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(1) Ministerpräsident Ariel Sharon
verurteilt blutrünstigen Terrorakt in Shfaram
Ministerpräsident Ariel Sharon veröffentlichte gestern abend
(4.8.) eine Sondermitteilung bezüglich des Attentats in Shfaram:
„Es handelt sich um eine verbrecherische Tat eines blutrünstigen
Terroristen aus dem jüdischen Volke, der unschuldige israelische
Zivilisten treffen wollte. Dieser Terrorakt ist der gezielte
Versuch, das Beziehungsgefüge zwischen den Bürgern Israels zu
verletzen. Terror von Zivilisten gegen Zivilisten ist das
gefährlichste für die Zukunft des Staates Israel und seine
demokratische Stabilität.
In meinem Namen und im Namen der israelischen Regierung spreche
ich den Familien der Getöteten mein Beileid aus, und den Verletzten
wünsche ich baldige Genesung. Der gesamte israelische Staat,
unabhängig von Ethnie, Religion und Geschlecht, verurteilt diesen
Anschlag.
Die Regierung Israels ist fest entschlossen, das Leben seiner
Bürger aller Gruppierungen und aller Sektoren zu schützen, und ich
habe heute abend die Sicherheitsbehörden angewiesen, der
Untersuchung des Anschlags höchste Priorität zu geben. In dieser
schweren Stunde für den israelischen Staat rufe ich alle Oberhäupter
der israelischen Öffentlichkeit, Juden, Muslime, Christen und Drusen
auf, bei dem Versuch zusammenzuarbeiten, die inneren Beziehungen zu
schützen, Zurückhaltung zu üben und Verantwortung zu zeigen und den
Rechtsbehörden zu ermöglichen, die Untersuchung dieses schrecklichen
Anschlags zu Ende zu führen.“ (http://www.pmo.gov.il)
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 (3) Jüdischer
Terrorist tötet vier Personen in einem Bus im Norden
Israels
Vier Personen wurden gestern abend (4.8.)
durch die Schüsse eines jüdischen Terroristen in einem Egged-Bus der
Linie 165 in dem drusischen Ortsteil von Shfaram im Norden Israels
getötet. Bei den Opfern handelt es sich um:
Michael (Michel) Bachus (56 Jahre), Busfahrer Nader Hajik (55
Jahre) Hazar Turki (23 Jahre), Studentin des Lehrerseminars in
Haifa. Dina Turki (21 Jahre, Schwester von Hazar), wollte in
Kürze ihr Studium aufnehmen.
Weitere 14 Bus-Insassen wurden verletzt. Bei den
Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Bewohnern erlitten
26 Personen leichte bis mittelschwere Verletzungen. 13 von ihnen
wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.
Der Terrorist, Eden Nathan-Zaada, ein 19-jähriger Kach-Anhänger
aus Rishon Lezion, war den Sicherheitsbehörden seit langem als
Militär-Deserteur bekannt. Seine Kommandanten suchten mehrere Male
sein Haus auf, um ihm die Waffe abzunehmen, doch er versteckte sich
zu der Zeit in der Siedlung Tapuach im Westjordanland.
Gegen 17:50 Uhr stieg Eden Nathan-Zaada in den Bus. Er trug seine
Uniform. Als der nach Shfaram hineinfuhr, eröffnete er das Feuer.
Eine Menschenmenge, die sofort vor Ort war, schlug auf Zaada ein und
verletzte ihn lebensgefährlich. Polizeikräfte versuchten den
Attentäter vor der aufgebrachten Menge zu schützen, doch nach einer
Stunde gelang es einigen Bewohnern, in den Bus einzudringen und
Zaada zu töten.
Drei Jugendliche aus Tapuach im Alter von 15 bis 17 Jahren wurden
nach dem Anschlag von der Polizei im Laufe der Nacht
festgenommen.
Die drei sollen den Mörder gekannt haben. Außerdem stehen sie
unter Verdacht, von den Plänen des Attentäters, einen Anschlag
durchzuführen, der die Abkopplung verhindert, gewusst zu haben. Sie
wurden in der Nacht bei einer Aktion der Zentraleinheit der Polizei
der Westbank in der Siedlung Tapuach festgenommen. Die Polizei sagt,
dass es sich um drei Jungen handelt, die der rechtsextremen Bewegung
angehören.
Unterdessen befindet sich die Polizei im ganzen Land in erhöhter
Alarmbereitschaft. In Hinblick auf die Beerdigung der Opfer und
Gedenkmärsche in den arabischen Orten befürchtet die Polizei, dass
im Laufe des Tages Tumulte in den von Arabern bewohnten Dörfern
ausbrechen könnten.
In Folge einer Lagebeurteilung des Generalkommandeurs der
Polizei, Moshe Karadi, führenden Offizieren des Landesstabs und
führenden Offizieren des nördlichen Bezirks, wurde beschlossen, die
Polizeikräfte im Norden bedeutend zu verstärken, da man Tumulten im
Verlauf der Beerdigung der Getöteten, wie auch bei den
Freitagsgebeten in den Moscheen befürchtet. Gleichzeitig sprach
Karadi gestern abend mit arabischen Führern und rief sie zur
Zurückhaltung und Führungswillen auf, um die öffentliche Ordnung
beizubehalten. (Ma’ariv, 5.8.)
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 (4) Der Papst:
„Frieden über Israel“
Papst Benedikt XVI. hat Israel am Mittwoch (3.8.) mit „Frieden“
gesegnet und betonte in seiner Predigt die tiefen Beziehungen
zwischen Katholiken und Juden.
