das Platz für alle Sichtweisen hat. Auf jeden Fall hat sich unsere Politik auf der offiziellen Ebene nicht geändert.
 
(3) ISRAEL UND PA UNTERZEICHNEN ABKOMMEN ZUM STEUERTRANSFER
Die israelische Regierung und die Palästinensische Autonomiebehörde unterzeichneten in dieser Woche ein Abkommen über das weitere Vorgehen zum Transfer der Steuereinnahmen für palästinensische Waren, die über Israel ausgeführt wurden. Die Rückführung der Steuern waren mit Beginn der palästinensischen Gewaltwelle im September 2000 von Israel eingefroren worden. Der Vertrag wurde vom Generaldirektor des israelischen Finanzministeriums Ohad Marani und dem Finanzminister der Palästinensischen Autonomiebehörde Salam Fayyad unterzeichnet. Damit hat sich Israel verpflichtet, die monatliche Überweisung der rückläufigen Steuern an die PA auszuzahlen. (Ha'aretz)
 
(4) WAHL-UMFRAGEN IN ISRAEL
"Wenn heute Wahltag wäre, für welche Partei würden Sie heute stimmen?" (Ergebnisse aus Yedioth Aharonoth vom 3.01.03, Institut Mina Zemach, Dachaf; Die Zahlen geben die Anzahl der Sitze an):

Likud (national-konservativ): 32
Arbeitspartei (sozialdemokratisch): 22
Shinui (säkulare Zentrumspartei): 14
Arabische Parteien: 10
Shas (ultra-orthodox): 9-10
Meretz (links-liberal): 8
Nationale Einheit (rechts gerichtet): 8
Thora-Judentum (religiöse Prartei): 5
Mafdal (national-religiös): 5
Israel b'Aliyah (Einwandererpartei): 4
Am Echad (sozialdemokratisch): 3-4
Aley Yarok (Partei zur Legitimierung des Drogenkonsums): 2

Bei den Parlamentswahlen in Israel hat jeder Stimmberechtigte (israelische Staatsbürger mit vollendetem 18. Lebensjahr) eine Stimme. Jeder Stimmberechtigte wählt eine Partei. Die Parteien haben im voraus ihre Kandidaten auf Listen zusammengestellt. Entsprechend der am 28. Januar gewonnenen Stimmenzahl entsenden die Parteien ihre Kandidaten in das israelische Parlament, die Knesset.
 
(5) HERZGEWEBE ZU MEDIZINISCHEN TESTS ERZEUGT
Israelische Wissenschaflter der Technischen Universität in Haifa und des medizinischen Forschungsinistituts am Rambam-Krankenhaus in Haifa glückte die Herstellung von Herzgewebe aus embryonalen Stammzellen. Das Gewebe könnte als Modell dienen, um den Einfluss verschiedener Medikamente auf das Herz zu testen. Bis heute gibt es noch kein menschliches Herz, das zu diesen Versuchen tauglich wäre. Die Erprobung der Herz-Medikamente ist aber unerlässlich, bevor sie zur Behandlung auf den Menschen angewendet werden können, so Dr. Lion Gepstein vom Rappaport-Institut des Technions in Haifa. (Ha'aretz)
 
(6) WAS HAHABEN KORALLENRIFFE MIT DER ERDERWÄRMUNG ZU TUN?
Die Amerikanische Gesellschaft für Mikrobiologie wird in diesem Jahr den israelischen Molekuarbiologen Prof. Eugene Rosenberg der Universität in Tel Aviv (Faculty of Life Science) mit einem besonderen Preis auszeichnen. Der Wissenschaftler wirkte an der Erforschung des möglichen Zusammenhangs zwischen der Veränderung von Korallenriffen und der globalen Erwärmung mit. (Ha'aretz)
 
(7) SPORT: ANNA SMASHNOVA IM HALBFINALE (OAKLAND)
Die israelische Tennisspielerin Anna Smashnova (Weltrang 16) traf am Donnerstag auf die Amerikanerin Jill Craybas und gewann mit 6:3 und 6:1. Damit erreichte die Sportlerin das Halbfinale des Oakland Turniers, Neu Seeland. (Yedioth Aharonoth)
 
(8) HEUTE IM JAHRE X
Heute wird die Universität in Tel Aviv vierzig Jahre alt. Der erste Unterricht begann allerdings schon in den 50er Jahren. Heute ist sie mit über 100 Abteilungen und über 75 Forschungseinrichtungen die grösste Universität des Staates Israel. (
http://www.tau.ac.il/)
(
http://info.jpost.com/1999/Supplements/JewishHistory/today.cgi)
 
(9) DAS WETTER IN ISRAEL
Die Vorhersage: Kälter und vereinzelt Regen

Jerusalem: 8-13┬░C
Tel-Aviv: 12-18┬░C
Haifa: 13-17┬░C
Eilat: 11-22┬░C
 
(10) WECHSELKURSE
1 ÔéČ - 4,999 NIS
1 £ - 4,667 NIS
1 $ - 4,785 NIS
(Ha'aretz, 3.01.03)
 
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Dieser Newsletter mit Mitteilungen israelischer Ministerien und Meldungen aus der israelischen Presse wird von der Botschaft des Staates Israel in Berlin/Abteilung Öffentlichkeitsarbeit zusammengestellt. Anmerkungen oder Fragen richten Sie bitte an:
botschaft@israel.de


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Für weitere aktuelle Informationen aus Israel empfehlen wir Ihnen folgende Webseiten:
- Medienspiegel (Israelische Presse) der Deutschen Botschaft in Tel Aviv:
http://www.germanemb.org.il/News-Media.asp
- Die Mitteilungen der Israelischen Verteidigungskräfte (eng.):
http://www.idf.il/english/news/main.stm
- Newsletter des israelischen Außenministeriums (eng.):
http://www.israel.org/mfa/go.asp?MFAH0dho0

© Botschaft des Staates Israel, 2002


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