Newsletter der Israelischen Botschaft in Berlin
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Dienstag, 8. Oktober 2002

* IDF: TOTE VON KHAN YUNIS ZUMEIST BEWAFFNET
* JAHRESTAGSFEIER ZU EHREN ENTFÜHRTER IDF-ANGEHÖRIGER
* JORDANIEN BEGRENZT DEN ZUGANG FÜR PALÄSTINENSER
* VIER TOTE BEI AUSEINANDERSETZUNGEN ZWISCHEN HAMAS UND DER AUTONOMIEBEHÖRDE
* FINANZMINISTER SHALOM PRÜFT FINANZIELLE HILFE FÜR ALLEINSTEHENDE MÜTTER
* JORDANISCHE INGENIEURE INSPIZIEREN RISS AM TEMPELBERG
* HEUTE IM JAHRE X
* DAS WETTER IN ISRAEL
* WECHELKURSE


* IDF: TOTE VON KHAN YUNIS ZUMEIST BEWAFFNET
Nach Angaben der israelischen Armee handelte es sich bei der Operation in der Hochburg der Hamas El Amal in Khan Yunis um den Versuch, das Hamasmitglied Rafa Salah Salama zu verhaften. Bei dem Einmarsch nach Khan Yunis und der anschließenden Durchsuchung von Salamas Haus kamen die israelischen Truppen unter schweren Maschinengewehrbeschuß, wobei die Mutter von Salama, trotz Erster-Hilfe Bemühung von israelischen Sanitätern, getötet wurde.

Bei dem anschließenden Rückzug formierte sich eine große Gruppe von bewaffneten Kämpfern in der Nähe der Katiba Moschee. Diese Gruppe eröffnete sofort das Feuer auf die israelischen Truppen und benutzte dabei Panzerabwehrraketen, Handgranaten und schwere Maschinengewehre. Als Reaktion darauf feuerte ein Hubschrauber eine Rakete auf die Angreifer und tötete dreizehn von ihnen.

Verteidigungsminister Ben Eliezer wies Behauptungen der Palästinenser und des EU Sonderbeauftragten für Aussen- und Sicherheitspolitk zurück, dass es sich bei den 14 Getöteten um Zivilisten handelte. Ben Eliezer sagte, dass mit Ausnahme einer Zivilistin alle Getöteten bewaffnete Kämpfer waren, die in Gefechten mit der israelischen Armee ums Leben kamen.

Gaza Kommandant Brigade-General Yisrael Ziv wies alle Behauptungen auf das Schärfste zurück, dass Betende in der Moschee Katiba beschossen wurden. Ziv erklärte in der Jerusalem Post, dass: "...die Moschee in einiger Entfernung zum Einschlag der Rakete lag und dass die dort versammelten Personen ohne Zweifel bewaffnet waren".

Ministerpräsident Scharon fügte hinzu, dass: "die Armee keine andere Wahl hatte, als schwere Waffen zu benutzen, da die Soldaten in schweres Maschinengewehrfeuer von palästinensischen Heckenschützen gerieten, während sie einen gesuchten Hamasterroristen verhaften wollten". MP Scharon sagte aber auch, dass er den Verlust von unschuldigen Leben auf das Tiefste bedaure.


* JAHRESTAGSFEIER ZU EHREN ENTFÜHRTER IDF-ANGEHÖRIGER

Zwei Jahre nachdem am Berg Dov die drei IDF-Soldaten Omar Suwayeed, Benny Avraham und Adi Avitan am 7. Oktober 2002 aus dem Hinterhalt von Hizbullahmilizen überfallen und entführt wurden, haben der Präsident Moshe Katsav und der Generalstabchef Moshe Ya′alon mit einigen hundert Trauernden die Erinnerungsfeier in Tiberias begangen. Teil der Gedenkfeier war die Benennung eines Beobachtungsstützpunktes bei Tiberias nach dem Offizier Avidan, dessen Familie in dem Ort lebt.

Eine Woche nach der Entführung teilte Hizbullahchef Sheikh Hassan Nasrallah die Entführung des Geschäftsmannes Elhanan Tannenbaum mit. Es wird angenommen, dass er noch lebt, auch wenn die Hizbullah Verhandlungen über die Auslieferung mithilfe deutscher Mediatoren ablehnt und den Besuch des Gefangenen dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) versagt.

Die Gedenkfeier zu Ehren Tannenbaums findet am Tag der Bekanntgabe seiner Entführung am 15. Oktober mit seiner Familie statt.


Die Mitglieder der Familien der Entführten trafen sich am Sonntag mit dem Präsidenten des Internationalen Komitee des Roten Kreuzes und äusserten Ihre Bestürzung darüber, daß es dem ICRC nicht möglich ist, seinen humanitären Verpflichtungen nachzukommen.


* JORDANIEN BEGRENZT DEN ZUGANG FÜR PALÄSTINENSER
Die Jerusalem Post berichtet, dass laut jordanischen Stellen, Einreisegenehmigung für Palästinenser, mit Ausnahme von in Jordanien immatrikulierten Studenten, vorläufig nicht mehr ausgestellt werden.