Der Papst war extra aus dem Sommerpalast in der Kleinstadt Castel
Gandalfo in den Vatikan gekommen, um seine Predigt zu halten. Er
beendete sie mit den Worten: „Wir sind das Israel Gottes. Lasst uns
am Frieden festhalten. Jerusalem ist die Stadt des Friedens, und wir
wollen, dass der Frieden in Israel verweilt.“
Benedikt XVI. fügte während seiner Predigt hinzu, dass der
traditionelle Segen „Shalom“ Hoffnung und Wünsche des Friedens in
sich birgt. „Shalom über Israel“, fügte der Papst hinzu. „Jerusalem
ist die Stadt, die Frieden und Heiligkeit symbolisiert .“
Einige behaupten, dass die Worte des Papstes dazu bestimmt sind,
der Krise ein Ende zu setzen, die vor einigen Tagen zwischen Israel
und dem Vatikan ausgebrochen war. Dazu war es gekommen, nachdem das
Oberhaupt der katholischen Kirche bei seiner letzten Predigt, bei
der er eine Liste von Ländern genannt hatte, die vom Terror
getroffen wurden, Israel nicht erwähnt hatte. (Yedioth Aharonoth,
4.8.)
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 (6) Nepalesische
Tänzerin zur Rehabilitation in Israel
In Folge der Initiative des israelischen Botschafters in Nepal,
Dan Ben-Eliezer, wird Israel bei der Rehabilitation einer
nepalesischen Tänzerin helfen, die bei einem Verkehrsunfall eines
ihrer Beine verloren hat.
Ruma Nauipain (22) verlor bei einem Unfall ihr Bein, als sie acht
Jahre alt war. Trotz ihrer schweren Behinderung tritt sie als
Tänzerin auf und gewann sogar einige Preise. Ben-Eliezer sah die
Tänzerin bei einer Veranstaltung und stellte sie Prof. Eli Iskob
vor, dem Leiter der Abteilung für orthopädische Rehabilitation in
Beit Lewinstein, als dieser Nepal besuchte. Der Professor drückte
seine Bereitschaft aus, bei der Rehabilitation zu helfen. Dem
Botschafter gelang es, die Behandlung im Beit Lewinstein, zu
organisieren. Die Prothesenspende finanziert die Firma „Eshed“. Die
Finanzierung des Fluges übernimmt Raya Yaglom, ehemals Präsidentin
der Zionistischen Welt-Frauenorganisation „WIZO“ (http://www.wizo.org).
Unterstützung kommt auch von Adina Gutman, Ehrenkonsulin Nepals in
Israel.
„Die humanitäre Geste spiegelt die freundschaftlichen Beziehungen
zwischen den beiden Staaten wider. Ich drücke die Daumen für die
Rehabilitation Rumas, die ihre Lebensqualität enorm verbessern
wird“, so der Botschafter. (Yedioth Ahatonoth, 3.8.)
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 (8)
Deutsch-israelisches Wirtschaftsportal ISRAFOCUS online
Heute öffnet das deutsch-israelische Wirtschaftsportal ISRAFOCUS
(http://www.israfocus.com/) seine Pforten: Ziel des
neuen online-Magazins ist, deutsche und europäische Leser mit
Informationen über Wirtschafts- und Finanzthemen aus Israel zu
informieren, darunter israelische High-Tech, Biotechnologie,
Pharmazeutische Industrie, start ups und Venture Capital.
Die Herausgeberin Vardina Hilloo ist in Israel geboren und
aufgewachsen. In Tel Aviv studierte sie Journalismus, Geschichte,
Ägyptologie und Kunst. Später arbeitete sie als Korrespondentin in
Kairo, Israel, Brüssel, Bonn und Berlin. Die Wahl-Düsseldorferin
schrieb unter anderem für das Handelsblatt und die Financial Times
Deutschland. http://www.israfocus.com/
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 (9)
„Schicksalstunde für israelische Siedler“: Vortrag von Igal Avidan
in Berlin
Kurz vor dem Rückzug aller 21 israelischen Siedlungen aus dem
Gaza-Streifen und vier entlegener aus dem Norden der Westbank wird
deutlich, dass diese Entwicklung nicht nur Israel betrifft, sondern
zukunftsweisende Bedeutung für den gesamten Nahen Osten hat.
Ministerpräsident Ariel Sharon, der früher die jüdische Besiedlung
der Palästinensergebiete forderte, wird in dieser Schicksalstunde
den Traum von Groß-Israel zu Grabe tragen, die Siedlerbewegung steht
vor einem beispiellosen ideologischen Bruch.
Vortrag von Igal Avidan, Journalist für deutsche
und israelische Zeitungen und als Nahostexperte für Rundfunk und
Fernsehen tätig.
Im Anschluss Podiumsdiskussion mit Igal Avidan und Joel
Lion, Botschaftsrat und Leiter der Abteilung für
Öffentlichkeitsarbeit der Botschaft des Staates Israel.
Moderation: Maya Zehden, Geschäftsführerin der
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Deutschland
(GCJZ).
Montag, 8. August 2005, 19 Uhr. „Der Gaza-Rückzugsplan –
Schicksalstunde für israelische Siedler“ Veranstaltungsort:
Jüdisches Gemeindehaus, Fasanenstraße 79/80, 10623
Berlin-Charlottenburg. Eine gemeinsame Veranstaltung der
Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Berlin (http://www.digberlin.de/termin.php) und der
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit GCJZ (http://www.gcjz-berlin.de/).
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