Newsletter der Israelischen Botschaft in Berlin
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Montag, 14. Oktober 2002

*STREIK IN ISRAEL: BEAMTE FORDERN INFLATIONSAUSGLEICH
*VEREITELUNG EINES WEITEREN ANSCHLAGS AM FREITAG
*VERSTÄRKTES VORGEHEN GEGEN HAMAS TERRORZELLE BEI NABLUS
*DALYAH LAVY FEIERTE AM FREITAG IHREN 60. GEBURTSTAG
*DESIGN UND FASHION − JUNGES DESIGN AUS ISRAEL IN FLENSBURG
*FUSSBALL: ISRAEL SIEGT 2:0 GEGEN MALTA
*HEUTE IM JAHRE X
*DAS WETTER IN ISRAEL
*WECHSELKURSE



*STREIK IN ISRAEL: BEAMTE FORDERN INFLATIONSAUSGLEICH
Im Zuge eines Beamtenstreiks der Kommunalverwaltungen, der sich seit seinem Beginn am Samstagabend nunmehr auch auf einen Teil des öffentlichen Dienstes ausgeweitet hat, haben 100 000 Arbeiter ihre Arbeit vorübergehend niedergelegt.

Die Forderungen der Beamten beziehen sich in erster Linie auf den Preisanstieg der vergangenen Wochen im Zuge des gefallenen Shekels NIS. Die Preise für viele Waren sind in den letzten Monaten erheblich gestiegen, während die Löhne gleich blieben. Ausserdem soll es nach einem Regierungsbeschluss ab dem 01. Januar 2003 keine Überstunden mehr geben und die Büros sollen bei gleichzeitigem Einstellungsstopp pünktlich um 16:30 Uhr geschlossen werden.

Der Streik droht sich auch auf den Flughafen, Öffentlichen Nahverkehr und die Schulen auszuweiten. Angesichts der steigenden Müllberge in den Strassen forderte die Polizei die Kommunen auf, den Abfall aus Sicherheitsgründen zu räumen. Bomben könnten zwischen den Säcken versteckt werden.

Nach einem Beschluss der Nationalen Versicherung soll aber das Arbeitslosengeld für Erwerbslose weiterhin überweisen werden.

*VEREITELUNG EINES WEITEREN ANSCHLAGS AM FREITAG
Dank eines schnell reagierenden Sicherheitsbeamten, der vor der US Amerikanischen Botschaft in Tel Aviv postiert war, konnte am Freitag ein weiterer Terroranschlag in einem benachbarten Cafe verhindert werden.

Der Attentäter trug einen mit 10 kg Sprengstoff bestückten Gürtel mit sich und suchte auf der stark frequentierten Herbert Samuel Strandpromenade nach einem mit Fussgängern gefüllten Ort zwischen Cafes und Restaurants, um sich in der Menge mit den Umstehenden zu töten. Mit Hilfe eines Metalldetektors am Eingang des Tayelet Cafes gelang es einem jungen Sicherheitsbeamten, den Attentäter rechtzeitig zu entlarven. Israelische Sicherheitsbeamte, die vor der amerikanischen Botschaft stationiert waren, versuchten, den Fliehenden zu stoppen, was ihnen wegen der mit Passanten gefüllten Strasse aber misslang.

Dies ist bereits der zweite Fall innerhalb weniger Tage, bei dem Zivilsten vor einem versuchten Anschlag verschont werden konnten. Bereits am Freitagmorgen verhalfen ein Busfahrer und ein weiterer Zivilist zahlreichen Fahrgästen und Passanten durch ihr mutiges Einschreiten zur Flucht. Eine ältere Frau wurde mit dem Selbstmordmörder in die Lut gerissen. (The Jerusalem Post)

*VERSTÄRKTES VORGEHEN GEGEN HAMAS TERRORZELLE BEI NABLUS
Israelische Sicherheitskreise kamen am Wochenende zu der Überzeugung, dass für den versuchten Terroranschlag am Freitag in Tel Aviv dieselbe Hamas Terrorzelle verantwortlich ist wie bei den vorangehenden zwei Attentaten auf einen Bus in der Allenby Strasse am 19. September, das sieben Menschenleben forderte und dem Anschlag auf die Bar Ilan Kreuzung letzte Woche, bei dem eine Frau ums Leben kam, alle im Zentrum des Landes.