Gemäß der israelischen Tageszeitung wollen die jordanischen Behörden verhindern, dass Palästinenser Jordanien als Transitland benutzen, um bei einem möglichen Krieg gegen den Irak die irakische Armee in ihrem Kampf gegen die Amerikaner sowie deren Allierte zu unterstützen.

Ein Sicherheitsoffizier der Palästinensischen Autonomiebehörde äußerte zu diesem Thema, dass einige palästinensische Polizisten ihre Bereitschaft erklärt hätten, Saddam Hussein gegen einen amerikanischen Angriff verteidigen zu wollen. Die meisten von ihnen waren vor ihrer Rückkehr in das Westjordanland und Gaza 1994 im Irak als Polizisten stationiert.


* VIER TOTE BEI AUSEINANDERSETZUNGEN ZWISCHEN HAMAS UND DER AUTONOMIEBEHÖRDE
Bei schweren Auseinadersetzungen zwischen Polizisten der Autonomiebehörde und Hamas Aktivisten wurden vier Menschen in Gaza Stadt getötet.

Die Auseinandersetzungen folgten der Ermordung von Oberst Rajeh Abu Lahiya (47), der von militanten Hamasanhängern für den Tod des Bruders von Hamas Aktivist Imad al-Aql verantwortlich gemacht wird. Imad al-Aqls Bruder wurde am 8.Oktober 2001 zusammen mit zwei anderen Hamasmitgliedern im Gewahrsam der Truppen von Oberst Lahiya getötet.

Hamas Anhänger, verkleidet als palästinensische Polizisten, stoppten Lahiya und fuhren mit ihm in einen von der Hamas dominierten Wohnbezirk. Nachdem Lahiya Verkehrpolizisten um Hilfe rufen wollte wurde er in Angesicht der Polizisten erschossen. Zwei seiner Bodyguards wurden bei dem Überfall verletzt.

Im Anschluss nahm die Polizei mehrere Hamasaktivisten fest und es entwickelte sich ein Schußwechsel zwischen herbei eilenden Hamasaktivisten und Polizeikräften. Dabei wurden palästinensischen Quellen zufolge zwei Mitglieder der Hamas getötet.

Die palästinensische Polizei forderte ultimativ die Auslieferung von Imad al-Aql, der als Hauptverdächtigter für die Hinrichtung von Oberst Lahiya gilt.


* FINANZMINISTER SHALOM PRÜFT FINANZIELLE HILFE FÜR ALLEINSTEHENDE MÜTTER
Finanzminister Silvan Shalom betrachtet die Möglichkeit, besondere finanzielle Zuwendungen für alleinstehende Mütter, besonders Arbeitstätige, einzuführen. Dieses bestätigte er gestern gegenüber dem Finanzforum.

Shalom äußerte, dass es moralisch wichtig ist, die finanziellen Bürden alleinstehender Mütter zu erleichtern und erklärte, dass solche Erleichterungen mit relativ geringen Kosten zu realisieren sind.


* JORDANISCHE INGENIEURE INSPEZIEREN RISS AM TEMPELBERG
Jordanisische Ingenieure inspizierten einen Riss an der südlichen Mauer des Tempelberges, da die Befürchtung aufkam, dass die Mauer zusamenbrechen könnte.

Die jordanischen Experten erhielten die Genehmigung nachdem die WAQF, die moslemische Stiftung, die denTempelberg verwaltet, und der Staat Israel sich darauf einigten. Vorherige Querelen, bei welchen die WAQF israelischen Experten den Zugang für die Untersuchungen am Tempelberg verweigerten, wurden mit diesem Kompromiss beendet.

Die WAQF stimmte dem Kompromiss erst zu, nachdem die israelischen Denkmalschutzbehörden einen Bericht lieferten, in welchem die Warnung geäußert wurde, dass der schnell wachsende Riss zum Zusammenbrechen der darüber befindlichen Strukturen der Al Aksa Moschee führen könnte.

Nach Angaben der isralischen Behörden ist der Riss 190 m lang und 70 cm breit.


* HEUTE IM JAHRE X
1931 öffnet das Habima Theater mit dem Stück "Der Dybbuk" in Moskau.
http://info.jpost.com/1999/Supplements/JewishHistory/today.cgi

* DAS WETTER IN ISRAEL
Die Vorhersage: Zunehmende Bewölkung.
Jerusalem: 27°C
Tel-Aviv: 28°C
Haifa: 29°C
Am Toten Meer: 36°C
Eilat: 35°C

* WECHELKURSE
1 € - 4.748 NIS -0.42%
1 £ - 7.575 NIS -0.40%
1 $ - 4.852 NIS -0.14%
(Quelle www.globes.co.il)

 

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- Medienspiegel (Israelische Presse) der Deutschen Botschaft in Tel Aviv: http://www.germanemb.org.il/News-Media.asp
- Die Mitteilungen der Israelischen Verteidigungskräfte (eng.): http://www.idf.il/english/news/main.stm
- Newsletter des israelischen Außenministeriums (eng.): http://www.israel.org/mfa/go.asp?MFAH0dho0

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