Durch die Festnahme des versuchten Selbstmordattentäters durch den Inlandsgeheimdienst Shin Beth erhöhten sich die Chancen auf die Zerschlagung der Terrorzelle und ihrer Rädelsführer.

Nach Angaben von Ha′aretz hat die verdächtige Gruppe ihre Basis in Nablus und wurde v.a. in den vergangenen Wochen verstärkt aktiv. Der Geheimdienst geht davon aus, dass die Mitglieder der Terrorzelle sich gerade auf eine permanente Präsenz der IDF in den Städten und Dörfern des Westjordanlandes eingestellt haben.

Das Verteidigungsministerium ordnete jetzt eine verstärkte Beobachtung des Hamas Netzwerkes in der Gegend um Nablus an. Erschwerend ist zudem, dass die Drahtzieher der Organisation oft unbekannt bleiben. Die bekanntesten Anführer der Hamas in diesem Gebiet sind Mohamad Hanbali, Ali Alian und Nasser Asida.

Sicherheitsbeamte rechnen mit weiteren Selbstmordattentaten in den kommenden Tagen. Die jüngsten Ereignisse zeigen, dass Anschläge oft gleichzeitig oder in schneller Folge hintereinander geplant und ausgeführt werden, um eine stärkere Wirkung in der israelischen Öffentlichkeit zu hinterlassen. (Ha′aretz)

Vorwürfe der Palästinensischen Autonomiebehörde, Israel habe mit Hilfe einer verminten Telefonzelle nahe dem Beth Jallah Krankenhaus den Fatah Tanzim Aktivisten Mohammaed Abiat ermordet, wurde vom israelischen Militär am Sonntag zurückgewiesen. Nach palästinensischen Angaben habe Israel eigentlich den älteren Bruder des Opfers, einem Kommandeur des militanten Arms der Tanzim Organisation in der Region um Bethlehem treffen wollen. Militante Mitglieder der Fatah Organisation kündigten einen Vergeltungsschlag an, so der Radiosender der israelischen Armee, Galei Zahal.

Bei der Aufhebung der Ausgangssperre in mehreren Städten des Westjordanlandes, Qalqilyah, Hebron, Ramallah und dem nördlichen Teil von Nablus, kam es am Wochenende zu mehreren Zusammenstössen. Zwei Frauen kamen dabei ums Leben. Bei weiteren Zwischenfällen wurden am Sonntag nach palästinensischen Angaben weitere vier Menschen erschossen.

Verteidigungsminister Benjamin Ben Eliezer sagte am Sonntag, er erwäge, den auf Bethlehem erweiterten "Gaza Zuerst Plan", der zu einem teilweisen Waffenstillstand in den Gebieten führen sollte, auf Hebron auszudehnen.

*DALYAH LAVY FEIERTE AM FREITAG IHREN 60. GEBURTSTAG
"Über der Stadt lacht das Sonnenlicht,
doch bei den Menschen find ich oft das Lachen nicht,
denn es gibt andre Dinge, von denen man spricht - in Jerusalem..."

Dalyah Lavy feierte am Samstag ihren 60. Geburtstag. Die in Israel geborene Sängerin arbeitete nach einer Ballett Ausbildung in Schweden zunächst als Fotomodell und wurde dann v.a. mit Schlagern wie dem oben zitierten "Jerusalem" oder "Ooh, wann kommst Du" seit 1968 in Deutschland bekannt. Ausserdem spielte sie als Schauspielerin in mehreren Karl May Filmen mit, wie z.B. als Squaw bei "Old Shatterhand". Dalyah Lavy lebt seit 25 Jahren glücklich vereiratet in den USA.

*DESIGN UND FASHION - JUNGES DESIGN AUS ISRAEL IN FLENSBURG
Ausstellung vom 22. September - 17. November 2002

Die Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem ist die herausragendste Hochschule für Kunst, Design und Architektur in Israel. 1906 als Kusntschule eröffnet, erhielt sie in den 30er Jahren starke Impulse durfh zahlreiche Bauhaus-Emigranten und entwickelte ein moderne, internationales Profil. Heute werden dort rund 1300 Studierende von den bedeutendsten Designern, Künstlern und Architekten Israels ausgebildet.

Über hundert Objekte aus den Bereichen Industrie-Design, Keramik und Glas sowie Accessoires und Mode werden im Museumsberg Flensburg vorgestellt.

Adresse:
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Öffnungszeiten: Di bis So 10.00 - 17.00 Uhr (ab 1.11. 10.00 - 16.00 Uhr)


*FUSSBALL: ISRAEL SIEGT 2:0 GEGEN MALTA
Im ersten Spiel der Qualifikationsrunde zur Europameisterschaft in Portugal 2004 besiegte die israelische Nationalmannschaft Malta mit 2-0. Das Spiel wurde durch zwei Tore von Pini Balili (56. Minute) und Haim Revivo in der 77. Minute zugunsten Israels entschieden.

Das Spiel in Maltas Hauptstadt Valetta war Israels erstes Spiel in der EM Qualifikationsgruppe 1, in welcher Frankreich Slowenien mit 5-0 am selben Tag besiegte.

Nach dem Malta das Auftaktmatch gegen Slowenien mit 3-0 verloren hatte, trat das vom deutschen Trainer Sigi Held geführte Team entschlossen gegen die israelische Nationalmannschaft auf. Aufgrund der Feld- und Chancenüberlegenheit war der Sieg der israelischen Nationalmanschaft überaus gerechtfertigt, auch wenn er hart erarbeitet werden mußte.

*HEUTE IM JAHRE X
14. Oktober 1270: Heute vor 732 Jahren verstarb Moses Ben Nachman (Ramban), bekannt durch seine Bibelkommentare und Diskussionen mit dem zum Katholizismus konvertiertem Juden Pablo Christiani. Nach seiner Verbannung aus Spanien gründete er in Eretz Israel eine Synagoge und eine Talmudschule.

14. Oktober 1943: Nach einer Revolte im Todeslager Sobibor sterben 130 Juden bei dem Versuch, durch ein Minenfeld zu entkommen, dreissig fanden ihren Weg in die Freiheit. 140 wurden von SS Männern eingeholt und hingerichtet. Das Lager wurde geschlossen.

http://info.jpost.com/1999/Supplements/JewishHistory/today.cgi

*DAS WETTER IN ISRAEL
Die Vorhersage: Teilweise bewölkt, Temperaturrückgang, ab Nachmittag vereinzelt Regen

Jerusalem: 23-34°C
Tel-Aviv: 24-30°C
Haifa: 24-31°C
Eilat: 25-40°C

*WECHSELKURSE
1 € - 4,756 NIS
1 £ - 7,532 NIS
1 $ - 4,81 NIS


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Dieser Newsletter mit Mitteilungen israelischer Ministerien und Meldungen aus der israelischen Presse wird von der Botschaft des Staates Israel in Berlin/Abteilung Öffentlichkeitsarbeit zusammengestellt. Anmerkungen oder Fragen richten Sie bitte an: botschaft@israel.de


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Für weitere aktuelle Informationen aus Israel empfehlen wir Ihnen folgende Webseiten:
- Medienspiegel (Israelische Presse) der Deutschen Botschaft in Tel Aviv: http://www.germanemb.org.il/News-Media.asp
- Die Mitteilungen der Israelischen Verteidigungskräfte (eng.): http://www.idf.il/english/news/main.stm
- Newsletter des israelischen Außenministeriums (eng.): http://www.israel.org/mfa/go.asp?MFAH0dho0

© Botschaft des Staates Israel, 2002